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Folgen des Klimawandels Kaiserpinguin und Seebär vom Aussterben bedroht

  • Dem Kaiserpinguin in der Antarktis geht es als Folge des Klimawandels immer schlechter.
  • Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft ihn nun auf ihrer Skala des prognostizierten Aussterbens von bedrohten Arten als «stark gefährdet» ein.
  • Zusammen mit dem Antarktischen Seebär ist er neu auf der Roten Liste für bedrohte Arten.

Die Population der Kaiserpinguine sei von 2009 bis 2018 um zehn Prozent geschrumpft. Nach Auswertung von Satellitenbildern dürften es 2018 noch rund 180'000 Tiere gewesen sein.

Was ist die Rote Liste der IUCN

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Die IUCN Red List ist seit 1964 die weltweit wichtigste Übersicht über den Gefährdungsstatus von Tier‑, Pflanzen‑ und Pilzarten. Sie zeigt, wie es um die globale Biodiversität steht und liefert zentrale Daten zu Verbreitung, Beständen, Lebensräumen, Bedrohungen und Schutzmassnahmen. Die Liste dient als wissenschaftliche Grundlage für Naturschutz, politische Entscheidungen und konkrete Massnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt.

Die IUCN geht davon aus, dass sich diese Zahl ohne deutliche Rückgänge bei den Treibhausgasemissionen bis 2080 halbieren dürfte. 

Wenn das Eis bricht, stirbt der Nachwuchs

Hauptgrund für den Rückgang der Population sei das frühe Aufbrechen und der Verlust des Meereises, das seit 2016 Rekordtiefstände erreicht habe, so die IUCN. Kaiserpinguine benötigten Meereis, das an der Küste, am Meeresboden oder an festsitzenden Eisbergen verankert ist, berichten die Fachleute.

Pinguin steht auf schneebedecktem Boden.
Legende: Während der Mauserzeit sind die Kaiserpinguine nicht in der Lage, zu schwimmen. Wenn die Eisschollen unter ihnen brechen, stürzen sie ins Wasser. Getty Images/Sebnem Coskun

Dies ist der Lebensraum für die Küken und für die Pinguine während der jährlichen Mauserzeit, wenn sie neues Gefieder bekommen und für zwei bis vier Wochen nicht schwimmen können. Bricht das Eis zu früh, stürzt eine Brutkolonie demnach ins Meer und ertrinkt.

Antarktischer Seebär ebenfalls auf Roter Liste

Die IUCN stuft auch den Antarktischen Seebären neuerdings als stark gefährdet ein. Seine Population habe sich von 1999 bis 2025 mehr als halbiert, auf zuletzt schätzungsweise 944'000 Tiere.

Robbe sitzt auf Schnee in eisiger Landschaft.
Legende: Für Seebären wird es in der Antarktis immer schwieriger, Nahrung zu finden. Getty Images/Martin Zwick

Hier ist das Problem unter anderem, dass kleine Krebstiere, Krill genannt, wegen der steigenden Meerestemperaturen auf der Suche nach kaltem Wasser immer tiefer tauchen.

Den Seebärenjungen fehlt es deshalb an Nahrung. Zum Mangel an Krill trage auch bei, dass sich die Population der Bartenwale erholt hat, die dieselbe Nahrung sucht, so die IUCN.

SRF 4 News, 9.4.2026, 13:30 Uhr ; 

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