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Ausufernde Gewalt in Barcelona (unkomm.)
Aus News-Clip vom 17.10.2019.
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Erneut Krawalle in Barcelona «Das muss sofort aufhören»

  • Die schweren Krawalle in Katalonien reissen nicht ab.
  • In Barcelona kam es am Mittwochabend zu neuen Zusammenstössen mit Sicherheitskräften.
  • Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra forderte ein sofortiges Ende der Gewalt.

In Barcelona ist es am Mittwochabend zum dritten Tag in Folge zu schweren Ausschreitungen von katalanischen Unabhängigkeitsbefürwortern gekommen.

«Wir können die Vorfälle nicht erlauben»

Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra forderte ein sofortiges Ende der Gewalt. «Wir können die Vorfälle, die wir in den Strassen sehen, nicht erlauben», sagte der Unabhängigkeitsbefürworter am Mittwochabend im Regionalfernsehen. «Das muss sofort aufhören.» Es gebe für brennende Autos und jede Form des Vandalismus «keinerlei Rechtfertigung».

Zuvor hatte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez Torra aufgerufen, die Gewalt klar zu verurteilen. Auch die in Haft sitzenden Separatistenführer distanzierten sich auf Twitter von den Ausschreitungen.

«Gegenstände mit Säure»

In Barcelona war es am Mittwochabend erneut zu schweren Ausschreitungen von Anhängern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gekommen. Protestler setzten mehrere Autos in Brand und blockierten Strassen sowie Bahnlinien, berichteten Augenzeugen.

Die Polizei der Region im Nordosten Spaniens teilte mit, gewaltbereite Aktivisten hätten nicht nur Steine und Böller auf die Sicherheitskräfte geworfen, sondern auch «Gegenstände mit Säure». Die Polizei feuerte Schaumgeschosse ab.

Empörung nach Gerichtsurteil

Es war bereits der dritte Tag mit massiven Demonstrationen in und um Barcelona, nachdem das Oberste Gericht in Madrid am Montag neun Separatistenführer verurteilt hatte. Sie erhielten Haftstrafen von bis zu 13 Jahren wegen «Aufruhrs» und Veruntreuung öffentlicher Gelder.

Premier traf Oppositionsspitzen

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  • Ministerpräsident Pedro Sánchez hat sich im Laufe des Tages mit den Spitzen der Oppositionsparteien getroffen, um über die Lage zu beraten.
  • Während konservative Kräfte sich dafür einsetzten, die abtrünnige Region erneut unter eine Zwangsverwaltung zu stellen – wie bereits nach dem Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017 geschehen – plädierten linke Parteien für einen Dialog und eine politische Lösung.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben.

Neben friedlichen Kundgebungen Tausender Unterstützer einer Abspaltung der Region von Spanien kam es nach dem Urteil auch immer wieder zu Krawallen mit Dutzenden Verletzten und zahlreichen Festnahmen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Heinrich Müller  (Heinrich)
    Der Entscheid der Justizbehörde war politisch motiviert und zeigt ein klares Bild: ein primitives und sozialistisches Spanien. Das Anliegen der Separatisten war durchaus berechtigt und ihr Vorgehen war Transparenz. Dass die EU in dieser äusserst primitive Angelegenheit der spanischen Politik nichts unternimmt, zeigt deutlich wie korrupt die EU tatsächlich ist.
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    1. Antwort von Josef Fischer  (Fischerareal)
      Die Unruhen in Katalonien und die brutale Niederschlagung durch die Polizei hat unter dem konservativen Ministerpräsidenten Rajoy begonnen. Sein Nachfolger, der sozialist Sanchez versuchte zu vermitteln. Die viel zu hohen Gefängnisstrafen haben die vom Staat unabhängigen Gerichte ausgesprochen. Ihr Bild vom sozialistischen Staat Spanien trifft somit absolut nicht zu.
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  • Kommentar von Ramon Lopez  (Lopi)
    Das Bild friedlicher Katalanen? Zuerst stachelt man gegen das Urteil und danach wundert man sich das es zu Krawallen kommt. Man sagt hört auf und stachelt weiter. Die Leitung der Regionalverwaltung ist ein Brandstifter und sollte die Worte bewusster wählen, ansonsten muss sie die Konsequenzen ziehen und gehen. Es ist Zeit die Geschichte zu akzeptieren und zu sehen, dass die Mehrheit per Einwohner nicht hinter der Abspaltung steht!
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    So lässt sich der übermäßige Tourismus auch reduzieren. Schon schlimm, wenn Patriotismus, wichtiger ist als ein zufriedenes Leben mit ausreichendem Einkommen, Gesundheit und einem gewissen Wohlstand.
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    1. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Viele unserer Vorfahren haben für Freiheit ihr
      Leben geopfert,und haben damit auch damaligen
      Kollaborateuren ein Leben in Freiheit ermöglicht.
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