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Polizei und Demonstranten treffen aufeinander am Place de la Republique
Aus News-Clip vom 02.02.2019.
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Dutzende Festnahmen «Gilets Jaunes» protestieren gegen Polizeigewalt

  • Zehntausende «Gilets Jaunes» sind in verschiedenen Städten Frankreichs auf die Strasse gegangen.
  • Viele protestierten dabei auch gegen das aus ihrer Sicht brutale Vorgehen der Polizei, nachdem zahlreiche Demonstranten seit Beginn der Protestbewegung im November bei Zusammenstössen verletzt worden waren.
  • Gemäss dem Innenministerium protestierten landesweit 58'600 Personen, davon 10'500 in Paris. In der Vorwoche waren es nach offiziellen Schätzungen noch rund 69'000 Menschen gewesen.

Mit Protesten gegen eine geplante Benzinpreiserhöhung hatte die Bewegung im November begonnen. Inzwischen richtet sie sich aber allgemein gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung Macrons.

Augenklappen für die Verletzten

Die Demonstranten riefen Parolen gegen den Präsidenten und sangen die französische Nationalhymne. Einige trugen Augenklappen, um an Verletzte zu erinnern, die durch Gummigeschosse der Polizei ihr Auge verloren hatten. Laut einem Bericht der Zeitung «Liberation» gab es 14 solche Fälle. Fernsehbilder zeigen kleiner Konfrontationen mit der Polizei. Es gab 30 Festnahmen.

Am Freitag hatte das oberste französische Verwaltungsgericht einen Antrag zurückgewiesen, der Polizei den Einsatz von Gummigeschossen zu untersagen. Die Menschenrechtsbeauftragte des Europarates, Dunja Mijatović, hatte sich Anfang der Woche besorgt über die Zahl und Schwere der Verletzungen als Folge staatlicher Gewalt geäussert.

Innenminister Christophe Castaner dagegen beklagte Vandalismus und Angriffe auf die Polizei. In der Stadt Valence südlich von Lyon zeigte die Präfektur Fotos von Knüppeln, Messern, Helmen und Gasmasken, die beschlagnahmt wurden und meldete 14 Festnahmen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von A. Theilkaes  (Venceremos)
    Wenn ein System eine mit jedem Tag ungerechtere Gesellschaft erzeugt, wird dieser Entwicklung bald ein autoritärerer Staat folgen. Die Reichen wollen geschützt werden. Hüten wir uns davor, uns selbst das Gefängnis zu bauen, in das wir dereinst vielleicht selbst mal geworfen werden, wilkürlich.
  • Kommentar von A. Zuckermann  (azu)
    Frankreich sollte sich ein Beispiel an Bern nehmen. Hier tragen die Gummi-Schrott-Projektile sogar "Smilyes"... einfach immer Freundlich bleiben =)
  • Kommentar von C. Gustavs  (C.Gustavs)
    Also Teile der Gelbwesten haben im November Paris in Schutt und Asche gelegt, etwas überspitzt formuliert. Sie haben massenhaft schaden an unbeteiligten & unschuldigen Mitbürgern angerichtet. Und jetzt wird allenernstens protestiert, weil die Polizei als Reaktion darauf Festnahmen durchführt??? Es ist vom Polizeistaat die Rede? Sorry, nein!
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Sie haben enormen Schaden angerichtet. Und dem muss
      Einhalt geboten werden. Aber eine Stadt in Schutt und Asche zu legen ist wohl nicht möglich.
    2. Antwort von Dölf Meier  (Meier Dölf)
      Es gibt nicht nur liebe Menschen, sondern auch böse!! Deshalb sind Demonstrationen gefährlich. Nimmt das weltweiten Umfang an, so ist die Welt n.Chr. am Ende.