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Hitzewelle in Kanada
Aus News-Clip vom 01.07.2021.
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Extreme Hitze Hunderte Todesfälle bei fast 50 Grad Celsius in Teilen Kanadas

Hunderte unerwartete Todesfälle werden bisher der Rekordhitze zugerechnet. Die Zahlen dürften steigen.

Die beispiellose Hitzewelle an der Westküste Nordamerikas dauert an. Besonders dramatisch sind die Auswirkungen in der kanadischen Küstenprovinz British Columbia.

Dort registrierte die Gerichtsmedizin vom letzten Freitag bis zum gestrigen Mittwoch 486 plötzliche und unerwartete Todesfälle. Das ist fast dreimal so viel wie sonst in einem solchen Zeitraum. Die Behörden gehen davon aus, dass der starke Anstieg mit der extremen Hitze zusammenhängt.

Waldbrände breiten sich aus

An mehreren Orten in der Provinz British Columbia wüten auch Waldbrände. «Nach etwa 15 Minuten stand unsere ganze Ortschaft in Flammen». Das sagte der Bürgermeister von Lytton zum kanadischen Sender CBC.

Die Ortschaft Lytton rund 150 Kilometer in Nordosten von Vancouver wurde deshalb am Mittwochabend vollständig evakuiert. Dort war die Temperatur am Dienstag auf 49.6 Grad gestiegen. Es war die höchste in Kanada je gemessene Temperatur.

Rauch und Flammen am 29. Juni: Waldbrand am Sparks Lake im Regionalbezirk Thompson-Nicola in British Columbia.
Legende: Rauch und Flammen am 29. Juni: Waldbrand am Sparks Lake im Regionalbezirk Thompson-Nicola in British Columbia. Reuters

Auch rund um Lytton gibt es Waldbrände. Strassen sind gesperrt. Hunderte Häuser mussten evakuiert werden. In der betroffenen Region wurden klimatisierte Zentren eingerichtet, in denen Menschen Zuflucht vor der Hitze finden können. Die Behörden riefen dazu auf, Vorsichtsmassnahmen zu treffen und gefährdeten Personen zu helfen.

Hitzewelle auch in den USA

Auch die benachbarten US-Staaten Washington und Oregon sind von der Hitzewelle betroffen. Seit Freitag sind allein im Bezirk Multnomah County, der mit Portland die grösste Stadt Oregons einschliesst, 45 Menschen durch die hohen Temperaturen gestorben. In Washington stieg die Zahl der Toten auf 13 an.

Menschen finden in «Kühlungszentren» Zuflucht vor der Hitze.
Legende: In Portland wurden drei «Kühlungszentren» eröffnet, in denen mehr als 1000 Menschen Zuflucht vor der Hitze fanden. Reuters

Viele der Todesopfer seien im Alter zwischen 44 und 97 Jahren mit gesundheitlichen Problemen gewesen. Laut der Behörde für Gerichtsmedizin seien sie allein und ohne Klimaanlage oder Ventilator tot aufgefunden worden. In diesen Fällen laute die Todesursache Hyperthermie, also eine gefährliche Überhitzung des Körpers ist.

Seit Mittwoch sind die Temperaturen in den US-Staaten Washington und Oregon wieder auf für die Jahreszeit übliche Werte zurückgegangen.

SRF 4 News, 01.07.2021, 07:00 Uhr;

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73 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Wer nicht ganz (innerlich) blind ist, hat längst realisiert, dass die Klimaerwärmung beträchtlich ist und dass der Mensch diese beschleunigt.Diese Hitzekatastophe mit so vielen Toten (wohl qualvoll, zum Teil wenigstens),dann in CH innerhalb acht Tage an 4 Tagen unzählige Unwetter (Hagel u.sw.) sind nun Auswirkungen der Erwärmung, da mehr Energie in der Atmosphäre - gefährlich - freigesetzt werden kann. Wir müssen handeln! Verzicht! Und die Technologien erneuerbarer Energien mitfinanzieren.
    1. Antwort von Michel Weber  (miwe123)
      Das Wichtigste ist das "immerwährende" Wachstum der Wirtschaft und des Finanzsystems zu stoppen. Wir leben bereits über dem was unsere Erde hergeben kann.

