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Feminizide in Mexiko-Stadt Stadtpräsidentin ruft den Notstand aus

  • Wegen der Gewalt an Frauen in Mexiko-Stadt hat die Stadtpräsidentin den Notstand ausgerufen.
  • Claudia Sheinbaum will alles tun, damit sich Frauen und Mädchen in der mexikanischen Metropole sicherer fühlen.
Video
Aus dem Archiv: Frauendemonstration in Mexiko-Stadt
Aus News-Clip vom 17.08.2019.
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Laut offiziellen Zahlen wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr als 150 Frauen in Mexiko-Stadt ermordet. Bei 40 Fällen handelte es sich um Femini-zide – die Frauen wurden also wegen ihres Geschlechts umgebracht. Im gleichen Zeitraum gab es 527 Notrufe wegen Vergewaltigung.

Seit 2015 haben bereits 18 andere mexikanische Stadtverwaltungen einen sogenannten Geschlechter-Alarm ausgerufen.

Feminizide

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Feminizide sind Tötungen von Frauen, weil sie Frauen sind. In der feministischen Kriminologie geht der Begriff aber über eine kontextunabhängige geschlechtliche Differenzierung der Opfer hinaus. Er will eine bestimmte Verbrechens-Kategorie erfassen: die vorsätzliche Tötung einer Frau aufgrund eines angeblichen Verstosses gegen traditionelle Rollenvorstellungen und Geschlechterarrangements.

Die Formen der Feminizide sind divers. In westlichen Ländern treten sie oft als «Trennungstötungen» auf, also als Tötungen von Frauen während oder nach einer Trennung oder Scheidung. In patriarchalisch organisiserten Staaten geschehen sie oft als Ehrenmorde. Und in China kommen sie in der selektiven Abtreibung von Mädchen im Zuge der Ein-Kind-Politik zum Ausdruck.

Frauenbewegungen kritisieren, dass Feminzide nicht oder zu wenig als solche wahrgenommen und entsprechend nicht oder zu wenig systematisch geahndet werden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
    In Mexiko gab es scheinbar alleine in den ersten 6 Monaten des Jahres 2019 14603 morde, auf 9 Monate hochgerechnet sind das 21904. In Mexiko Stadt wird die Anzahl alleine für den Monat Mai mit 244 angegeben. Wer sich angesichts solcher zahlen nur auf Morde an Frauen konzentrieren möchte verkennt das Problem.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Sie verkennen eher das Problem. Die meisten Opfer sind Tote der Drogenkartelle, untereinander. Die Gewalt an Frauen ist ein gesellschaftliches Problem.
  • Kommentar von Fischer Hubert  (Mahmud)
    Ich komme je länger zur Überzeugung, das sie Männer wirklich das Problem sind. Ich habe noch nie, oder sehr selten von Vergewaltigungen gehört die von Frauen gegangn wurden.
  • Kommentar von Beda Mast  (Beda Mast)
    Frauen wehrt euch, wehrt euch vor Männern, die euch nicht auf Augenhöhe begegnen wollen!