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Deutlich abgeschwächt Zyklon «Fani» erreicht nun Bangladesch

  • Der stärkste Zyklon seit vielen Jahren ist auf Indiens Ostküste getroffen und hat grosse Zerstörung angerichtet.
  • In der Gegend um Puri gab es nach Behördenangaben acht Todesfälle, mehr als 160 Menschen mussten in Spitälern behandelt werden.
  • Auf seinem weiteren Weg in Richtung Bangladesch schwächt sich Fani deutlich ab.
Legende: Video Aus dem Archiv: Indien von Zyklon «Fani» getroffen abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.05.2019.

Die Meteorologiebehörde in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka mass Windgeschwindigkeiten von bis zu 88 Stundenkilometern. In Dhaka und einigen Küstengebieten Bangladeschs gab es heftige Regenfälle. Die Häfen wurden zunächst geschlossen. Das Auge des Zyklons befand sich am Nachmittag (Ortszeit) westlich der Hauptstadt, wie der Direktor der Meteorologiebehörde sagte.

Zuvor hatte «Fani» die indische Küste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern erreicht. Die Stromversorgung, Befahrbarkeit der Strassen sowie Telefon- und Mobilfunknetze seien alle stark beeinträchtigt, teilte die Katastrophenschutzbehörde des indischen Bundesstaates Odisha mit. Eine grosse Zahl von Bäumen und Strommasten sei umgestürzt. Im Bezirk Puri seien alle aus Lehmziegeln gebauten Häuser schwer beschädigt.

Ausserdem wurden Anbauflächen in grossem Massstab verwüstet. Fernsehbilder aus der Luft zeigten ländliche Gebiete, die unter Wasser standen. Odisha ist einer der ärmsten Bundesstaaten Indiens.

Karte
Legende: Der Sturm bewegte sich in nordöstlicher Richtung über die Küstenregion und schwächte dabei etwas ab. SRF

Millionen Menschen evakuiert

In beiden Ländern waren zuvor Küstengebiete geräumt und Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Allein in Odisha wurden nach Angaben der Regierung mehr als eine Million Menschen binnen 24 Stunden in mehr als 4000 Notunterkünfte gebracht. In Bangladesch sollen laut der Katastrophenschutzbehörde rund 2.5 Millionen Menschen von der Evakuierung betroffen sein.

«Fani» gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet am Golf von Bengalen seit 1999, als mehr als 10'000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 km/h erreicht.

Legende: Video FOKUS: Warum gibt es immer mehr Extrem-Stürme? abspielen. Laufzeit 06:51 Minuten.
Aus 10vor10 vom 03.05.2019.
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2 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Was in den Köpfen hängen bleiben soll: es gibt immer mehr und stärkere Wirbelstürme. Sogar IPCC selber kommt zum Schluss, es gäbe statistisch weder mehr noch stärkere Wirbelstürme in letzten Jahrzehnten. Was aber IPCC nicht sagt, dass es in 1950er und 60er Jahren klar mehr und stärkere Wirbelstürme gab. Was sicher geändert hat: Medien berichten in letzter Zeit in grosser Aufmachung über jeden Wirbelsturm aus der hintersten Ecke der Welt als Top-News.
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    1. Antwort von Adrian Weber  (Pöbel)
      Ja, Naturkatastrophen hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Die Frage ist, was wir daraus lernen und wie wir uns auf zukünftige vorbereiten. Die Klimaforschung prognostiziert mehr und heftigere. Zudem erwartet uns ein Anstieg des Meeresspiegels, was milliarden Menschen betrifft. Was können wir dagegen tun? Weiter machen wie bisher und abwarten? Ist es das, was sie uns mit ihrem Kommentar sagen wollen?
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