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Mord an Nemzow – Strippenzieher noch frei?
Aus Tagesschau vom 23.02.2016.
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International Eklat bei Medienkonferenz in Moskau

Am 27. Februar 2015 wurde der Oppositionspolitiker Boris Nemzow auf offener Strasse erschossen. Russische Sicherheitskräfte haben daraufhin fünf Tschetschenen festgenommen, die mit der Tat in Verbindung gebracht werden. Doch wer ist der Drahtzieher? Licht ins Dunkel will Ilja Jaschin bringen.

An Sicherheitsmassnahmen hat es heute nicht gefehlt im Zentrum von Moskau, wo der liberale Oppositionspolitiker Ilja Jaschin, ein enger Freund von Boris Nemzow, eine Medienkonferenz gab.

Jaschin stellte einen Bericht vor über den tschetschenischen Präsidenten und Putin-Günstling Ramsan Kadyrow. Der autoritär regierende Kadyrow stelle inzwischen eine Gefahr für den russischen Staat dar. Er verfüge quasi über eine Privat-Armee mit rund 30'000 Mann. Und: Ramzan Kadyrow sei für die Ermordung von Boris Nemzow vom 27. Februar 2015 verantwortlich. Jaschin forderte Putin auf, Kadyrow zu entlassen.

Ungehindert konnte Ilja Jaschin seinen Tschetschenen-Bericht aber nicht vorstellen: Er wurde mehrmals von Krawallmachern gestört. Sie bewarfen Jaschin mit Dollar-Noten. Und plötzlich räumte die Polizei den Saal – wegen einer angeblichen Bombendrohung.

Unschuldig oder Handlanger?

Für Oppositionspolitiker Jaschin steht ausser Zweifel, dass Kadyrow den Schutz des Kreml-Chefs geniesst. Nach zwei blutigen Tschetschenien-Kriegen hatte der russische Präsident Wladimir Putin die zerstörte Republik Kadyrow zur Befriedung überlassen.

Kadyrow selbst nimmt die Anschuldigung offenbar gelassen zur Kenntnis. In soziale Medien verunglimpfte er den Bericht von Jaschin als «Geschwätz».

Boris Nemzow – Tod an der Kremlmauer
Aus DOK vom 24.02.2016.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Hoffen wir nur, dass dieser Ilja Jaschin einer Verhaftung entgeht. Oder sich plötzlich in einem Lager in Sibirien befindet.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Sie schreiben widersprüchlich. Ich hoffe nur dass er einer Verhaftung entgeht. Lager in Sibirien wünsche ich niemandem!
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Ich schreibe nicht widersprüchlich und wünsche ihm auch keine Verhaftung. Aber oft fanden sich Systemkritiker etwas weiter von ihrem Wohnort wieder.
  • Kommentar von Marcel Chauvet  (xyzz)
    Meinungs- und Pressefreiheit nach Putin-Art. Nichts fürchtet Putin, wie übrigens alle Despoten so sehr wie Wahrheit. Bezahlte Krawallmacher, Putin-Apologeten, Putintrolle und organisierte Internet-Propagandisten sorgen permanent dafür, dass die Wahrheit verhindert oder mit ihrem Müll zugedeckt wird.
    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Russland wird von Putin regiert, da haben wir oder Sie überhaupt nichts zu meckern. Ich glaube die Russen haben ein sehr freies Leben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man dort beim Motorradfahren einen Helm tragen muss oder das Licht am Auto anschalten bei Sonnenschein.Ich bin auch sicher, dass die Russen nicht in einem "Hamsterrad" strampeln, wie wir das hier im Westen tun müssen, damit wir überleben können. Wir Westler werden vom Konsum getrieben, damit die Wirtschaft wächst. Auch Wahrheit!
    2. Antwort von Alfons Wilbert  (AlfWilbert)
      @M. Roe, Gwatt: Vielen Dank für Ihren sehr nützlichen und themenbezogenen Anmerkungen. Ich bin sicher, dass nun alle Motoradfahrer die es für unwichtig halten ihren Kopf zu behalten, sowie alle Autofahrer die Strom sparen wollen, sofort massenweise nach Russland gehen werden. Egal ob es Meinungsfreiheit gibt oder nicht…….
    3. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Frau Roe, es tut mir leid das sagen zu müssen, aber Ihr Kommentar ist etwas aus dem Märchenbuch.
  • Kommentar von Karl Paul  (Karl Paul)
    Von einem so starken Staat träumen auch viele Rechts-Bürgerliche in unserem Land. In den 80ern wünschte man die Linken nach Moskau: "Moskau einfach" hiess es damals. Heute ist alles anders.