In den letzten Wochen hatte sich der Ton zwischen den USA und dem Iran verschärft. Washington verlangte von Teheran eine Stilllegung seines Atomprogramms, im Gegenzug sollten Sanktionen gelockert werden. Kampfflugzeuge und Flugzeugträger wurden in den Nahen Osten verlegt, eine Drohkulisse aufgebaut.
Im Iran droht ein Flächenbrand
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Bild 1 von 21. Nach dem Tod von Ajatollah Chamenei protestieren schiitische Muslime in der Kaschmir-Region. (2. März). Bildquelle: Keystone/AP/Mukhtar Khan.
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Bild 2 von 21. Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend vom 1. März von schweren Explosionen erschüttert worden. Bildquelle: Keystone/WANA/Majid Asgaripour.
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Bild 3 von 21. Protest in Paris: Eine Frau mit Schminke in Irans Farben zeigt ihre Solidarität mit dem Iran. (1. März). Bildquelle: Keystone/AP/Aurelien Morissard.
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Bild 4 von 21. Berlin: Menschen jubeln auf einer Iran-Demonstration auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. (1. März). Bildquelle: Keystone/DPA/Christophe Gateau.
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Bild 5 von 21. Rauch steigt über dem Hauptquartier der iranischen Basidsch-Milizen in Teheran auf, nachdem es bei einem israelischen Militärangriff getroffen worden war. (1. März). Bildquelle: Reuters.
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Bild 6 von 21. In der pakistanischen Stadt Karachi kam es zu Ausschreitungen. Es gibt Meldungen über mehrere Tote. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Muhammad Farooq).
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Bild 7 von 21. Menschen feiern in Sydney, Australien, nach der Todesmeldung von Ali Chamenei. (1. März 2026). Bildquelle: Keystone/EPA/SARAH WILSON.
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Bild 8 von 21. Schiitische Muslime trauern während eines besonderen Gebets in Jammu, Indien, um den iranischen obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. (1. März 2026). Bildquelle: Keystone/AP Photo/Channi Anand.
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Bild 9 von 21. Trauernde Anhänger Chameneis versammeln sich am 1. März in Teheran, nachdem bekannt wurde, dass das Staatsoberhaupt getötet worden war. Bildquelle: Keystone/EPA/ABEDIN TAHERKENAREH.
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Bild 10 von 21. Krater nach dem Einschlag einer iranischen Rakete in Tel Aviv, Israel. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Oded Balilty.
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Bild 11 von 21. Eine Rakete wird durch das Abwehrsystem Iron Dome am Himmel über Tel Aviv abgefangen (28. Februar 2026). Bildquelle: Keystone/EPA/ABIR SULTAN.
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Bild 12 von 21. Mit breit angelegten Angriffen haben Israel und die USA einen neuen Krieg gegen den Iran gestartet. Dieses Auto brannte in Teheran aus, nachdem es im Zuge eines Angriffs getroffen worden war. Bildquelle: Keystone/AP/ISNA/Amir Kholous.
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Bild 13 von 21. Die Angriffe zielen laut USA darauf ab, die militärische Schlagkraft des Landes zu vernichten und den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern. Bildquelle: Reuters/Majid Asgaripour.
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Bild 14 von 21. Explosionen versetzten die Menschen in Irans Hauptstadt Teheran in Panik, Angriffe wurden aber auch auf andere Orte des Landes gemeldet. Bildquelle: Reuters/Majid Asgaripour.
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Bild 15 von 21. Der Iran feuerte als Reaktion Raketen Richtung Israel, wo Menschen in Schutzräumen ausharrten und es immer wieder Raketenalarm gab. Bildquelle: Reuters/Itai Ron.
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Bild 16 von 21. Iranische Demonstranten protestieren in Teheran gegen die US-amerikanisch-israelischen Luftangriffe. Bildquelle: Majid Asgaripour/WANA via Reuters.
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Bild 17 von 21. Ein Geschoss schlägt im Hafen von Haifa ein. Bildquelle: Reuters/Rami Shlush.
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Bild 18 von 21. Der Iran griff auch US-Militärstützpunkte in Golfstaaten an, die mit den Vereinigten Staaten verbündet sind, wie hier in Bahrain. Bildquelle: Reuters.
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Bild 19 von 21. Die Vereinigten Arabischen Emirate, wo in Abu Dhabi ein Mensch durch Trümmerteile einer Rakete getötet wurde, sprachen von einer «gefährlichen Eskalation» und einem «feigen Akt». Bildquelle: Reuters.
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Bild 20 von 21. Trump rief die Iranerinnen und Iraner auf, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. «Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung.». Bildquelle: Reuters/Elizabeth Frantz.
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Bild 21 von 21. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begründete die neuen Angriffe ebenfalls mit der atomaren Bedrohung durch den Iran – nicht nur für sein Land. Bildquelle: Reuters/Amir Cohen.
Mehrmals traf man sich in Genf zu Gesprächen, offenbar ohne Erfolg. Am Samstagmorgen griff Israel zusammen mit den USA den Iran an. Die Folgen sind unvorhersehbar, die USA haben gemäss Präsident Trump erst angefangen.