      Politische Massnahmen, Anpassungen der Rahmenbedingungen und Gesetze helfen am Meisten.

      Jeder kann bei sich beginnen und dies direkt umsetzen (am effektivsten von oben nach unten):
      - Nicht mehr fliegen
      - Keine tierischen Produkte mehr konsumieren
      - Auf eine nachhaltige Bank umsteigen (z.B. ABS)
      - Kein eigenes Auto
  • Kommentar von Michel Weber  (miwe123)
    Ich habe das Gefühl, dass viele hierzulande noch nicht realisiert haben, was solche Temperaturen bedeuten.

    Der Mensch hat ganz klare physikalische Grenzen. Erhöht sich die Kerntemperatur des Menschen für einige Stunden über einen bestimmten Wert, stirbt er.

    Je höher die Luftfeuchtigkeit, umso weniger Temperatur vertragen wir.

    Darum wird es in Zukunft mit steigender Klimaerhitzung unbewohnbare Gegenden geben. Mit 6° globaler Erhitzung ist unser Planet für den Menschen unbewohnbar.
    1. Antwort von Michel Weber  (miwe123)
      Der Mensch kann sich daran nicht anpassen oder dies trainieren. Proteine im Körper denaturieren bei zu hoher Hitze.

      Nur ein zeitnahes Runterkühlen durch z.B. eine tiefere Umgebungstemperatur hilft.

