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Explosion in Beirut: Die Strassen sind mit Scherben übersät
Aus HeuteMorgen vom 05.08.2020.
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Explosion in Libanon In Beirut zeigt sich ein Bild der Zerstörung

Dutzende Menschen kamen bei der Explosion ums Leben, tausende Existenzen sind zerstört. Das Ausmass des Leids und der Zerstörung ist katastrophal.

Die Strassen sind schon einige Kilometer vor Beirut mit Scherben übersät. Kaum eine Fensterscheibe hat der Wucht der Explosion standgehalten, verbogene Rollläden hängen in zersplitterten Fensterrahmen, die Menschen stehen geschockt vor ihren Häusern und Geschäften.

Es hat tausende Verletzte. Wir brauchen internationale Hilfe!
Autor: Bewohner Beiruts

In der Innenstadt zeigt sich ein Bild der Zerstörung. Autos liegen unter Trümmern, Menschen – getroffen von Glassplittern – bluten an den Armen, am Kopf, an den Beinen. Wer nicht verletzt ist, rennt anderen zu Hilfe.

Verletzte Menschen warten in einem Spital
Legende: Die Spitäler in Beirut sind alle überfüllt. Keystone

«Mein Neffe ist verletzt, ebenso meine Schwester und ihr Chauffeur», sagt ein Mann im wohlhabenden Stadtviertel Ashrafieh. Doch selbst hier habe sie kein Spital aufnehmen können – alle seien komplett überlastet. «Es hat tausende Verletzte. Wir brauchen internationale Hilfe!»

Alles ist zerstört

Das Ausmass des Leids und der Zerstörung ist in der Tat katastrophal. Überall stehen Geschäftsbesitzer vor ihren zerstörten Läden. Nicht nur die Fensterscheiben und Türrahmen sind geborsten, auch das Mobiliar ist zerstört.

Beirut steht unter Angriff – nur von wem wissen wir nicht.
Autor: Geschäftsbesitzer in Beirut

«Beirut steht unter Angriff – nur von wem wissen wir nicht», sagt ein Geschäftsbesitzer im Stadtzentrum. Fassungslos steht er vor einem verwüsteten Raum, in dem er sich zum Glück nicht gerade aufhielt, als die Druckwelle der Explosion diesen Teil der Stadt erreichte.

Libanon in der Krise

Nebenan steht eine Anwältin vor einem zerstörten Bürogebäude. Ihre Kanzlei – ihr Lebenswerk – ist nur noch Schutt und Asche. Wieder von vorne anzufangen wird schwer, denn Libanon befindet sich in der schlimmsten Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Ende des Bürgerkrieges vor 30 Jahren.

Ein Hotel ohne Fensterscheiben, ein zerdrücktes Auto davor
Legende: Geschäfte, Büros und Gastrobetriebe – in der libanesischen Hauptstadt zeigt sich ein Bild der Zerstörung. Keystone

«Ich weiss nicht, was für ein Karma unser schönes Land hat – es ist, als ob wir nochmals den Krieg durchleben. Und ich kann nicht nochmals einen Krieg durchstehen», sagt sie.

Die ganze Nacht suchen Menschen nach verschollenen Verwandten und Freunden, Ambulanzen versuchen durch die verstopften Strassen zu Verletzten zu gelangen.

Explosion fordert Dutzende Menschenleben

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Rauchsäule über den Hafen von Beirut
Legende: Im Hafen Beiruts kam es zu einer gewaltigen Explosion. Reuters
  • In der libanesischen Hauptstadt Beirut hat sich am Dienstag eine gewaltige Explosion mit Dutzenden Toten und mindestens 3000 Verletzten ereignet.
  • Über der Stadt stieg am frühen Dienstagabend eine riesige Rauchwolke auf.
  • Durch die Wucht der Explosion am Hafen der Küstenstadt gingen Fenster zu Bruch, Strassen waren mit Trümmern und Glasscherben übersät. Grosse Teile des Hafens wurden komplett zerstört.
  • Die Hintergründe der Explosion sind unklar. Libanesische Verantwortliche legten nahe, dass ein Lagerhaus mit tausenden Tonnen chemischer Stoffe in Brand geraten und explodiert sei.
Video
Libanon: Schwere Explosion am Hafen in Beirut
Aus Tagesschau vom 04.08.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 05.08.2020, 06:00 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Ein Land versinkt im Chaos. Die vermutliche Schludderei im Lagern von hochexplosiven Stoffen endet nun in einer Katastrophe. Dies ist nun der Moment, wo die Schweiz einer, vielfach unverschuldet, geschundenen Bevölkerung unkompliziert helfen soll.
    Wikipedia: "Wegen seiner wirtschaftlichen Stabilität und politischen Neutralität (1949–1969) wurde jedoch der stark westlich oder französisch geprägte Libanon in den 1950er und 1960er Jahren auch als „Schweiz des Orients“ bezeichnet." Und nun das??
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Es ist ja im Moment immer noch ein Unfall, solche sind schon öfters passiert, Henderson Nevada, Frankreich ,China, Kestenholz Schweiz..... natürlich ist die Lagerung in der Stadt grobfahrlässig aber die Gründe für den gewählten Lagerort sind ja nicht bekannt.
      Aber zweifelsohne mit 2-3 kT eine der grössten nichtnuklearen Explosionen und das noch in einer Stadt, furchtbar.
      Ob die Jemand absichtlich in Brand gesteckt hat wird man wohl nie beweisen können, fürchte ich.