- Zum 100-jährigen Bestehen drohen bei der Lufthansa Streiks.
- Für diesen Donnerstag sind zeitgleich Arbeitsniederlegungen der Pilotinnen und Piloten sowie des Kabinenpersonals angekündigt.
- Fluggäste würden von den kurzfristig angekündigten Streiks «extrem hart und unverhältnismässig» getroffen, erklärt die Lufthansa.
Eine genaue Zahl gestrichener Flüge wurde nicht genannt. Erst für den Freitag rechnet Lufthansa wieder mit der Rückkehr zum normalen Flugplan.
Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo haben Pilotinnen und Piloten sowie Kabinenpersonal zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Grundsätzlich sollen die Starts der Gesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline von deutschen Flughäfen bestreikt werden.
Höhere Arbeitgeberbeiträge und neue Tarifverträge
Rund 4800 Pilotinnen und Piloten werden am Donnerstag ihre Arbeit niederlegen und für höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten streiken. Bereits im vergangenen Herbst hatten die Mitglieder in einer Abstimmung mit deutlicher Mehrheit für Arbeitskampfmassnahmen gestimmt.
Bisher hatte die Gewerkschaft aber auf einen Streik verzichtet. Nach sieben Verhandlungsrunden blieb auch ein vorerst letztes Angebot der Gewerkschaft nach ihren Angaben ohne Reaktion.
Die Kabinengewerkschaft Ufo will mit einem Warnstreik Druck machen – auch ohne vorherige Abstimmung unter den rund 20’000 Beschäftigten. Mit dem Streik will sie neue Tarifverträge für die Lufthansa und ihre Regionaltochter Lufthansa Cityline durchsetzen.
Nach Angaben der Gewerkschaft sind dort wegen der Konzernstrategie rund 800 Stellen gefährdet. Ufo will deshalb einen tariflichen Sozialplan aushandeln, der aber bislang vom Management verweigert werde.
Lufthansa will Auswirkungen für Fluggäste gering halten
Die Lufthansa will nach eigenen Angaben die Auswirkungen für ihre Fluggäste so gering wie möglich halten. Wenn möglich, würden von Flugstreichungen betroffene Fluggäste auf andere Airlines umgebucht.
Die Reisenden werden gebeten, ihre hinterlegten Kontaktinformationen zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Im Falle einer Annullierung sollen Passagiere mit hinterlegter Mobilfunknummer automatisch eine Benachrichtigung mit einer alternativen Reisemöglichkeit erhalten.