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Demonstrierende am vergangenen Sonntag an der Kundgebung in Chemnitz (unkom.)
Aus News-Clip vom 26.08.2019.
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Demo und Gegendemo Proteste ein Jahr nach der Gewalttat von Chemnitz

  • Ein Jahr nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-Jährigen haben in Chemnitz hunderte Rechtsextreme demonstriert.
  • An der Kundgebung, zu der das Bündnis «Pro Chemnitz» aufgerufen hatte, nahmen am Sonntagabend rund 450 Menschen teil.
  • Ebenfalls hunderte Menschen gingen bei Gegendemonstrationen auf die Strasse.

Die Polizei war mit rund 600 Einsatzkräften vor Ort und nahm drei Strafanzeigen auf: Ein 19-Jähriger wurde vorläufig festgenommen, weil er bei der Pro-Chemnitz-Kundgebung den Hitlergruss gezeigt hatte, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte.

Gegen ihn wird wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Ausserdem gab es Strafanzeigen gegen zwei Männer, die sich offenbar gegenseitig beleidigt hatten.

Erinnerung an Gewalttat

Vor einem Jahr war in Chemnitz am Rande des Stadtfestes ein 35-Jähriger bei einem Streit erstochen worden. Die Gewalttat löste in Chemnitz eine Reihe ausländerfeindlicher Demonstrationen und teils gewaltsame Ausschreitungen von Rechtsextremen aus, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten.

Am vergangenen Donnerstag wurde ein Syrer wegen des Angriffes zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Huwiler  (huwist)
    Der Syrer wurde verurteilt.Und ich gehe davon aus, dass dies zu Recht geschah.
    Die Demo versucht aber alle Syrer zu verurteilen bzw. eigentlich sogar alle Einwanderer. Dagegen muss man sich wehren.
  • Kommentar von Stefano Simeone  (SteSi)
    Abstrus, dass es gegen eine Demo aufgrund eines Mordes eine Gegendemo gibt, die offensichtlich das Geschehene beschwichtigen soll bzw. auf andere Probleme hinweisen. Dabei ist es völlig egal, wer mit welchem Hintergrund agiert.
    1. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Die Gegendemo will nicht das Geschehene beschwichtigen, sondern den gefährlichen gesellschaftlichen Entwicklungen entgegenwirken. Ihr Post wirkt in seiner Art der Beschwichtigung und damit auch ein Stück weit der Rechtfertigung der angeprangerten Entwicklung.
    2. Antwort von Maria Meier  (MMeier)
      Niemand will beschwichtigen und niemand will diesen Mord beschönigen. Aber an besagter Demo gings eben nicht um Beileidsbekundungen, sondern um den Versuch den Mord zu instrumentalisieren um Stimmung zu schüren gegen Menschen, die mit der Tat nichts zu tun hatten und die Tat auch nie befürworten würden. Und gegen solches Tun die Stimme zu erheben ist legitim und richtig und in einem Land mit Meinungsäusserungsfreiheit auch legal.
    3. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      @Simeone: Ihnen sei die gestrige Sendung im ARD zu Chemnitz und den Entwicklungen im letzten Jahr ans Herz gelegt. Gegen Ende sehen Sie, wie sich Freunde des Verurteilten mit der Freundin und Familienangehörigen des Opfers austauschen. Das steht im krassen Kontrast zu den Äusserungen, Slogans und Absichten der Teilnehmer der Hauptdemonstration.
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Es gilt die Unschuldsvermutung.
    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Er wurde schuldig gesprochen und nun wird er wohl in die Revision gehen. Eigentlich müsste er wissen wer, wenn er nicht auch, da genau die Tat vollbracht hat. Er scheint aber da einfach zu schweigen.
    2. Antwort von Maria Meier  (MMeier)
      Ja, das ist so in einem Rechtsstaat. Und das ist auch gut so.
    3. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      und ich dachte doch, dass der Syrer verurteilt wurde.