- In Hongkong hat eine dreitägige Trauerperiode zum Gedenken an die Opfer des Hochhausbrands vom Mittwoch begonnen.
- Beim schlimmsten Brand in der jüngeren Geschichte der Stadt starben mindestens 128 Menschen.
- Noch immer werden rund 200 Personen vermisst.
In den Morgenstunden legten Regierungschef John Lee und führende Beamte der Sonderverwaltungszone mit rund 7.5 Millionen Einwohnern eine dreiminütige Schweigeminute ein.
Bis einschliesslich Montag werden sämtliche Flaggen vor Regierungsgebäuden auf Halbmast gehisst.
Sieben Hochhäuser ausgebrannt
Am Mittwoch war im Wohnkomplex Wang Fuk Court im Stadtteil Tai Po ein Grossbrand ausgebrochen, der gleich sieben der acht 32-stöckigen Hochhäuser des Komplexes in Flammen aufgehen liess.
Nach derzeitigem Kenntnisstand kamen mindestens 128 Menschen ums Leben. Allerdings gelten nach Behördenangaben rund 200 Menschen weiterhin als vermisst – die Opferzahl könnte also noch erheblich steigen.
Suche nach Leichen statt Überlebenden
Die Feuerwehr hat die Flammen mittlerweile gelöscht und ihre Suche nach möglichen Überlebenden eingestellt. Inzwischen geht es nur noch darum, weitere Leichen in den verkohlten Wohnungen zu finden und zu identifizieren.
Mindestens elf mögliche Mitverantwortliche wurden infolge der Brandkatastrophe festgenommen, darunter mehrere Mitarbeiter einer Baufirma.
Bei Renovierungsarbeiten an der Wohnanlage waren offensichtlich nicht zugelassene Materialien für Netze an den Gerüsten verwendet und einige Fenster mit Polystyrolplatten versiegelt worden.
Die leicht entflammbaren Materialien spielten laut Experten eine Schlüsselrolle bei der rasanten Ausbreitung des Feuers.