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Legende: Video EU-Skeptiker legen zu abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.04.2019.
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Europawahl im Mai EU-Gegner dürfen auf Wahlerfolg hoffen

  • Fünf Wochen vor der Europawahl liegt die europäische Volkspartei (EVP) in Umfragen vorn. Die Partei mit dem deutschen Spitzenkandidaten Manfred Weber kommt trotz Verlusten auf 24 Prozent.
  • Deutlich hinter der christdemokratischen EVP liegen die Sozialdemokraten (19.8 Prozent) und die Liberalen (10.1 Prozent).
  • Grosser Gewinner ist gemäss Umfragen die Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit, der unter anderem die FPÖ, die Lega und das Rassemblement National (früher Front National) angehören.

Bei der Wahl des Europaparlaments werden wohl viele EU-Gegner jubeln können: Gemäss aktuellen Meinungsumfragen wird die Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit auf 8.3 Prozent zulegen können (plus 3.3 Prozent).

Der Zusammenschluss verschiedener rechtskonservativer und EU-kritischer Parteien dürfte zudem noch deutlich stärker werden, wenn er sich nach der Wahl wie geplant umorganisiert und auch die deutsche AfD aufnimmt. Erst mit grossem Abstand hinter den EU-Skeptikern liegen gemäss Umfragen Grüne (7.6 Prozent) und Linke (6.1 Prozent).

Legende:
Umfrage-Ergebnisse zur Europawahl Europäisches Parlament

EVP und Sozialdemokraten mit Verlusten

Die Zahlen bestätigen vorherige Prognosen, nach denen vor allem die grössten Fraktionen empfindliche Einbussen zu befürchten haben. Die EVP – der sowohl die deutsche CDU als auch die österreichische ÖVP angehören – könnte demnach im Vergleich zu 2014 rund 5 Prozentpunkte verlieren. Auch die Sozialdemokraten hätten Sitzverluste zu beklagen.

Wenn beide Lager erneut eine Art Koalition bilden wollen, um zum Beispiel den künftigen EU-Kommissionspräsidenten zu wählen, müssten sie diesmal mindestens eine weitere unterstützende Partei finden.

Mays Tories mit Verlusten

Die Meinungsforscher gingen bei ihren Untersuchungen davon aus, dass Grossbritannien trotz Brexit-Plänen noch einmal an der Europawahl teilnehmen wird. Den Umfragen zufolge dürfen die britischen Sozialdemokraten demnach auf 26.5 Prozent der Stimmen hoffen, während die konservativen Tories von Premierministerin Theresa May nur auf 16.5 Prozent kommen.

Dahinter folgen mit je 13.5 Prozent die neue Brexit-Partei des EU-Abgeordneten Nigel Farage sowie die EU-feindliche Ukip. Den Liberaldemokraten werden in den Umfragen 9.0 Prozent und den Grünen 7 Prozent vorausgesagt.

Umfrage in 28 EU-Staaten

Die Daten stammen aus verschiedenen Wahlumfragen, die von nationalen Meinungsforschungsinstituten in den 28 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt wurden. Die Daten wurden anschliessend zusammengestellt und im Auftrag des Europäischen Parlaments ausgewertet.