Irak-Krieg als grösstes Versagen der USA in der Moderne
Viele US-Amerikaner fürchten sich nun, dass sich der Iran-Krieg ähnlich wie der Irak-Krieg hinziehen und tiefe Spuren in der Gesellschaft hinterlassen wird.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat den Befürchtungen, es könne ein langer Krieg wie im Irak werden, am Montag entgegen. «Dies ist kein endloser Krieg», sagte Hegseth. Die USA gehen ihm zufolge mit einem klaren Fokus in den Krieg: «Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen.»
Der Irak-Krieg wird vermutlich als das grösste Versagen der USA in die moderne Geschichte des Landes eingehen. Am 17. März 2003 stellte der damalige US-Präsident George W. Bush Saddam Hussein ein Ultimatum, den Irak innerhalb von 48 Stunden zu verlassen, andernfalls würde man den Irak angreifen.
Auf Husseins Weigerung hin eröffnete die Kriegskoalition in der Nacht vom 19. zum 20. März den als Operation «Iraqi Freedom» bezeichneten Krieg mit gezielten Bombardements in Bagdad.
Kriegsgrund als Lüge
Als Begründung für die Invasion nannten die kriegführenden Regierungen der USA und Grossbritanniens eine akute Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen des Irak und dessen angebliche Verbindung zum Terrornetzwerk Al-Kaida, das die Angriffe vom 11. September 2001 verübt hatte.
Der Krieg kulminierte schliesslich in der Schlacht um Bagdad. Am 7. April 2003 rückten US-Truppen ins Zentrum der Hauptstadt vor. Obwohl ein zermürbender Häuserkampf ausblieb, verzeichnete die irakische Seite hohe Verluste. Am selben Tag fiel Basra an die Briten. Nur drei Tage später – am 11. April – fiel die Stadt Kirkuk an kurdische Kämpfer.
Am 14. April wurde der Krieg vom Pentagon für beendet erklärt. Kurz zuvor war auch die letzte umkämpfte Stadt Tikrit eingenommen worden.
Saddam Hussein wurde am 30. Dezember 2006 durch den Strang hingerichtet. Erst Ende 2011 jedoch verliessen die letzten US-Verbände den Irak.
Der Kriegsgrund stellte sich später grösstenteils als Lüge heraus. Der ehemalige, inzwischen verstorbene US-Aussenminister Colin Powell gab 2011 zu, dass die Geheimdienstinformationen, mit denen die USA ihren Angriffskrieg auf den Irak begründeten, «auf einer einzigen, unzuverlässigen Quelle basierten». Über eine Million Irakerinnen und Iraker wurden im Irak-Krieg und bei den Gewaltausbrüchen in den Folgejahren getötet.
Powells Stabschef Lawrence Wilkerson hatte die UNO-Rede geschrieben. 2013 erzählte er gegenüber «10vor10», dass die angeblichen Beweise für Massenvernichtungswaffen aus einem «48-seitigen Papierstapel stammten, geschrieben vom damaligen Vizepräsidenten Dick Cheney».
«USA haben Scherbenhaufen hinterlassen»
Gemäss Wilkerson war der Einmarsch im Irak ein Komplott, das Dick Cheney schon vor den Terroranschlägen von 9/11 mit dem damaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld geschmiedet hatte.
Für den ehemaligen SRF-Nahostkorrespondenten Ulrich Tilgner war das einzig Positive, dass Saddam Hussein gestürzt wurde. Aber: «Das ganze Land ist durch diesen Krieg und die anschliessende Besetzung völlig destabilisiert worden», wie er 2013 gegenüber SRF erklärte. Die US-Regierung habe die Probleme völlig unterschätzt, und man habe einen Scherbenhaufen hinterlassen.
Folgen auch im Iran Bodentruppen?
Ebenfalls deutliche Worte zur immensen Bedeutung des Irak-Kriegs 2003 fand SRF-USA-Korrespondent Pascal Weber anlässlich des 20-jährigen «Jubiläums» 2023 bei SRF: «Ein Krieg, der ein Land und eine ganze Region bis heute destabilisiert, der das Ende der amerikanischen Alleinstellung als Hypermacht einläutete, der die Verbündeten der USA in Europa spaltete, der Irans Macht am Golf stärkte und Russlands Revanchismus Auftrieb verlieh. Ein Krieg, der China grosszügige Möglichkeiten für seinen globalen Aufstieg bot und der die psychologische Verfassung der USA bis heute wesentlich beeinflusst.»
Worin sich viele Experten einig sind: Um das iranische Regime gänzlich zu besiegen, bräuchte es höchstwahrscheinlich, ähnlich wie beim Irak-Krieg, amerikanische Bodentruppen.
Ob für die Zerstörung der Atomanlagen auch Bodentruppen eingesetzt werden sollen, bleibt unklar. Ausdrücklich ausschliessen wollte dies US-Präsident Trump nicht.