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Macron und das französische Atomprogramm
Aus Heute um halb Fünf vom 07.02.2020.
abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
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Frankreichs Atomarsenal Einzige Atommacht in der EU stellt Führungsanspruch

  • Präsident Emmanuel Macron will, dass die Atomwaffen seines Landes unter französischer Kontrolle bleiben.
  • Er forderte europäische Verbündete in einer Rede dazu auf, eine internationale Agenda zur Rüstungskontrolle zu erarbeiten.
  • Bei den Verhandlungen über Rüstungskontrollen dürfe sich Europa nicht auf eine Zuschauerrolle beschränken, so Macron.

Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs ist Frankreich die einzige Atommacht in der EU. Präsident Emmanuel Macron meldet Führungsanspruch an und fordert mehr Engagement der europäischen Partner. Europa müsse handlungsfähiger werden, sagte Macron in einer Grundsatzrede zur Position Frankreichs in der Sicherheitspolitik an der Militärakademie in Paris.

Macron streckt den Zeigefinger aus
Legende: Frankreich habe seine Atomsprengköpfe zuletzt reduziert, so Macron, auf weniger als 300 Stück. Reuters

Frankreich ist hinter den USA und Russland mit grossem Abstand die drittgrösste Atommacht – mit vier nuklear bestückten U-Booten, die mit ballistischen Interkontinental-Raketen ausgestattet sind. Dazu kommen Luft-Boden-Raketen mittlerer Reichweite, die von Rafale-Kampfflugzeugen aus eingesetzt werden können. Dieses Arsenal atomarer Waffen sei das Kernstück der französischen Sicherheitspolitik, sagte Macron.

Frankreich werde die Kontrolle darüber auch nicht abgeben und sich weiterhin nicht in die nukleare Planungsgruppe der Nato integrieren. Aber Frankreich wolle den europäischen Partnern mehr Einblick in seine Atompolitik geben und sie an einem strategischen Dialog beteiligen. Dies werde zu einer besseren Verteidigungskultur ein Europa führen. Wer wolle, könne sich auch an Übungen der französischen Streitkräfte beteiligen.

Kooperation mit London soll eng bleiben

Eine enge Zusammenarbeit im Bereich atomarer Waffen hatte Frankreich bisher bloss mit Grossbritannien geführt, der anderen Atommacht in der EU. Das Verhältnis zwischen den Ländern sei in den vergangenen Jahren sehr intensiv geworden, sagte Macron weiter. Grossbritannien und Frankreich würden diese Zusammenarbeit auch nach dem Brexit weiterführen.

Nachrichten, 07.02.2020, 12:00 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Monsieur Macron macht seine Aufgaben gut bis sehr gut, versucht er doch seinen Landsleuten mehr zu
    bieten, aber dafür müssen sie sich mit mehr Arbeitszeit, spätere Pension anfreunden und dagegen kämpfen
    die Allmächtigen
    Gewerkschaftsfunktionäre nun kommt es darauf an, wer länger durchhält.
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  • Kommentar von Ivan Mathis  (Platon)
    Na ja, weil Macron mit den Problemen in seinem Land stets völlig überfordert ist, macht er offensichtlich wieder auf Selbstverwirklichung indem er "Möchtegern-Napoleon" spielt...
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  • Kommentar von Peter Jürg Ern  (Pattaya)
    Genau das ist das Problem der EU. Frankreich will einen "Führungsanspruch" beim Militär, Deutschland will einen "Führungsanspruch" bei den Finanzen. Italien und Griechenland wollen einen "Führungsanspruch" beim Geldausgeben. Die osteuropäischen Ländern wollen einen "Führungsanspruch" beim Empfang von EU-Geldern, die nordeuropäischen Länder wollen einen "Führungsanspruch" bei den Sozialaufgaben. Und Portugal keinen krummen Gurken mehr. Was will man noch mehr, bravo EU.
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