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Serbien: Protestwelle gegen Präsident Vucic reisst nicht ab
Aus Tagesschau vom 06.01.2019.
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Fünfter Samstag in Folge Grossdemonstration gegen Präsident Vucic

  • Rund 15'000 Menschen haben am Samstagabend in Belgrad gegen die Regierung des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic demonstriert.
  • Es war der fünfte Samstag in Folge, dass Regierungsgegner auf die Strasse gingen.
  • Die Teilnehmer der Kundgebung marschierten zum Sitz des staatlichen Fernsehsenders RTS, der von Vucic-Getreuen kontrolliert wird.

Der Protest stand unter dem Motto «Einer von fünf Millionen». Die Parole spielt auf eine Aussage Vucics an, der zufolge er sich den Forderungen der Demonstranten selbst dann nicht beugen wolle, wenn sie von fünf Millionen Menschen erhoben würden. Serbien hat sieben Millionen Einwohner.

Ursprünglicher Anlass der Demonstrationen war der tätliche Angriff auf den Vorsitzenden der serbischen Linken, Borko Stefanovic, Ende November. Die Täter sind bis heute unbekannt. Die ursprünglich verhafteten Verdächtigen wurden kurz vor der Jahreswende aus Mangel an Beweisen freigelassen.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic
Legende: Aleksandar Vucic ist seit Juni 2017 serbischer Präsident. Keystone

Vucic verurteilte den Anschlag, dennoch machten ihn die Oppositionellen dafür verantwortlich. Sie werfen ihm vor, mit seiner aggressiven Rhetorik gegen Kritiker und Oppositionelle zu einem Klima der Gewalttätigkeit im Land beizutragen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    In Serbien gab es keine Tote Demonstrante und keine polizeliche Brutalität wie in Frankreich. Da hat Serbien viel gelernt. Leider unsere westliche Nachbarn müssen das erst lernen.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich würde den Tag nicht vor dem Abend loben.
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Da gibt es nur eine Antworte: Mit 7 Millionen Einwohnern hätte Serbien die Ideale Grösse um die direkte Demokratie, nach Schweizermodell einzuführen. Dann braucht es keine Demos gegen Einzelpersonen mehr. Als Bundesrat könnte Vucic dann dem National- und Ständerat die Schuld geben. Und gegen die beiden Räte zu demonstrieren wäre ja ein Eigengol, da die Demonstranten diese ja selber gewählt haben. Kicher! Also keine solchen Demos mehr.
    1. Antwort von Willy Boller  (Willy Boller)
      Die Idee als solche ist ja gut, nur so weit ist Serbien noch lange, lange nicht. Für ein derartiges System ist das Land derzeit weder in der Lage noch fähig. Das könnte gegenwärtig absolut nicht funktionieren, da wären Schlägereien im Parlament, oder noch schlimmeres, vorprogrammiert.
    2. Antwort von S. Petrovic  (S.Petrovic)
      Ich muss zustimmen Herr Boller. Die Jahrzehnte lang Sozialismus hat demokratisches denken im Serbien stark beschädigt. Man braucht Zeit.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Demonstrationen waren auch der Anfang vom Ende vom Regime Milosevic.
    1. Antwort von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
      War das Ende von Milosevic nicht schon bestimmt als die USA entschieden haben das sie einen US-Stützpunkt im Kosovo wollen?
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Milosevic wollte den Kosovo ethnisch säubern, darum die Intervention der NATO.