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Bolsonaro isoliert sich politisch zunehmend
Aus HeuteMorgen vom 17.04.2020.
abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
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Coronavirus in Brasilien Kritik an Präsident Bolsonaro wird lauter

Der brasilianische Präsident setzt mitten in der Corona-Krise einen neuen Gesundheitsminister ein. Er hat seine Gründe.

Rund 30'000 Infizierte und 3000 Coronavirus-Tote verzeichnet Brasilien bislang. Die Infektion ist noch lange nicht auf dem Höhepunkt. Der jetzt entlassene Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta trat für das Herunterfahren der Wirtschaft ein und überwarf sich darum mit Staatspräsident Jair Bolsonaro.

Der Neue ist auf Bolsonaros Linie

Die Entlassung des Ministers sei wie eine einvernehmliche Ehescheidung verlaufen, ohne Krach, ohne klaffende Wunden, sagte Bolsonaro im Fernsehen.

Nelson Teich, der neue Minister, ebenfalls ein Arzt, unterscheidet sich radikal von seinem Vorgänger. Er liegt vollkommen auf der Linie des Präsidenten. Er stimme mit Bolsonaro überein, die Isolierung der Menschen zu lockern und sie schnell an ihre Arbeitsplätze zurückkehren zu lassen, sagte Teich.

In den letzten Wochen ging Präsident Bolsonaro immer wieder auf die Strasse, schüttelte Hände und richtete sich demonstrativ gegen die Anordnungen der Gouverneure der Teilstaaten. Diese haben verfügt, dass die Bevölkerung zu Hause bleibt.

Absetzungsverfahren rückt näher

Politisch ist Bolsonaro mit seinem Kurs gegen die Seuche stark isoliert. Entsprechend heftig sind die Reaktionen auf den Wechsel des Gesundheitsministers ausgefallen. In den grossen Städten stellten sich die Leute an die offenen Fenster und klapperten mit Kochgeschirr, um ihr Missfallen kundzutun.

Auch im Parlament hagelt es heftige Kritik. Inzwischen wächst die Wahrscheinlichkeit, dass sich Präsident Bolsonaro einem Absetzungsverfahren stellen muss.

«HeuteMorgen» 17.04.2020, 06:00 Uhr

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Es ist interessant dass Menschen bei Wahlen offenbar nicht gut informiert sind. Wie kann man einen solchen Typen wählen? Ein Haudrauf und, in meinen Augen, primitiver und korrupter Typ der sich nur um seine Financiers kümmert. Die Bevölkerung wird noch bitter bereuen den gewählt zu haben.
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Es ist zu hoffen dass Bolso bald mal weg wäre, ist ein Prolet und nich gut für Brasilien. Sagt virl Mist, hat keine Ahnung was gut ist. Funktioniert wie Trump, äfft ihn nach und bisher funktioniert es, leider. Was sich aktuell in BR mit Corona abspielt ist schräg, viel Schuld liegt beim Präsidenten. In eingen Teilen halten sich viele an die Regeln, in anderen gar nicht, heute stundenlanges anstehen vor der Bank caixa economica, Schlangen stehen um Geld zu erhalten es wird hier noch schlimmer.
    1. Antwort von Martin Hofer  (MartinSurfeu)
      Stefan, bitte auch erwähnen, dass jeder, der finanzielle Unterstützung benötigt, in diesen Tagen BR$ 600/Monat abheben kann. Hier in Bahia tragen bei Menschenansammlung viele Masken, am TV wird seit Wochen 24 Std über Covid informiert - ich mag es nicht mehr sehen.
      Ob der President abgesetzt wird - mit seinen mächtigen Agrarfreunden, Militärs und evangelischen Fanatikern - wird die Zukunft zeigen.
      Die Bewohner der Favelas haben vom Staat sowieso noch nie Unterstützung erhalten.
    2. Antwort von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
      @Martin, stimmt so, danke für die zus. Hinweise.
  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    Das mit dem Hände schütteln hatten wir doch schon mal....
    Vielleicht sollte Bolsonaro Boris Johnson fragen, wie gut einem das bekommt.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Soll er ruhig weiter Hände schütteln! Sind eh nur seine Fans, sonst gibt dem niemand die Hand.