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Flammeninferno in Frankreich Hitzewelle naht, Bordeaux bangt: Die aktuelle Lage

Die Brände bei Bordeaux bedrohen nicht nur Wälder, sondern auch das Sommergeschäft der Tourismusregion. Die Übersicht.

Der Kampf gegen die Flammen: Vor Beginn einer neuen Hitzewelle in Frankreich versucht die Feuerwehr, die an der Atlantikküste wütenden Waldbrände weiter einzudämmen. Während der grössere der beiden Brände bei Bordeaux den Einsatzkräften weiterhin zu schaffen mache, sei der flächenmässig kleinere Brand inzwischen unter Kontrolle, sagte Präsident Emmanuel Macron beim Besuch der Einsatzleitung am Abend in Bordeaux. «Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen», sagte Macron und lobte «die bemerkenswerte Arbeit zum Schutz der Zivilbevölkerung».

2500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1500 Soldaten sind in der Region im Einsatz. Unterstützung ist nicht nur aus weiten Teilen Frankreichs, sondern auch aus dem Ausland eingetroffen.

So hilft die Schweiz: Bereits am Samstag sind 34 Feuerwehrleute mit Löschfahrzeugen von Genf nach Bordeaux aufgebrochen. Ihr Einsatz soll laut dem Aussendepartement EDA bis zum 1. August dauern. Von Waldbränden betroffen ist nicht nur die französische Atlantikküste. Deshalb schickt die Schweiz am Dienstagmorgen drei Armeehelikopter des Typs Super Puma zur Waldbrandbekämpfung auf die Insel Korsika. Zusätzlich reisen zwanzig Spezialisten zur Brandbekämpfung mit.

Waldbrände bei Bordeaux und bei Madrid – die Bilder

Die aktuelle Lage: Um dem Feuer die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung zu nehmen, wurden am Montag an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebiete soll damit verhindert werden. Für die Brandbekämpfung sei auch die weitere Wetterentwicklung mit dem Aufkommen von Wind und Hitze wichtig, hiess es von den Behörden.

Seit Mittwoch wurden mehr als 220’000 Menschen in der Ferienregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, auch viele Touristinnen und Touristen. Das Feuer hat sich auf bis zu 15 Kilometern der Grossstadt Bordeaux genähert und rund 42’000 Hektar Wald und Buschland zerstört. Das sind 420 Quadratkilometer – beinahe die Fläche des Kantons Obwalden. Seit der Nacht zum Montag hat die Feuerwehr allerdings eine weitere Ausbreitung verhindern können, die Lage habe sich stabilisiert.

Leichte Entspannung in Spanien

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In Spanien zeichnet sich eine leichte Entspannung der Lage ab, die Behörden warnen jedoch vor verfrühter Entwarnung. Besonders betroffen bleiben die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo, wo die Brände zusammen knapp 80’000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet haben. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände deutlich verlangsamt.

Rund 90’000 Menschen waren zuletzt von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen. Die kommenden Stunden gelten als entscheidend, da der Wetterdienst Aemet ab Mittwoch eine neue Hitzewelle erwartet. Auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes brennt es weiter; dort mussten rund 16’000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Harter Schlag für Tourismussektor: Die von Waldbränden betroffene Tourismusregion um Bordeaux bangt unterdessen um die Saison, nachdem die Regierung Touristen aufgerufen hat, vorerst nicht anzureisen. «Das ist ein schwerer Schlag – der Tourismus ist komplett zum Erliegen gekommen, die Saison ist vorbei», sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Gironde, Patrick Seguin. «Wir bitten die Französinnen und Franzosen eindringlich, sich nicht in die Gironde zu begeben, solange das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist», hatte Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montagmorgen gesagt.

Tagesschau, 28.07.2026, 19:30 Uhr ; 

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