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Polizei veröffentlicht Videoaufnahmen der Täter in Aktion
Aus News-Clip vom 25.11.2019.
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Einbruch in Dresden Darum wird der Verkauf der Beute schwierig

Nach dem spektakulären Diebstahl bleibt die Frage: Können die Diebe die gestohlenen Juwelen überhaupt verkaufen?

Nach dem spektakulären Kunstdiebstahl in Dresden werden Fragen zum Ausmass des Schadens laut. Am Montagmorgen waren nach Polizeiangaben zwei Verdächtige in das Juwelenzimmer des Grünen Gewölbes der Schatzkammer eingedrungen und hatten eine Vitrine mit knapp 100 Objekten aufgebrochen. Dort lagen Schmuck, Edelsteine und Perlen.

Nach Angaben der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden handelt es sich weniger um einen materiellen Schaden als um eine kulturhistorische Katastrophe.

Kann man die gestohlenen Juwelen verkaufen?

Laut Experten ist der Verkauf gestohlener Diamanten auf dem freien Markt extrem schwer. Wie eine Sprecherin des Diamantenhandelszentrums von Antwerpen, dem wichtigsten einschlägigen Handelsplatz der Welt, sagt, sind die Händler eng vernetzt und haben über Datenbanken Zugriff auf Angaben zu gestohlenen Steinen weltweit.

Hehler dürften sich auf dem Antwerpener Markt auch nicht sicher fühlen: Die Händler hätten einen direkten Draht zur belgischen Polizei, das Diamantenviertel werde mit 2000 Kameras beobachtet.

Was haben die Täter mit der Beute vor?

Nach Angaben der Ergo-Versicherung, die auch Kunstwerke versichert, werden Schmuckstücke meist nicht wegen ihres historischen Wertes gestohlen, sondern aufgrund der hohen Wertkonzentration – kleiner Schmuck kann sehr hohen Wert haben. Wenn Objekte zerlegt werden, können sie in den Wirtschaftskreislauf geraten. Dadurch würden die Spuren der Täter verwischt.

Im Fall einer in Berlin gestohlenen Riesenmünze wurde das Goldstück gemäss Ermittlern zerstückelt und einzeln verkauft. Droht dieses Schicksal auch der Dresdner Beute?

Anders als bei der Zwei-Zentner-Goldmünze «Big Maple Leaf» aus dem Bodemuseum, die sich leicht als Gold verwerten lässt, behalten die Dresdner Juwelen nur als ganze Stücke ihren einzigartigen Wert. Zwar lässt sich etwa eine Brosche oder ein Diamant zerlegen. Händlern würde aber etwa durch die alte Schleiftechnik ein Diamant zweifelhaften Ursprungs sofort auffallen.

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Einbruch im Grünen Gewölbe
Aus Tagesschau vom 25.11.2019.
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10 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Ist man bei den Sicherungsmassnahmen nicht etwas blauäugig vorgegangen? Einen derartigen Schatz mit recht einfachen Mittel sichern zu wollen ist fragwürdig. Notstromversorgung in Sekunden wäre wohl das Mindeste was man erwarten kann. Die best verfügbaren Sicherheitsgläser usw. Bekommt man das wieder oder verschwinden die in irgendeiner Privatsammlung?
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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Nicht verkäuflich? Da sind die deutschen Nachrichtensender und Experten aber anderer Meinung. Die Diamanten und Edelsteine können neu geschliffen werden, und schwupps sind sie nicht mehr dem Raub zuzuordnen. So geht das.
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  • Kommentar von Kurt Häfliger  (kurto1956)
    So spektakulär dieser Diebstahl auch sein mag, so dilettantisch ist er letztlich! Wer solchen Schmuck kauft muss ihn ja verstecken denn sonst gibts Probleme ohne Ende! Und sagen wir 100Mio ausgeben, um die Stücke dann im Tresor aufzubewahren - wer kann denn nur so bescheuert sein, wobei nichts ist unmöglich! Tippe auch am ehesten auf Auftrags-Diebstahl, aber auch das ist letztlich unglaublich dumm!
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