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Fall Khashoggi Saudi-Arabien lehnt Auslieferung der Verdächtigen ab

  • Saudi-Arabien will die im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi festgenommenen Verdächtigen nicht an die Türkei ausliefern.
  • Es handle sich um saudiarabische Staatsbürger, begründete Aussenminister Adel al-Dschubeir den Entscheid.
  • Die Türkei hatte am Freitag die Auslieferung der 18 Verdächtigen gefordert, die Anfang Oktober festgenommen worden waren.

«Sie sind in Saudi-Arabien inhaftiert, die Ermittlung findet in Saudi-Arabien statt und sie werden in Saudi-Arabien strafrechtlich verfolgt», sagte Aussenminister al-Dschubeir auf einer Konferenz in Bahrains Hauptstadt Manama. Der Prozess werde in Saudi-Arabien stattfinden, die Ermittlungen würden aber eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen

Generalstaatsanwalt reist in die Türkei

Am Sonntag reist Generalstaatsanwalt Saud bin Abdullah al-Muadschab nach Istanbul, um dort mit seinem türkischen Amtskollegen Irfan Fidan über den Fall zu sprechen. Am Donnerstag hatte die Generalstaatsanwaltschaft unter Berufung auf die türkischen Ermittlungen die Tötung Khashoggis erstmals als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet.

Die bis zu diesem Zeitpunkt von Riad offiziell verbreitete Version zu dem Todesfall besagte, dass Khashoggi während eines Besuchs des saudiarabischen Konsulats in Istanbul bei einem «Faustkampf» zu Tode gekommen sei. Diese Darstellung wird international jedoch stark angezweifelt.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Kessler (KLERUS)
    Sobald den Saudis das Öl ausgeht, wird Prinz Salman und seine Klicke eine tiefgreifende Erfahrung machen müssen. Oder glaubt jemand ernsthaft, das sich dieser Staat als Dienstleistungsdrehscheibe etablieren kann.
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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    Wieso wird eigentlich nicht Mohamend Bin Salam ausgeliefert an die Türkei? Weil die Ermordung von Kashoggi kam doch gewiss nur mit seinem Wissen zustande.Die Frage ist nur,hat er den Mumm sich zu outen?Ich möchte aber lieber nicht wissen,wieviele Staatspräsidenten die noch im Amt sind,selber schon das ok zur "Beseitigung" von Bürgern willigten,die leider das Pech hatten,kein Journalist zu sein,geschweige denn sonst irgendwie bekannt in der Öffentlichkeit
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  • Kommentar von Kurt Häfliger (kurto1956)
    Erdogan spielt sich auf und kennt nicht einmal die Basis-Gesetze im Konsulatwesen! Dieses steht wohl auf physischem Boden, hier der Türkei, darin gelten aber die Gesetze der Saudis! D.h. alle Personen welche es betreten haben müssten zuerst identifiziert werden können! Ja von wem denn? Nein, dass wirkt wie ein kalkulierter Auftrags-Mord! Selbst wenn man wüsste wer den Auftrag gegeben und ihn ausgeführt hat könnte man nicht einmal Anklage erheben weil eben die Beweise fehlen!
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