Legende: Video So funktioniert das EU-Parlament abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.04.2019.
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35 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
    EU-Gegner dürfen auf Wahlerfolg hoffen - Ist zu wünschen
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  • Kommentar von Franz Rüttimann  (Seneca)
    Da kann man nur auf einen Vormarsch der EU-Skeptiker (nicht Gegner!) hoffen. Denn nur so besteht eine geringe Möglichkeit, dass sich die EU schlussendlich einer dringenden Restrukturierung unterzieht und sich wieder auf seine Kernaufgaben konzentriert. Die zunehmende politische Integration, Zentralismus, überbordende Bürokratie, feiste, unfähige und machtbesessene Politiker, die nur an ihr Ego und ihre Pfründe denken, sind Gift für ein Projekt, das in seinem Kern an sich positiv wäre.
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    1. Antwort von L. Leuenberger  (L.L.)
      Bingo!
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Herr Rüttimann, die Kenraufgaben der EU sind, entgegen all dem Honig der uns um den Mund gestrichen wird: Ein gemeinsamer Markt, der alle hinderlichen Normen im sozialen und ökologischne Bereich aus dem Weg zu schaffen hat. Privatisierung = Konzernalisierung aller von den unterschiedlichen Gemeinwesen entwickelten und bezahlten Infrastrukturen und Institutionen. Eine gemeinsame Währung, die für fast alle Menschen ind der EU unter dem Strich den Alltag massiv verteuert haben.
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    3. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Das sehe ich zu 100 % genauso! Heutzutage ist man schon Anti-Europäer, wenn man EU-Kritiker ist. Die EU missachtet selber die eigenen Vertrags-Regeln. Und wie es um die Demokratie steht sollte sich die ZDF Sendung ansehen: "Die Anstalt EU Demokratie". Und die nächsten Beitrittsländer sind die mehrheitlich islamischen Länder Albanien und Kosovo, Bosnien. Und ausserdem Serbien und Nord-Mazedonien. Korruption und Misswirtschaft ist dort gegenwärtig. Reichen Bulgarien, Rumänien nicht?
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    4. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Die Parteien, die auf dem Vormarsch sind, schätze ich nicht als Skeptiker ein; ihre Rhetorik und das Fehlen von konstruktiven Lösungsansätzen im Sinne einer handlungsfähigen EU lassen sie mich dem Lager der Gegner zuordnen. - Wirtschaft und Politik sind heute dermassen ineinander verflochten, dass ein Gebilde wie die EU ohne ein Minimum an politischer Integration nicht funktioniert. Dazu gehören Gleichstände in Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und Korruption, die heute alle fehlen.
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    5. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      @Seneca: Betrachten Sie die Visegrad-Staaten wie z.B. Ungarn, dann sehen Sie lauter Beispiele von Egos, die nur an sich, ihre Entourage und Pfründe denken. Eine EU, die sich auf ihre Kernaufgaben konzentriert, müsste solchen Staaten ein Ultimatum zu Anpassung stellen, nach dessen Ablauf sie automatisch ausgeschlossen würden. Das funktioniert leider nur schon deshalb nicht, weil viele EU-Staaten von ihnen als Werkplatz oder Lieferanten von Arbeitern abhängig sind. Das wissen alle ganz genau.
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    6. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Positiv wärs, wenn man sich auf den freien Handel beschränkt hätte. Aber das war gewissen Herren u. Damen nicht genug. Die wollen sich in ihrem Machtgefühl suhlen und nehme jede Möglichkeit wahr, diese noch auszubauen. Unter dem Deckmantel des grossen Ganzen. Hehre Absichten hat die Minderzahl. Hoffen wir, dass dies nicht dereinst in Kriegen endet, an denen diese Leute natürlich nie und nimmer schuld sein werden.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    @planta: "Kleinstaaten auf sich allein .... zu Spielball dieser Großmächte."..Die einzige Mannschaft, die geordnet und geschlossen spielt, Herr Planta, die da globalisiert, selten verloren hat und gut aufgestellt ist, ist die einer handvoll Konzerne und einer handvoll Superreichen, die mit den Menschen, den Orten und den Ressourcen spielen. Mit einer EU, die in ihren Reihen die gleichen Spieler hat, können wir Um-Mitweltschutz, starke Demokratien und soziale Gerechtigkeit vergessen.
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    1. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      Frau Kunz, meinen Sie ernsthaft, dass dies, was Sie da beschreiben, in der Schweiz anders abläuft? Wenn ja, dann noch schlimmer.. in diesem Land sitzen die Vertreter der Wirtschaft direkt im Parlament... und wir wählen Sie auch noch. Sie wissen also wo anzufangen ist, wenn Sie Misstände beheben wollen..
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Ja....solches geht. Es braucht mit Spinoza kurz und büdig gesagt die Multitudo Multitudinis...wo angesetzt werden soll, da machen sich so manche kluge Leute Gedanken und sind daran es langsam stetig aufzubauen...Will ein Demos zudem Kratos haben muss es die Arbeit, wie Bernard Friot es immer wieder betont eigenmächtig händeln und Besitz zu lukrativen ausbeuterischen Zwecken muss stetig obsoletisiert werden. Ansonsten soll jeder Besitzen was ihn besitzen möchte. mal soviel, Frau Borel.
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      ...mein cetero censeo nicht vergessen: wir sollten zwingend über andere Manatierungsverfahren nachdenken...mein Favorit das Losverfahren...,
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