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Ende des 1. Weltkriegs «Allerletzte Versöhnung» Frankreichs und Deutschlands

Legende: Video Merkel und Macron geben sich versöhnlich abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.11.2018.
  • Emmanuel Macron und Angela Merkel sind in Compiègne zusammengekommen, um des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zu gedenken.
  • In der Nähe von Compiègne wurde am 11. November 1918 in einem umgebauten Speisewagen der Waffenstillstand unterschrieben.

Die beiden besuchten ein Museum mit einem nachgebauten Waggon und enthüllten auf der Lichtung vor dem Museum eine neue Gedenktafel.

Bisher liegt hier eine Platte mit der französischen Inschrift: «Hier unterlag am 11. November 1918 der verbrecherische Hochmut des Deutschen Reiches, besiegt von den freien Völkern, die zu unterjochen es beansprucht hatte.»

Nach dem deutschen Einmarsch in Frankreich 1940 liess Adolf Hitler den historischen Waggon auf die Lichtung schaffen und diktierte den Franzosen dort persönlich die Kapitulation. Aus Macrons Umfeld hiess es, der «Ort der Revanche» werde nun durch den gemeinsamen Besuch mit Merkel zum Ort der «allerletzten Versöhnung» zwischen beiden Ländern.

Zahlreiche Staatschefs zu Gedenkzeremonie geladen

Nach der Gedenkfeier nimmt Merkel an einem gemeinsamen Abendessen in Paris teil. Am Sonntag ist im Beisein zahlreicher Staats- und Regierungschefs eine grosse Gedenkzeremonie am Pariser Triumphbogen geplant, bei der Macron eine Rede hält. Für das Wochenende hat Macron insgesamt rund 70 Staats- und Regierungschefs nach Paris eingeladen, darunter auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Mit Donald Trump hatte Macron bereits vor dem Treffen mit Merkel im Elyseée-Palast gesprochen.

«Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts

Der Erste Weltkrieg gilt für manche Historiker als «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts. Aus den Trümmern ging eine Vielzahl neuer Nationen in Mitteleuropa und auf dem Balkan hervor. Fast 9 Millionen Soldaten und mehr als 6 Millionen Zivilisten starben.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Oliver Knoll (Till422)
    Wenn es hilft, allen beteiligten Staatschefs und Völkern weltweit wieder einmal ins Bewusstsein zurückzurufen, welche Tragödie die Menschheit vor genau hundert Jahren erlebt hat und vor allem auch, welchen konstanten Effort es von allen braucht, damit sich so etwas nie wieder wiederholt, dann ist dieser Anlass jeden Cent wert!
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  • Kommentar von Andreas Hug (AndiHug)
    das kostet doch wieder millionen. aber für staatsbesuche sitzt halt das geld sehr locker.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (Chäsli)
    Lächerlich was uns da die Politiker in Paris und vor allem in Berlin vorspielen. Reisen sie durch Frankreich, selten finden sie in einem Hotelzimmer mehrere deutsche Programme, bei Sehenswürdigkeiten Programme in allen Sprachen, ausser in deutsch, Mittagessen in einem kleinen Gasthaus, erst als die Gastgeber merken, dass wir Schweizer sind tauen sie auf usw. Mir ist auch nicht klar, wie man das Verhältnis Frankreich, Deutschland verbessern könnte. Die Zeit wird es vermutlich heilen.
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