Zum Inhalt springen

Header

Audio
Keine Schäden für die strategische Partnerschaft
Aus HeuteMorgen vom 24.10.2018.
abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Inhalt

Folgen im Fall Khashoggi Trump verhängt sanfte Sanktionen gegen Saudi-Arabien

Als erste Massnahme werden Einreisesperren für mutmassliche Mittäter verhängt. Kronprinz bin Salman bleibt unerwähnt.

Von den saudischen Erklärungen zum Tathergang im saudischen Konsulat in Istanbul hält US-Präsident Donald Trump nicht viel – es sei eine der schlechtesten Vertuschungen in der Geschichte von Vertuschungen, meinte er.

Die USA haben Strafmassnahmen, unter anderem Einreisesperren gegenüber 21 saudischen Personen verhängt, die gemäss US-Erkenntnissen direkt in den Mordfall am Journalisten Jamal Khashoggi verwickelt sind.

Wirtschaftsinteressen wahren

Es handelt sich laut US-Aussenminster Mike Pompeo um Mitglieder des Geheimdienstes, des Königshofs und verschiedener Ministerien. Weitere Sanktionen seien möglich, die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.

Die strategische Partnerschaft mit Saudi-Arabien bleibe jedoch intakt, sagte Pompeo. Es sei möglich, gleichzeitig die Wirtschaftsinteressen der USA zu wahren und die Schuldigen am Khashoggi-Mord zur Verantwortung zu ziehen.

Milde Massnahme

Die Sanktionen sind eine erste, relativ milde Massahme der USA gegen den wichtigen Handelspartner und sicherheitspolitischen Verbündeten im Nahen Osten.

Der Frage aber, wie hoch die Befehlslinie im saudischen Königshaus geht, weichen die USA vorerst aus. Insbesondere eine mögliche Rolle des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bleibt unerwähnt.

Cassis kündigt Konsequenzen an

Aussenminister Cassis an einer Medienkonferenz.
Legende: Aussenminister Cassis an einer Medienkonferenz. Keystone

Aussenminister Ignazio Cassis hat Konsequenzen für die Beziehungen zu Saudi-Arabien wegen des Falls Khashoggi angekündigt. Die Schweiz müsse sich nach der Tötung des saudischen Journalisten die Frage nach den Folgen für das zwischenstaatliche Verhältnis stellen. Dies sagte er in einem Interview mit dem «Blick». Die Indizien im Fall Khashoggi sprächen eine klare Sprache. Der Fall sei «eine Verletzung von Menschenrechten und von Rechtsstaatlichkeit».

Seine Behörde habe zudem am Montag über einen Mitarbeiter der saudischen Botschaft ein drittes Mal eingefordert, dass schnell Licht in die Affäre gebracht werde. Damit bestätigte Cassis in dem Interview den Vollzug der am Wochenende vom Aussendepartement EDA angekündigten Massnahme.

Waffenexporte der USA 2017
Waffenimporte Saudi Arabiens 2017
Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
    Da passiert doch nichts ohne vorherige Absprache zwischen DT und den Kronprinzen. Das sollte jedem seit dem Besuch Pompeos und dem gleichzeitigen Telefonat zwischen dem Kronprinz und DT klar sein. Die in Riad festgenommenen und jetzt die Sanktionierte sind dich alle nur Bauernopfer im Schachspiel der Mächtigen.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Klar nur sanft, da Trump als Privat Ann "befangen ist" oder wann verkauft der "Bauer schon seine beste Kuh"!
  • Kommentar von Marti Müller  (marchman)
    Als wäre das nicht schon lange bekannt was da abgeht... Ich verstehe die plötzliche Empörung nicht...