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Infizierte in Schanghai: Gefrorenes Importfleisch soll Schuld sein
Aus SRF 4 News aktuell vom 27.11.2020.
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Coronavirus in Tiefkühlfracht Neue Coronafälle in China: Alle aus dem Ausland importiert?

China meldet kaum noch Coronafälle. Aber bei jedem neuen Fall heisst es, das Virus sei über Tiefkühlware ins Land gelangt.

Diese Aufnahmen von Schanghais Flughafen Pudong sorgten in den chinesischen sozialen Medien für Aufsehen. Sie zeigen eine aufgebrachte Menschenmenge. Es sind Angestellte des Flughafens, die zu fliehen versuchen. Doch sie werden von Personen in weisser Schutzkleidung eingekreist und zurückgedrängt.

Menschen mit Masken, andere in Schutzannzug
Legende: Massnahme gegen die Ausbreitung des Virus: Angestellte des Schanghaier Flughafens werden getestet. Reuters

Zuvor seien mehrere Angestellte der Frachtabteilung des Flughafens positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichten chinesische Medien. Danach mussten sich über 17'000 Menschen, die auf dem Flughafen arbeiten, sofort testen lassen.

Importierte Tiefkühlware im Fokus

Seit einiger Zeit häufen sich in China die Meldungen über Ansteckungen via Importe. Besonders im Fokus sind tiefgekühlte Produkte.

Laut Uzung Jo, dem Chefepidemiologen der chinesischen Behörde für Seuchenkontrolle, gibt es immer mehr Beweise, dass das Virus auf gefrorenem Fleisch und Fisch aus dem Ausland nach China kommt. Im staatlichen Fernsehen sagte er ausserdem, nicht nur Tiefkühlprodukte seien betroffen, sondern auch Verpackungen oder Transport-Container.

Berichte über Schweinshaxen aus Deutschland oder Fischimporte aus Norwegen, die mit Coronaviren verseucht gewesen sein sollen, sorgen in China jeweils für viel Aufsehen, bei den Herkunftsländern der Produkte dagegen meist für Unverständnis. Vor allem, seit China die Kontrollen verschärft hat und betroffene Importeure auch vorübergehend sperrt.

«Das Virus kommt aus dem Ausland»

China handle vernünftig und legitim, sagte dagegen der Sprecher des Aussenministeriums in Peking, Zhao Lijian: «Mit unseren Massnahmen räumen wir der Gesundheit und dem Leben der Menschen oberste Priorität ein. Diese Massnahmen sind deshalb nötig.»

Chinas Vorgehen passt zur Nulltoleranz-Strategie, die das Land bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie inzwischen verfolgt. Doch es passt auch bestens zum offiziellen Narrativ der chinesischen Behörden. Sprich: Das Virus kommt aus dem Ausland, während wir hier alles unter Kontrolle haben.

SRF 4 News, 27.11.2020, 06:40 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth STÄHELIN  (eStae)
    Nun, genau so ist es. Es gibt schon in Italien Fälle im September 2019. Genau, so wie es schon im Sommer 2019 merkwürdige Lungenkrankheiten auftraten. Und die Chinesen haben extrem viel Schweinefleisch importiert, wegen der Schweinepest im eigenen Land. So klar ist das alles nicht....
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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    In China entwichen, und kommt jetzt nach guter weltweiter Verteilung zurueck nach China... in kontaminierten Guetern...
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Die freie Welt sollt hier genau hinsehen: Da wird einfach "zwangsgetestet" (17'000). So wird der freie Wille der 'Untertanen" gebrochen. So entstehen "glückliche" Menschen, welche alles tun, was die Elite (hier KPC) von ihnen verlangt. Langfristig könnte sich dies bezüglich Innovationskraft rächen, wie in Nordkorea. Dort sind viele Menschen gar nicht mehr in der Lage, selber etwas zu entscheiden (siehe SRF-Film "Have Fun and Sun in Pjöngjang"). Hüten wir uns vor der chinesischen Ideologie.
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