      Wer mehr erfahren möchte - die etwas sperrigen Begriffe "Wet-bulb temperature" (englisch) oder "Kühlgrenztemperatur" (deutsch) nachschlagen.
  • Kommentar von Martin Daniel Brülhart  (Kiwi1963)
    Ja den strahlend sauberen Atommüll lagern wir dann irgendwo in der Tundra. Eine richtige Winwin Situation. Oder in Afrika. Da ist der saubere Strom aus Wind, Sonne und Geothermie richtig dreckig dagegen.
    1. Antwort von Josef Kälin  (Non-Mainstream)
      Das wollen Sie vielleicht. Ich bin eher dafür, dass wir den Atommüll fast 100%-ig sicher (100%-sicher ist nur der Tod) bei uns in einem Tiefenlager entsorgen aber leider bekämpfen dies linke Ideologen bis zum geht nicht mehr, so wie sie auch sauberen Atomstrom bekämpfen und lieber wollen, dass weiterhin Gas- und Kohlekraftwerke gebaut werden oder zumindest noch möglichst lange, dank E-Autos, am Netz bleiben, in extremis in DE.
    2. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @kälin.""Der Anteil von Atomstrom an der Weltstromproduktion beträgt nur ca. 10 Prozent, und damit tragen Atomkraftwerke nur etwa 2 Prozent !! zur Weltenergieproduktion bei. Allein diese Zahlen machen deutlich, dass Atomkraft nicht im Geringsten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann", stellt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee klar."(oekonews.at)
      Die Antwort bezüglich der vielen Kältetoten, sind sie übrigens auch schuldig geblieben!
    3. Antwort von Josef Kälin  (Non-Mainstream)
      Werter Hr. Kirchhoff, immerhin ist der Anteil des CO2-armen Atomstroms ein Vielfaches vom Wind- und Sonnenstrom. Was die Kältetoten betrifft, wurde dies leider zensiert, aber schauen Sie doch einfach die einschlägigen Statistiken (BfS für CH) an, so werden Sie sehen, dass mit und ohne den angeblichen Hitzetoten (wie bei Corona, die meisten mit schweren Vorerkrankungen bzw. sehr alt), immer und überall viel mehr Leute im Winter als im Sommer sterben. Und bitte, zeigen Sie mal, dass CO2 schuld ist
    4. Antwort von Martin Daniel Brülhart  (Kiwi1963)
      @kälin. Sauber ist KKW Strom nie, von der Gewinnung bis zur Entsorgung ein einziges Dreckgeschäft.
    5. Antwort von Josef Kälin  (Non-Mainstream)
      @Kiwi1963: Dreckig ist nur, wie auf politischem Weg eine sichere Entsorgung verhindert wird. Besuchen Sie doch bitte mal das NAGRA-Felslabor am Grimselpass (https://www.nagra.ch/de/felslaborgrimsel.htm) und machen Sie sich selber schlau, wie Atommüll hier in der Schweiz sicher entsorgt werden kann, statt einfach nur Presseschlagzeilen linker Ideologen zu lesen und diese kritiklos zu glauben. Danke.
    6. Antwort von Martin Daniel Brülhart  (Kiwi1963)
      @kälin. Einen historischen Fehler können sie nicht korrigieren. Die Mär vom sicheren Endlager gibt es nicht, sonst hätte es längst jemand herausgefunden und umgesetzt. Abgesehen davon ist es Ihnen auch egal. Der Müll strahlt noch wenn es sie und mich und unzählige Generationen nicht mehr gibt. Prinzip aus den Augen aus dem Sinn. KKW Ideologie und erst noch "billig"
    7. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @kälin. Bei den von Ihnen genannten „Kältetoten“ ist der grösste Teil ebenfalls vorerkrankt, geschwächt, alt oder gar alkoholisiert. Außerdem beziehen sich solche Zahlen nur auf nördlich Länder. Kontinente wie Afrika, Asien, Südamerika oder Australien sind dabei überhaupt nicht berücksichtigt! Der Klimawandel ist global und somit müssen auch die Folgen global betrachtet werden.
    8. Antwort von Josef Kälin  (Non-Mainstream)
      @Kirchhoff: Bei dem mit den Vorerkrankungen gebe ich Ihnen recht, aber richtig ist eben, dass überall auf der Welt mehr Leute sterben, wenn es kalt ist und nicht wenn es warm ist. Und dies obwohl wir in der kalten Jahreszeit gigantische Mengen an Energie aufwenden, um es den Menschen wärmer zu machen aber nur sehr wenig während den warmen Monaten um zu kühlen. Das müssen wir ändern, denn gegen den Klimawandel / die Natur können wir uns nicht stemmen und wir gehen nun mal in Richtung Warmzeit.
    9. Antwort von Leon Turcan  (Leon3103)
      @kälin: "klimawandel/Natur" ist in diesem Kontext nicht mit einem Schrägstrich zu verbinden. Es ist unbestritten, dass ein enorm grosser Teil dieser Entwicklung menschlichen Ursprungs ist. Also doch, bestritten von Trump, Bolsonaro und 51.5% des Schweizer Stimmvolks etc., aber tatsächlich gibt es keinen Wissenschaftler, bei dem das Präfix Pseudo weggelassen werden kann, der den anthropologischen Treibhauseffekt und dessen desaströsen Konsequenzen widerlegen möchte
    10. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @kälin. Und nochmals, auch wenn ich bezweifle das sie es wahr haben wollen. Die Tausende von Hungertoten, sterben in der Folge von Ernteausfällen aufgrund zu großer Hitze und zu geringen Niederschlägen! Sie wollen wie es scheint nicht über ihren kleinen Tellerrand hinaus schauen. Klimafakten ignorieren sie, ebenso die zahlreichen Tatsachen die gegen Atomkraft sprechen.
    11. Antwort von Jim Brunner  (JimB)
      @kälin: Wie wenn es nur Linke wären, welche Endlager in ihrer Region verhindern wollen... (Fast) niemand will das Zeugs unter seiner Gemeinde...