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International Donald Trumps Wurzeln in der Pfalz

Donald Trumps Grossvater wanderte einst aus der Pfalz in die USA aus – und arbeitete dort Ende des 19. Jahrhunderts zunächst als Friseur. Noch immer steht des Grossvaters Geburtshaus in Kallstadt. Im Interview erklärt Bürgermeister Jaworek, was sein Ort heute noch mit Trump zu tun hat.

Trump vor ienem Mikrofon.
Legende: Donald Trumps Wurzeln liegen im pfälzischen Kallstadt. Imago

SRF News: Wie beobachtet man in ihrem 1200-Seelendorf das Geschehen in den USA?

Thomas Jaworek, Ortsbürgermeister von Kallstadt: Wir gucken gespannt in die USA und wundern uns schon, wie lange es dauert, bis Donald Trump dann tatsächlich Kandidat fürs US-Präsidentenamt ist.

Wegschilder, die auf Hotels, Hotels und Gästehäuser weisen.
Legende: Aufnahme aus Kallstadt von 2010: Damals war das «Gästehaus Trump» noch aufgeführt. Imago

Trumps Grossvater Frederick soll 1885 als junger Mann in die USA ausgewandert sein. Wer war dieser Frederick Trump?

Es wird immer wieder erzählt, dass er nicht zurückkehren durfte, weil er fahnenflüchtig war. Er hatte sich dem Militärdienst in Bayern entzogen. Nur eine Petition beim bayrischen König hätte ihm die Rückkehr erlaubt. Ob es allerdings dazu kam, weiss ich nicht. Das müssen wir sicher mal noch herausarbeiten.

Begegnet man in Kallstadt noch Spuren Trumps? Ist der Name zum Beispiel noch gebräuchlich?

Es gibt keine Familie Trump mehr im Ort. Das Weingut und Gästehaus Trump ging in den letzten zehn Jahren konkurs. Es gibt noch ein altes Schild beim Weingut, der Name Trump ist allerdings entfernt worden und es steht nur noch «Weingut» drauf. Insofern merkt man von den Trumps hier nichts mehr, ausser, wenn sich Medienvertreter für das alte Trump-Haus interessieren.

Was ist das für ein Haus?

Das ist eigentlich ein kleines, unscheinbares Haus in der Freinzamer Strasse. Es ist anderthalbstöckig, hat also ein Vollgeschoss und dann kommt direkt das Dach, ein bisschen windschief. Also alles andere als die Trump-Towers, die man in Manhattan kennt.

Ist es in Kallstadt denn kein Thema, Donald Trump etwas zu widmen? Etwa eine kleine Mauer oder eine Sackgasse?

Nach unserer Tradition werden Strassen nach Weinbergslagen benannt. Deshalb kann ich wohl ausschliessen, dass wir nun plötzlich Personen als Namensgeber für unsere Strassen nehmen. Denn dann hätten wir ja auch noch andere Namen zu vergeben. So kommt etwa die Familie Heinz Ketchup aus Kallstadt oder der Künstler und Bildhauer Peter Verschaffelt.

Auch die Familie Heinz Ketchup stammt aus Kallstadt.

Wie wirkt sich denn die prominente Verbindung in die USA auf Ihr Dorfleben aus?

Die Presse suggeriert ein bisschen, dass bei uns das Chaos ausgebrochen wäre, was überhaupt nicht der Fall ist. Wir haben viel mehr Touristen und Gäste bei uns, die wegen dem Wein kommen und um in die Gaststätten zu gehen als die paar Vertreter der Medien, die wegen Trump mit Mikrofon und Kamera durch den Ort ziehen. Sehr viele Bürger kriegen da überhaupt nichts mit.

Was wird, falls Donald Trump am Ende doch US-Präsident werden sollte? Was planen Sie da?

Im Moment noch gar nichts, denn das ist noch ein sehr langer Weg. Falls er es dann doch werden sollte, müsste er zuerst wohl zeigen, dass man stolz auf seine Leistung als US-Präsident, als mächtigster Mann der Welt, sein kann.

Das Gespräch führte Simone Fatzer.

14 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ja, es sind viele Menschen aus Deutschland nach USA ausgewandert. Es waren vor allem die kräftigen, mutigen und diejenigen die sich nicht mehr vom Regime unterdrücken lassen wollten. Nun wollte Obama Europa nach Amerika bringen, somit wehren sich die gleichen Menschen die ausgewandert sind, auch hier wieder.
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  • Kommentar von Hans Zaugg (Hans Zaugg)
    Jedem Grossvater kann es passieren, dass sein Grosskind ein Grossmaul ist.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ich denke dass Trump gute Chancen hat US-Präsident zu werden. Zudem hat er die Gene der fleissigen Deutschen in sich , die immer schon sehr pragmatisch vorangingen und viele Erfolge der USA gehen auf Deutsche Auswanderer zurück. Das muss man einfach neidlos anerkennen. Mir sind solche Leute lieber, wie die, welche sich in unsere Hängematten legen. Alle die ihn nun schlecht machen wollen , sind die ersten die ihm dann in den Hintern kriechen. Er ist ein Macher, das braucht die USA dringend !
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Ich hoffe nur, dass Trump nicht wie Obama, nur laferet, sondern wirklich auch lieferet. Dann könnte er ein guter Präsident werden, dank seiner deutschen Wurzeln. ich habe übrigens Ende der 50er Jahre, anlässlich meiner Ferien bei einer befreundeten Familie in der Pfalz ebenfalls einen sehr eindrücklichen und äusserst engagierten Wahlkampf miterleben dürfen. Ich bekam auch ein CDU Fähnchen in die Hand gedrückt.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      ......sicher gibt es hier nicht wenige, die sogar deutscher Zunge sind, aber meinen nicht deutscher Nationalität zu sein und sozusagen andere Gene als die Deutschen intus zu haben.
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Nicht Dank seiner deutschen Wurzeln. Er versteht es einfach die Massen zu begeistern. Er ist in seiner Polemik und seinem Auftreten nicht zu unterschätzen. Und die Gefahr ist gross, dass er gewählt wird, wenn nicht Im letzten Moment noch ein anderer ihn überholen kann. Aber wenn es nur Clinton ist, dann lieber den Clown Trump. Nur wissen wir alle nicht, was in der Mogelpackung alles drin steckt.
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