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Trump bleibt bei Facebook gesperrt
Aus Tagesschau vom 05.05.2021.
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Facebook-Sperre für Trump Trumps Comeback könnte schwierig werden

Konservative Kreise speien Gift und Galle. Ein tyrannischer Entscheid, eine gezielte Zensur aus politischen Gründen sehen sie in der Facebook-Sperre für Donald Trump, die nun mindestens sechs Monate bestehen bleibt.

Das ist nicht politisches Theater, sondern aus der Sicht des Trump-Lagers berechtigt. Denn eine erneute Kandidatur von Ex-Präsident Trump ist gefährdet, falls Facebook Donald Trump in einem halben Jahr dauerhaft sperren sollte, wie es bereits Twitter getan hat.

Facebook machte Trumps Erfolge möglich

Ohne Facebook wäre der politische Erfolg Donald Trumps kaum denkbar gewesen. «Facebook war der Highway, auf dem er fuhr», sagte Trumps Digitalmanager und späterer Kampagnenchef Brad Parscal einmal.

2016 und 2020 gab die Trump-Kampagne hunderte von Millionen von Dollar für Politmarketing via Facebook aus. Die Plattform erlaubte es Trump, seinen Populismus ungefiltert und direkt zu verbreiten und lieferte das ausgefeilte Daten-Mining, um die geneigte Wählerschaft gezielt anzusprechen.

Kein Comeback ohne Facebook

Auch wenn Donald Trump nach wie vor bei vielen Millionen von Wählerinnen und Wählern grossen Rückhalt geniesst, ohne die exponentiellen Reichweiten von Facebook ist sein politisches Comeback kaum möglich.

Und ein ebensolches scheint er ernsthaft zu erwägen. Er werde bald eine Ankündigung machen, die viele Leute glücklich machen werde, sagte Trump kürzlich in einem konservativen Videocast. Doch die verlängerte Facebook-Sperre könnte ihm einen Strich durch die Rechnung machen.

Im Feld der Republikaner gibt es Dutzende von Aspirantinnen und Aspiranten auf das Präsidentschaftsamt. Der Facebook-Entscheid dürfte sie ermutigen, die Jagdsaison 2024 zu eröffnen. Vielleicht warten sie damit auch noch ein halbes Jahr, bis Facebook den endgültigen Entscheid in der Causa Trump bekannt gibt.

Isabelle Jacobi

Isabelle Jacobi

USA-Korrespondentin, SRF

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Nach dem Studium in den USA und in Bern arbeitete Jacobi von 1999 bis 2005 bei Radio SRF. Danach war sie in New York als freie Journalistin tätig. 2008 kehrte sie zu SRF zurück, als Produzentin beim Echo der Zeit, und wurde 2012 Redaktionsleiterin. Seit Sommer 2017 ist Jacobi USA-Korrespondentin in Washington.

Tagesschau, 05.05.2021, 19:30 Uhr

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Ralf Fröhlich  (Rafroe)
    Was Facebook u auch die unzähligen anderen Nachrichtendienste, in der allernächstenZeit dringend tun sollten:
    Es braucht einen generellen Index, der klar verlangt dass Tatsachenberichte klar nachweisbar wahr sein müssen und keine Behauptung darstellt, welche auf eigenen Theorien ohne Beweise gründet. Es muss klar zwischen Wahrheit und Behauptung getrennt werden. Lügen Verbreiten als "alternative Wahrheiten" und andere in den Schmutz ziehen (sprich mobbing) muss gesperrt werden. Nur wer machts?
    1. Antwort von Benedikt Walchli  (Baenzi)
      All diese Firmen geniessen einen Rechtsschutz (US Section 230), d.h sie können nicht für die Inhalte rechtmässig angegriffen werden. Wenn sie aber beginnen Inhalte zu zensieren, werden sie zu einem "Publisher", d.h. der Rechtsschutz sollte eigentlich ausgesetzt werden und sie könnten jetzt rechtlich verfolgt werden. Aber sie können nicht beides haben, "das Weggli und der Batzen"!
  • Kommentar von Patrick Lohri  (Patrick Lohri)
    Wer sagt, dass Trump selber wieder kandidieren will? Da gibt es noch andere Hoffnungsträger wie z.B Candace Owens die von der "MAGA-Bewegung" profitieren könnten. Bei Owens wird aber die Rassismus-oder-Sexismus-Nummer nicht mehr ziehen! Nimmt mich wunder, was Big-Tec dann aus dem Hut zaubern wird um Owens zu zensieren!
    1. Antwort von Dani Stettler  (Dani S)
      Wenn ein Trump Nachfolger die Fehler von Trump wiederholt (Lügen, Aufwiegeln, Hetzen, Trennen) dann wird er/sie da Trump ebenfalls ins Abseits folgen. Niemand muss sich nochmal derart vollmüllen lassen.
    2. Antwort von Peter Holzer  (Peter Holzer)
      Wer einige der Videos von Candace Owens und Kirk gesehen hat, der kann nur hoffen, dass so jemand nicht (schon wieder) an die Spitze der USA gewählt wird.

      Videos in welchen die Schweiz (dabei meinen sie eigentlich Schweden) ein kommunistisches Land genannt wird und komplett falsche Aussagen am Laufmeter gemacht werden sind einfach nur peinlich!

      Solche Menschen sollten keine Vorbilder für eine ganze Nation sein.
    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Hoffnungsträgerin? Ausgerechnet die Dame, die vom Attentäter von Neuseeland als sein grösstes Vorbild bezeichnet wurde?
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Hoffentlich wird Trump für immer gesperrt, sonst richtet er noch mehr Schaden an.