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Legende: Video Tausende «Gelbwesten» protestieren wieder abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.04.2019.
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Demos in Frankreich Tausende «Gelbwesten» protestieren – zahlreiche Festnahmen

  • In Paris und anderen französischen Städten haben sich Mitglieder der «Gelbwesten»-Bewegung erneut zu Demonstrationen zusammengefunden.
  • Bis zum frühen Nachmittag demonstrierten laut Behörden insgesamt 9600 Menschen, davon 6700 in Paris.
  • In Paris kam es erneut zu Spannungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Die «Gelbwesten» protestierten hauptsächlich im Osten von Paris und sammelten sich schliesslich auf dem Platz der Republik. Nach Behördenangaben gingen 27'900 Menschen in ganz Frankreich auf die Strasse, davon 9000 in Paris. Die «Gelbwesten» machten deutlich höhere Angaben. Eine Woche zuvor hatten nach offiziellen Angaben 31'000 Anhänger der Protestbewegung demonstriert.

Mehr als hundert Menschen seien festgenommen worden, berichtete der Sender FranceInfo unter Berufung auf die Polizeipräfektur. Ausserdem habe es mehr als zehntausend präventive Kontrollen gegeben.

Enormes Polizeiaufgebot

Rund um die bei einem Brand schwer beschädigte Kathedrale Notre-Dame und die Champs-Élysées sind keine Proteste erlaubt. Auf der Prachtmeile war es in der Vergangenheit immer wieder zu heftigen Ausschreitungen gekommen.

Für das Osterwochenende hatten einige Führungsfiguren der zersplitterten Bewegung bereits vor Wochen zu Protesten aufgerufen und mobilisiert. Frankreich hatte sich daher erneut auf schwere Krawalle vorbereitet – der Innenminister hatte ein grosses Sicherheitsaufgebot angekündigt. Ärger gab es unter einigen Anhängern der Bewegung über die hohen Spenden, die in kurzer Zeit für den Wiederaufbau der Notre-Dame zusammenkamen.

Seit fünf Monaten aktiv

Es ist bereits das 23. Protestwochenende der «Gelbwesten»-Bewegung – und das letzte, bevor Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag seine Reformpläne vorstellt, die er unter dem Druck der anhaltenden Demonstrationen entwickelt hat.

Die «Gelbwesten» protestieren seit fünf Monaten für mehr soziale Gerechtigkeit und niedrigere Steuern. Im Dezember hatte Macron zunächst Zugeständnisse im Umfang von rund zehn Milliarden Euro angekündigt, unter anderem einen höheren Mindestlohn. Von Mitte Januar bis Mitte März liess der Präsident die Bürger zudem im Rahmen einer «grossen nationalen Debatte» befragen, um «die Wut in Lösungen zu verwandeln».

Legende: Video Aus dem Archiv: Warum Macron die «Gilets Jaunes» nicht los wird abspielen. Laufzeit 12:18 Minuten.
Aus Rundschau vom 09.01.2019.
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24 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Küng (NestorBS)
    Na ja, wen wundert das? Bei allem Verständnis: für altes holz und gestein scheint geld in der regierung vorhanden zu sein...
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  • Kommentar von Bruno Meier (Bruno Meier)
    Frankreich war und wird nie nötige Reformen durchführen. Alle bisherigen Präsidenten/Regierungen sind daran gescheitert. Alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann, aber niemand will Abstriche machen. Es funktioniert nicht, offene Grenzen & Handel, Personenfreizügigkeit etc. und dabei grosszügige Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen des Staates. Irgend jemand muss zuerst das Geld verdienen und steht dabei im vollen Wettbewerb der EU. Sind Naturgesetze 1+1=2 so einfach, nicht kompliziert.
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    1. Antwort von Marc Bühler (Capten Demokratie)
      Sie meinen das Geld aufnehmen. Geld entsteht ja nicht durch Arbeit wie wir seit der Vollgeldinitiative wissen. Sondern durch Kreditvergabe. Wobei es durchaus möglich wäre die Geldschöpfung statt an das Kreditsystem in ein System umwandeln wo Geld durch Arbeit entsteht. Denn bei Fiat Money spielt es keine Rolle durch was das Geld in Umlauf kommt. Damit hätte man dann auch den Inbegriff einer Markwirtschaft. Die schlechtesten Jobs wären die, die am meisten Verdienen würde.
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    2. Antwort von Beat Kessler (KLERUS)
      @Maier: Sie wissen schon das sich Frankreich exakt an den Maastricht- Vertrag hält? Und wenn Sie dies wissen, wissen Sie auch wer sich nicht daran hält und so mit die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb einer Währungsunion missbraucht? Als kleiner Tipp empfehle ich Ihnen einen der vielen Vorträge von Prof. Dr. Flassbeck! Mit freundlichen Grüßen
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  • Kommentar von Paul Graber (PG)
    Selbstverständlich sind wieder mal die Gelbwesten die Schuldigen. Es sind nicht die Gelbwesten, welche Chaos verbreiten - es ist die Politik der Herrn Macron und seiner Freunde in der EU. Die Leute gehen ganz sicher nicht aus Spass auf die Strasse - nein sie kämpfen für Dinge, welche wir in der Schweiz noch für selbstverständlich erachten.
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    1. Antwort von Walter Zaugg (Saturn)
      Von welchen Dingen sprechen Sie. Meinen Sie etwa die Tatsache das wenn in Frankreich jemand im Spital eingeliefert wird welcher keine Karankenkasse bezahlt der Staat dann die Kosten über nimmt. Reden Sie von der 35 STD Woche. Nur zwei Beispiele was wir hier nicht haben aber die Franzosen schon . Und es gibt noch weitere Beispiele welche in Frankreich selbstverständlich sind, was wir hier in der CH nicht haben. Bevor der Staat das Geld ausgeben kann muss genau dieses zuerst erwirtschaftet werden
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    2. Antwort von Max Wyss (Pdfguru)
      Interessant ist, dass (gemäss LaProvence) einer der Anführer der Gilets Jaunes bei der Europawahl auf der Liste einer Gruppierung kandidiert, für welche die Nationalen Fröntler von Frau LePen viel zu weit links ist…

      Das ist das Gedankengut der Gilets Jaunes (sofern dies nicht schon vollständig mit Chaoten durchwandert sind).
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    3. Antwort von Max Wyss (Pdfguru)
      @Saturn: Ob die 35 Stunden-Woche eine Errungenschaft ist, lässt sich diskutieren (es gibt aber einige, die krampfen sich (zumindest in der betreffenden Saison) den Arsch ab; 12 Stunden-Tage sind dabei nicht selten, und am Samstag wird auch noch gearbeitet).

      Hingegen ist generell das Gesundheitswesen, gerade für geringe Einkommen, so etwa das zahlbarste was es gibt. (nur sehr schwer mit der Schweiz vergleichbar, da komplett anders strukturiert).
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    4. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      @Zaugg: Und wer erwirtschaftet das Geld? Ganz sicher nicht die Linken. Die geben es einfach aus, mit vollen Händen.
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