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Entscheidung des Senats US-Kongress stuft Massaker an Armeniern als Völkermord ein

  • Nach dem Repräsentantenhaus hat nun auch der Senat den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges als Völkermord anerkannt.

Die Verabschiedung der Resolution durch das Repräsentantenhaus Ende Oktober hatte zu neuen Spannungen zwischen den USA und der Türkei geführt.Nach dem Repräsentantenhaus verabschiedete nun auch der Senat am Donnerstag einstimmig eine entsprechende Resolution. In ihr heisst es, die USA würden den Völkermord an den Armeniern anerkennen und die Tötung von geschätzten 1.5 Millionen Armeniern durch das Osmanische Reich verurteilen.

Der demokratische Senator Bob Menendez hatte die Resolution in die Kammer eingebracht. Er teilte nach der Verabschiedung auf Twitter mit, der Senat habe sich erhoben, «um die Geschichte zu bestätigen». Was damals geschah, sei «ganz sicher» Völkermord gewesen. «Es gibt kein anderes Wort dafür. Es gibt keinen Euphemismus.»

Der demokratische Kongressabgeordnete Adam Schiff forderte US-Präsident Donald Trump auf, sich dem Kongress in der Sache anzuschliessen.

Während des Ersten Weltkrieges waren Armenier systematisch verfolgt und unter anderem auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt worden. Historiker sprechen von Hunderttausenden bis zu 1.5 Millionen Opfern.

Die Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches gesteht den Tod von 300'000 bis 500'000 Armeniern während des Ersten Weltkrieges ein und bedauert die Massaker. Eine Einstufung als Völkermord weist sie jedoch strikt zurück.

Protest aus Ankara

Die Resolution des Senats ist rechtlich nicht bindend, hat aber grosse Symbolkraft und Gewicht für die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei. Die türkische Regierung hatte bereits Ende Oktober scharfe Kritik
geübt, als vor dem Senat schon das Repräsentantenhaus eine vergleichbare Resolution verabschiedet hatte.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Berger  (Mila)
    Die Menschheit hat immer wieder unglaublich grausame Taten gegen zivile Bevölkerungen verübt. Ob als Genozid verurteilt, hängt leider davon ab,wer die Opfer und wer die Täter sind. So wird in den USA die Türkei zu Recht beschuldigt, 1916 über eine Mio Armenier geplant umgebracht zu haben, die eigene rassistische Geschichte wird gerne verschwiegen. Als Genozid gilt neben dem Holocaust auch die bewusste Aushungerung von Leningrad (872 Tage) mit 1 Mio Toten durch die deutsche Wehrmacht.
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  • Kommentar von Arthur Häberli  (Arthur Häberli)
    Mit Verlaub. Was hat das nun für eine Bedeutung? Und was ist daran so toll, dass die USA das nun als Völkermord anerkennen? Und weshalb andere das auf keinen Fall so sehen wollen? Millionen Tote und es war oder war nicht Völkermord? Was war es dann? Einfach ein wenig Pech für Millionen von Menschen? Heute sind dien Methoden raffinierter, aber was in Burma und China geschieht und/oder geschah, wird dann 70 Jahr später einem Rating unterworfen?
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Schön und gut, nur der Völkermord an den Indianern wird bis heute tabuisiert!!
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    1. Antwort von Silvio Spescha  (Silla)
      Und auch der Sklavenhandel ist in Vergessenheit geraten. Forschen Sie mal, wer alles Sklavenhandel betrieben hat!!
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