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Der Nobelpreis für Physik geht an zwei Schweizer Astronomen und einen Kanadier
Aus News-Clip vom 08.10.2019.
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Freude über den Nobelpreis «Das ist die aufregendste Entdeckung unseres Lebens»

Michel Mayor und Didier Queloz haben vor 25 Jahren eine Entdeckung gemacht, die ihr Leben veränderte. Ihre Freude ist dementsprechend gross über die jetzige Ehrung.

«Die Entdeckung (des Exoplaneten) ist die aufregendste unserer gesamten Karriere. Und dafür noch einen Nobelpreis zu erhalten, ist einfach aussergewöhnlich», haben Michel Mayor (77) und Didier Queloz (53) in einer Erklärung der Universität Genf verlauten lassen. Die beiden frisch prämierten Schweizer Nobelpreisträger für Physik sind derzeit im Ausland.

Das sind die bisherigen Schweizer Physik-Preisträger

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Einstein
Legende:KEystone

2019: Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung des ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist.

1987: Karl Alexander Müller für die Entdeckung der Supraleitung in keramischen Materialien

1986: Heinrich Rohrer für die Entwicklung des Raster-Tunnel-Mikroskops

1952: Felix Bloch (CH/USA) für die Entdeckung der Kerninduktion

1945: Wolfgang Pauli (A/CH/USA) für die Entdeckung des Ausschliessungsprinzips

1921: Albert Einstein (D/CH/USA) für die Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Lichts

1920: Charles Edouard Guillaume für die Entdeckung der Anomalien bei Nickelstahllegierungen und Präzisionsmessungen in der Physik

Auch bei der Universität Genf ist die Freude gross: «Dies ist eine fantastische Anerkennung der Arbeit von Michel Mayor und Didier Queloz», sagte der Rektor Yves Flückiger. «Das sind gute Nachrichten für unsere Universität, für Genf und für die ganze Schweiz», fügte er hinzu.

Didier Queloz (links) und Michel Mayor
Legende: Didier Queloz (links) und Michel Mayor (rechts) haben 1995 gefunden, was andere Forscher jahrelang gesucht haben: einen Exoplaneten. ESO/L. Weinstein/Ciel et Espace Photos

«Niemand wusste, ob es Exoplaneten gibt»

Vor 24 Jahren identifizierten die beiden Astronomen einen Planeten ausserhalb des Sonnensystems. «Niemand wusste, ob es Exoplaneten gibt oder nicht», sagte Michel Mayor in der Pressemitteilung der UNIGE. Die Jagd war schon eine Weile im Gange. «Renommierte Astronomen haben sie seit Jahren vergeblich gesucht.» Den beiden Schweizern aber gelang es.

Auf Twitter reagierte Bundesrat Guy Parmelin und gratulierte den beiden Gewinnern. «Die Schweiz bleibt die unverzichtbare Nation, wenn es um wissenschaftliche Spitzenforschung geht», betonte er.

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Aus dem Archiv: Mayor und Queloz – die Popstars der Planetenjäger
Aus Einstein vom 24.09.2015.
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12 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Ich mag den beiden Schweizer Forscher ihren Nobelpreis von Herzen gönnen, aber ich frage mich, ob das viele Geld nicht für Forschungen für diese Welt nötiger wäre. Wir werden nie soweit sein und es nie schaffen dass wir überhaupt dahin reisen könnten. Was wir nie machen sollten noch andere Planten mit dem Virus Mensch anzustecken, weil wir es auf dieser Welt nicht schaffen in Frieden zu leben.
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  • Kommentar von Sam Brenner  (Sam Brenner)
    Meine Lieblingsfrage "was nützt uns dieses Wissen". Hätten alle Wissenschaftler aller Epochen sich das immer wieder gefragt, wir würden vermutlich jetzt noch mit Lendenschurz in gemütlichen Tropfsteinhöhlen hausen und uns gegenseitag angrunzen. Tja, wems gefällt.
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  • Kommentar von Jean-Denis Lutz  (Answerthink)
    Faszinierend. Aber kann mir jemand erklären, was uns diese Erkenntnis bringt?
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    1. Antwort von Marco Ehmke  (MarcoEh)
      es vermehrt unser Wissen... jede Erkenntnis hilft beim Verständnis wie etwas funktioniert. Die Wissenschaft basiert auf Hypthesen/Modellen und Annahmen, immer so weit der Wissens-Horizont reicht. Mag sein es ist nur ein Puzzle Stück mehr und alleinig nicht wichtig. Im Gesamtkontext hingegen bedeutet es Wissenszuwachs und mehr wissen heisst neue Lösungen/Ideen, Weiterentwicklung etc.
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    2. Antwort von Mike Pünt  (Scientist)
      Herr Lutz, wenn Sie fasziniert sind von dieser Entdeckung, dann haben Sie Ihre Frage gleich selbst beantwortet. Andere (angehende) Forscher sind ebenfalls fasziniert davon. Es sind diese Leute, welche in Zukunft unser Verständnis vom Kosmos erweitern werden. Der eigenen Neugierde zu folgen, um ins Unbekannte vorzustossen, ist in meiner Erfahrung sehr befriedigend und sinnstiftend.
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