- Zwei Bundesbeamte, die tödliche Schüsse auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis abgegeben haben, sind vom Dienst suspendiert worden.
- Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums für Innere Sicherheit der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.
- Es handle sich demnach um ein Standardverfahren in solchen Fällen.
US-Medien hatten zuvor über einen ersten umfassenden offiziellen Bericht der Sicherheitsbehörden zu den tödlichen Schüssen auf Alex Pretti berichtet. Demnach feuerten zwei Bundesbeamte am Samstag Schüsse auf den 37-Jährigen ab.
Die «New York Times» und der Fernsehsender CBS berichteten darüber unter Berufung auf ein E-Mail mit dem vorläufigen Untersuchungsbericht. Die E-Mail ging von der Grenzschutzbehörde CBP an Mitglieder des US-Kongresses. Demnach habe zunächst ein Bundesbeamter des Grenzschutzes (US Border Patrol, USBP) und dann ein Beamter der Grenzschutzbehörde (US Customs and Border Protection, CBP) auf den Mann geschossen.
Der auf Videos festgehaltene tödliche Vorfall löste in der Stadt Minneapolis in Minnesota und im ganzen Land Empörung und Proteste aus. In dem Bericht ist laut den Medienberichten keine Rede davon, dass Pretti nach seiner Waffe gegriffen habe – obwohl die US-Regierung anfangs genau diesen Eindruck erweckt hatte.