- Ein Zugbegleiter ist nach einem Angriff in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn gestorben.
- Die Tat ereignete sich während einer Ticketkontrolle.
- Der 26-jährige mutmassliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat ein 26-jähriger Grieche ohne Wohnsitz in Deutschland den Zugbegleiter am Montagabend angegriffen, als der Regionalexpress den Bahnhof Landstuhl im südwestlichen Bundesland Rheinland-Pfalz verlassen hatte.
Da der 26-Jährige kein Billett vorzeigen konnte, sollte er des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zugbegleiter wurde demnach vor Ort reanimiert. Er erlag jedoch seinen Verletzungen.
Wie genau der Angriff ablief, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Der Täter sei gefasst worden und schweige bisher zu den Vorwürfen, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken. Eine Obduktion am Mittwoch soll die genaue Todesursache klären. Eine Waffe sei wohl nicht zum Einsatz gekommen.
Ein schwarzer Tag für die Deutsche Bahn
Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, schrieb in einem Beitrag auf der Plattform Linkedin, der Tod des Mitarbeiters mache sie «fassungslos und traurig». Es sei ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner. «Wir alle müssen uns die Frage stellen, warum es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen kommt», so Palla.
Verkehrsminister Patrick Schnieder zeigte sich fassungslos: «Es ist furchtbar, dass ein Kundenbetreuer bei der normalen Ausübung seiner Arbeit ums Leben kommt – getötet durch rohe und sinnlose Gewalt.»
Übergriffe kommen häufig vor
In Deutschland gehören Angriffe auf das Bahnpersonal zum Alltag. Von Januar bis Ende Oktober 2025 wurden 2987 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn Opfer von Straftaten. Darunter waren 1148 Bedrohungen, 1231 Körperverletzungen und 324 gefährliche Körperverletzungen. Das zeigen Zahlen des Innenministeriums.