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FDP und Grüne sind in einer starken Position
Aus HeuteMorgen vom 27.09.2021.
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FDP und Grüne als Königsmacher Diese Koalitionen sind jetzt denkbar

Nach der Wahl beginnt das Ringen um eine Regierung. Mehrere Koalitionen sind möglich.

Olaf Scholz will Kanzler werden. Seine SPD liegt knapp vorne. Aber auch Armin Laschet, der Unterlegene, will Kanzler werden. Einer von beiden dürfte es am Ende sein.

Entweder eine Ampel mit der SPD – oder Jamaica mit der Union: Beide Regierungsbündnisse sind derzeit möglich. In beiden sind grün und auch gelb drin, gemeint sind die Grünen und die FDP. FDP-Parteichef Christian Lindner hätte lieber Jamaica, das hat er gestern Abend nochmal deutlich gemacht, Gespräche mit der SPD schliesst er dennoch nicht aus.

Diese Koalitionen sind möglich:

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  • Ampel-Koalition: SPD, Grüne und FDP
  • Jamaika-Koalition: CDU/CSU, Grüne und FDP
  • Grosse Koalition: SPD und CDU/CSU

Annalena Baerbock wiederum hätte lieber die Ampel, also ein Bündnis aus SPD, Grünen und FDP. Sie machte trotzdem klar: Egal mit wem – um den Klimaschutz kommt keiner mehr herum. An den Grünen führt kein Weg mehr vorbei. «Die nächste Bundesregierung muss eine Klimaregierung sein, das ist der klare Auftrag nach dieser Wahl. Wir haben unsere Stimmen deutlich verbessert. Das ist auch der klare Auftrag für uns Grüne.»

Mit dem Koalitionsrechner können Sie die Möglichkeiten durchrechnen

Wer ruft zuerst wen an?

Die Grünen und die FDP werden umworben werden. Von der SPD und von der Union. Man wird ihnen Angebote machen. Sie werden ihr Preisschild hoch halten – und werden doch Kompromisse eingehen müssen. So läuft das politische Geschäft. Fragt sich nur noch: wer ruft wen zuerst an?

Ein Vorschlag kommt von Christian Lindner von der FDP. Zuerst sollten Platz drei und vier miteinander reden. «Dass also Grüne und FDP zuerst miteinander sprechen, um all das, was danach kommt zu strukturieren.» So reden Königsmacher. Oder eben: Kanzlermacher. 

Deutschland steht nun vor einer schwierigen Regierungsbildung. Einzig mögliches Zweierbündnis wäre eine neue grosse Koalition, die aber weder SPD noch Union wollen. Deshalb dürfte es zum ersten Mal seit den 50er-Jahren ein Dreierbündnis geben.

 

Ziellinie: Vor Weihnachten

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In der Regel dauert es nach einer Bundestagswahl ein bis drei Monate bis zur Vereidigung eines neuen Kabinetts. Bis Weihnachten war man fast immer fertig. Mit einer Ausnahme: Nach der Wahl 2017 dauerte es fast ein halbes Jahr, weil die Jamaika-Sondierungen an der FDP scheiterten – am Ende gab es eine unionsgeführte grosse Koalition. Scholz und Laschet sagten am Sonntag beide, sie wollte es vor Weihnachten schaffen.

SRF 4 News, 27.09.2012; 06:00 Uhr

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49 Kommentare

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  • Kommentar von Herbert Schild  (Herbert Schild)
    Erstaunlich dass sich niemand traut Schwarz-Gelb-Blau in als möglche Koalition zu nennen. Was wenn sich die Grünen aus Jamaika zurückziehen, um die Ampel zu erzwingen. Hebt die CDU/CSU dann etwa die weisse Fahne?? Einen solchen Trumpf haben die Genossen auf jeden Fall nicht im Ärmel...
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das hat mit getrauen nichts zu tun. Wenn Sie SSW meinen dann ist dieser eine Sitz zu wenig und wenn Sie die AfD meinen (ist eigentlich nicht so richtig blau) dann kann man nur sagen es ist eigentlich braun und kommt deshalb kaum in Frage.
  • Kommentar von Thomas Widmer  (Thomy19)
    Also wenn die Grünen für die Ampel nicht wollen, dann wäre doch die AFD noch da. Mit CDU +FDP hätten die 3 eine hauchdünne Mehrheit. Ich kenne mich mit deutscher Politik nicht aus; warum wird die AFD immer kategorisch ausgeschlossen?
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Weil die AfD sich nicht rigoros genug vom Nationalsozialismus distanziert. Für jede grundsätzlcih wählbare Partei wäre es fast Selbstmord mit diesen eine Regierung zu bilden. Das würde wohl erst dann diskutiert wenn die AfD gegen 20% der Wählenden erreichen würde.
  • Kommentar von Christoph Heierli  (help)
    Laschet tut mir leid. Lausiger Wahlkampf und vom Volk ungewünschter Kanzler. Trotzdem wie ein Kleinkind weiter trotzen. Das ist sicher kein Kanzler für Deutschland. Man muss auch verlieren können. Er kann es drehen wie er möchte, aber er und seine Partei sind allenfalls auf Platz zwei. Komisches Demokratieverständnis für einen möchte gern Kanzler.