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Bank-Aktien zogen nach Trumps Dekreten an.
Aus HeuteMorgen vom 04.02.2017.
abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
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Finanzmarkt-Dekret von Trump Die Folgen entfesselter US-Banken

Das amerikanische Dodd-Frank-Gesetz soll verhindern, dass erneut der Steuerzahler für die Rettung von Banken zur Kasse gebeten werden kann. Nun könnte dieses Gesetz bereits wieder aufgeweicht werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die von Trump auf den Weg gebrachten Dekrete richten sich an die Verwaltung, die Änderungen am Gesetz zur Finanzmarktregulierung vorschlagen soll.
  • Finanzanalysten halten weltweite Auswirkungen einer Reform des Dodd-Frank-Gesetzes für wahrscheinlich.
  • Bankenaktien legten am Freitagabend an der Wall Street teils deutlich zu.

Schon nach seinem Wahlsieg hatte Präsident Donald Trump angekündigt, den Finanzmarkt deregulieren zu wollen. Jetzt ist der Startschuss dazu erfolgt.

Ich kenne viele Leute, Freunde von mir mit wunderbaren Firmen, die haben wegen der Regeln Mühe, bei Banken Geld aufzunehmen
Autor: Donald TrumpUS-Präsident

Bei einem Treffen mit Bankern und Managern sagte Trump: «Ich erwarte, dass wir zahlreiche dieser Vorschriften abschaffen. Ich kenne viele Leute, Freunde von mir mit wunderbaren Firmen, die haben wegen der Regeln Mühe, bei Banken Geld aufzunehmen.»

Die Dekrete richten sich an die Verwaltung. Sie soll Änderungen vorschlagen, die sofort vorgenommen werden können. Zudem sind die Republikaner im US-Parlament daran, das Gesetz anzupassen.

Weltweite Auswirkungen wahrscheinlich

Das Dodd-Frank-Gesetz ist eine Folge der Finanzkrise 2008. Banker und Spekulanten hatten mit hochriskanten Wertpapieren das Finanzsystem an den Rand des Kollapses geführt. Nur das Einspringen des Steuerzahlers konnte am Ende das Schlimmste verhindern. Trotzdem gingen zahlreiche Firmen Pleite, verschuldete Hausbesitzer wurden aus ihren Immobilien verdrängt, die Arbeitslosigkeit in den USA stieg rasant an.

Laut Experten kann eine Reform des Dodd-Frank-Gesetzes weltweit Auswirkungen haben. Viele Staaten haben ihre Vorschriften auf die USA ausgerichtet und müssten wohl ebenfalls ihr Regulierungsniveau senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein Kröte für Trumps Wähler

Auch bleibt abzuwarten, wie Trump dieses Vorhaben seiner eigenen Wählerschaft schmackhaft macht. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter litten besonders unter den Folgen der Krise.

Im Wahlkampf attackierte Trump in TV-Spots noch die Finanzelite. Jetzt arbeiten Top-Banker im Kabinett oder als Berater bei der Reform mit. Das hat unter bankenkritischen Demokraten bereits heftige Reaktionen ausgelöst. Die Bankenaktien legten hingegen gestern zu, die Wall Street schloss mit einem Plus.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Lüscher  (Lol)
    Die schlimmste Aufhebung wer diejenige unter Clinton als er den Glass Steagall Act gehoben hat. Seither zahlen die Banken den Sparern immer weniger Zinsen und die Banken bzw. die ganze Finanzbranche hat das Sagen hinter den Politiker übernommen. Was unter Obama kann, wahren lediglich Kosmetikübungen.
  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Es ist ja gar nicht bekannt was die Auswirkungen sein werden, denn die Umsetzung ist ja nicht bekannt. Es ist aber bekannt dass der Gesetzgeber dort manchmal zur Überreaktion neigt. Beispiel: Der Sarbanes-Oxley Act, der aufgrund des Enron Skandals gegen "krative Buchführung" erstellt wurde. Der SOX hat inzwischen ein mehrfaches an Schaden angerichtet als all diese Skandale zusammen je hätten anrichten können, denn er lähmt Firmen in erschreckender Weise. Also: verhalten positiv, aber abwartend.
  • Kommentar von Bruno Vogt  (bru.vogt)
    Dodd-Frank war ein zahnloser Tiger, ein Geschenk der Obama Administration der in Anbetracht der Schwere der Krise 2008, eigentlich viel rigoroser hätte sein sollen. Aber mit Ex-Glodman Sachs Mitarbeiter Geithner als Finanzminister, konnte man ja nicht viel mehr erwarten. Hätte man wirklich gewollt, das die Spekulationen an den Märkten unter Kontrolle gebracht werden, hätte Glass-Steagall wieder eingeführt werden müssen. Clinton hat dieses Gesetz in den 90er Jahren aufgehoben.