Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Flüchtlinge auf Überseerouten Zahl der Todesopfer auf Flüchtlingsrouten hat sich verdoppelt

  • Auf der Flucht von Afrika über das Meer nach Europa sind im ersten Halbjahr mehr als doppelt so viele Menschen gestorben wie im ersten Halbjahr 2020.
  • Das berichtet die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch.
  • Insgesamt waren es von Januar bis Ende Juni mindestens 1146 Menschen.
Video
Aus dem Archiv: Hunderte Migranten auf der «Ocean Viking»
Aus News-Clip vom 08.07.2021.
abspielen

Nach Angaben der IOM kamen die meisten Migranten bei der Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben. Seit Jahresbeginn wurden 896 Todesopfer registriert, die meisten von ihnen auf der zentralen Mittelmeerroute. 250 weitere starben auf der Schiffsroute zu den Kanarischen Inseln.

Zahl der verunglückten Flüchtlinge nimmt zu

Im Vorjahreszeitraum waren 513 Todesopfer verzeichnet worden. 2019 waren es im ersten Halbjahr 674 Menschen, die über den Seeweg nach Europa gelangen wollten. Insgesamt waren es von Januar bis Ende Juni mindestens 1146 Personen. Die Dunkelziffer dürfte laut Uno höher sein, da viele Boote kenterten, ohne dass dies bemerkt wurde.

Europa ist mitverantwortlich

Für die steigende Zahl der Todesopfer sei Europa mitverantwortlich. IOM-Chef António Vitorino rief die Regierungen zu Massnahmen auf, um den Verlust von Menschenleben auf den maritimen Migrationsrouten nach Europa zu reduzieren.

Legende: Die «Ocean Viking» ist ein Schiff einer privaten Seenotretter-Organisation, das im zentralen Mittelmeer operiert. Keystone

Weiter hätten die europäischen Staaten ihre Rettungs- und Sucheinsätze reduziert und zusätzlich würden private Rettungs-Organisationen behindert. So beklagte die IOM, dass die zivilen Hilfsorganisationen mit erheblichen Hindernissen konfrontiert seien, da die meisten ihrer Schiffe in europäischen Häfen festgesetzt worden seien.

SRF 4 News, 14.07.2021, 07:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

44 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Praktisch über 90% der Flüchtlinge kommen aus Staaten mit Koloniale Vergangenheit und genau diese Staaten welche jetzt Befreit und Eigenständig sind bringen es eben nicht fertig Strukturen für ihre, Bevölkerung zu schaffen, welche diesen eine Perspektive und Lebensgrundlage im Land gibt, weil Korruption, Clan Denken und Veternwirtdchaft es unmöglich macht und dafür allein Europa verantwortlich zu machen ist zu einfach!
    Es liegt am Willen und der Kultur dieser Völker das sich nichts ändert!
    1. Antwort von Rudolf Küng  (Rudolf Küng)
      Deshalb sind es eben keine Flüchtlinge, sondern Migranten. Flüchtlinge müssen wir aufnehmen, Migranten nicht.
  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    SRF bringt in regelmässigen Abständen „News“ vom Mittelmeer. Tenor: Wieder viele Ertrunkene, Europa ist mitschuldig, NGOs sind Retter. Noch nie wurden Afrikaner (z.B. Axelle Kabou) interviewt, welche einen anderen, realistischen Blick auf das Migranten-Business werfen. Mit Migranten verdienen Landsleute, Politiker und mafiöse Organisationen Unsummen, mehr als mit Drogen. Weshalb diese einseitigen Infos? Weshalb diese Recherche-Verweigerung? Absicht?
  • Kommentar von Walter Schär  (Fakten)
    Insgesamt leben 1,3 Milliarden Menschen in Afrika. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut. Das heißt, sie müssen täglich mit weniger als 1,90 US-Dollar auskommen.
    Dieses Problem wird nicht gelöst, wenn ein paar Tausend Afrikaner mit dem Schlauchboot nach Europa kommen. Man soll sie davon abhalten, es kostet nur Menschenleben.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Probleme löst man, wenn man sie an der Wurzel packt.
    2. Antwort von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
      und die wurzel ist es sicher das mittelmeer zu durchqueren?
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Senn: Nein, richtig wäre, wenn diese Leute in ihren Länder ein lesenswertes Leben führen könnten. Was schlagen sie vor, um das zu verwirklichen?
    4. Antwort von Werner Gürr  (FrMu)
      Herr Schär In Ihrem Kommentar beschreiben Sie die Situation treffend, ziehen aber den falschen Schluss daraus. Sie schreiben: "Man soll sie davon abhalten [mit dem Schlauchboot nach Europa zu kommen]". Davor melden Sie: "Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut." Wie kommen sie dazu, die Verhinderung der Reise per Schlaucboot nicht aber die Verminderung der Armut als Lösung zu empfehlen? Mir scheint, das ist ein Fehlschluss, den alle Vertreter der Festung Schweiz/Europa ziehen.
    5. Antwort von thorsten Koopmann  (Koopmann)
      „ Probleme löst man, wenn man sie an der Wurzel packt.“ und die Wurzel ist weder der Zahnarzt noch Europa sondern die dortigen Behörden und die skrupellosen Kriminellen Schlepper