Zum Inhalt springen
Inhalt

«Echter Partner» und «Freund» So reagiert die Welt auf den Tod von George Bush senior

Barbara und George H.W. Bush hintereinander gehend.
Legende: Sieben Monate später folgt nun George H.W. Bush seiner Frau Barbara. Keystone / Archiv
  • Die Anteilnahme am Tod von Ex-Präsident George H.W. Bush ist gross.
  • Aus der ganzen Welt treffen bei der Familie Bush Beileidsbekundungen ein.
  • Unter anderen zeigen US-Präsident Trump, Barack Obama oder Michail Gorbatschow ihre Anteilnahme.

US-Präsident Donald Trump würdigte seinen Vorgänger in einer Mitteilung: Durch seine Authentizität, seinen Witz und sein unerschütterliches Bekenntnis zum Glauben, zur Familie und zum Land habe Bush Generationen von Amerikanern zum öffentlichen Dienst inspiriert, hiess es in der Mitteilung des Weissen Hauses.

Bush habe immer einen Weg gefunden, die Messlatte höher zu setzen. «Mit einem zuverlässigen Urteilsvermögen, gesundem Menschenverstand und einer unerschütterlichen Führung brachte Präsident Bush unsere Nation und die Welt zu einem friedlichen und siegreichen Abschluss des Kalten Krieges.»

Dem Historiker Mark Updegrove zufolge hatte George H. W. Bush keine gute Meinung von Donald Trump und wählte ihn im November 2016 auch nicht – obwohl er der Kandidat seiner Partei war.

Der demokratische Ex-Präsident Bill Clinton, dem Bush im Präsidentschaftswahlkampf 1992 unterlegen war, dankte Bush für dessen Freundschaft. Er sei für jede Minute dankbar, die er mit Bush verbringen konnte.

Obama: «Bush war ein Patriot und Diener»

Der demokratische Ex-Präsident Barack Obama zeigte sich bestürzt über den Tod von George H. W. Bush. Amerika habe einen «Patrioten und bescheidenen Diener» verloren, hiess es in einer Erklärung von Barack und Michelle Obama. «Während unsere Herzen heute schwer sind, sind sie auch voller Dankbarkeit.» Bush habe sein Leben einem Land gewidmet, das er geliebt habe. Er hinterlasse ein Vermächtnis, das niemals erreicht werden könne, «auch wenn er gewollt hätte, dass wir alle es versuchen».

Gorbatschow: «Ein echter Partner»

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow sprach ebenfalls den Angehörigen sein Beileid aus. Er habe mit Bush in einer «dramatischen Zeit» zusammengearbeitet, sagte der 87-Jährige in Moskau. «Das Ergebnis war die Beendigung des Kaltes Krieges und des Rüstungswettlaufs.» Bush sei ein «echter Partner» gewesen, sagte Gorbatschow.

Macron: «Bush war ein grosser Anführer»

Der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Bush als «grossen Anführer». Er habe die Allianz mit Europa immer unterstützt, schrieb Macron auf Twitter. «Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Menschen, die ihm nahe standen.» Im Namen der Franzosen sprach er den Amerikanern sein Beileid aus.

Steinmeier: «Bush prägte einen der grossen Umbrüche»

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush als einen «wahren Freund» Deutschlands bezeichnet. In einem Kondolenzschreiben an US-Präsident Donald Trump betonte Steinmeier, Bush habe einen der grossen Umbrüche der Weltpolitik entscheidend geprägt. «Ohne das Vertrauen und die Freundschaft der Vereinigten Staaten und ihres Präsidenten wäre die deutsche Einheit nicht möglich gewesen.» Deutschland werde Bush ein ehrendes Andenken bewahren.

May: «Freund Grossbritanniens»

Die britische Premierministerin Theresa May hat Bush als Freund ihres Landes und als Friedensstifter gewürdigt. «Präsident Bush war ein echter Freund Grossbritanniens und das zuverlässige Gegenüber und der Vertraute zweier Premierminister. Sein staatsmännisches Können, seine Weisheit und seine Freundschaft werden sehr vermisst werden», schrieb May auf Twitter.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Ex-CIA-Mitarbeiter Ray McGovern, der direkt unter Bush senior, damals CIA-Direktor, arbeitete: "George H. W. Bush was up to his neck in the crimes of Iran-Contra". Gemäss Robert Parry war H.W. Bush in einem Fall von Staatsterrorismus involviert (Ermordung eines chilenischen Dissidenten in New York, Op.Condor). Personen in solch hohen Ämtern eines solch kriminellen Staat sind nicht zu beneiden, werden viele gute Wünsche gebrauchen können auf dem weiteren Wege. RIP
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Fischer (Peter Fischer)
    So ist dass, wenn ein Prinz stirbt, die ganze Welt kondoliert. Schon zu seiner Zeit hat man die Öffentlichkeit schamlos angelogen, z.B. dass die Iraker Kuwaitische Babies aus den Brutkästen entfernt hätten. Langsam sehen wir, was 'New World Order' ist, gut für wenige, andere zu kontrollieren. Zu Junior: Hat dort weitergemacht, wo sein Vater angefangen hat. Er musste den Erdloch-Saddam exekutieren, da der richtige schon 1999 starb. Das Resultat heute lässt sich sehen, genau das was man wollte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Müller (Samuel Müller)
    „Dem Historiker Mark Updegrove zufolge hatte George H. W. Bush keine gute Meinung von Donald Trump ... .“ Was soll denn dieser Seitenhieb auf 20Minuten Niveau? Man findet irgend einen der die gewünschten Worte verzapft und zitiert ihn? Es ist schon gut wenn die Presse in ihrer Freiheit eher links steht. Aber eben ...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen