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Legende: Video Auftakt G-20-Gipfel in Buenos Aires abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.11.2018.
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G20-Gipfel in Buenos Aires Ein Treffen mit viel Zündstoff

  • Die 20 mächtigsten Männer und Frauen der Welt treffen sich in der argentinischen Hauptstadt.
  • Im Mittelpunkt stehen dürften: Der Handelsstreit zwischen der USA und China, die Eskalation in der Ukraine und der Fall Khashoggi.
  • Erwartet werden Demonstrationen mit zehntausenden Teilnehmern.
  • Buenos Aires rüstet sich mit 25'000 Polizisten und Soldaten.

Wer sind die G20?

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Zur Gruppe der 20 gehören die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, sowie die EU. Die G20-Staaten erwirtschaften mehr als 85% des weltweiten Bruttoinlandprodukts. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung lebt in diesen Ländern.

Zur G20 gehören: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA.

Der G20-Gipfel wird überlagert von Konflikten. Die Staats- und Regierungschefs reisen in angespannter Atmosphäre nach Argentinien. Die grössten Sorgen sind:

Der Handelskrieg

Der Zollstreit zwischen den USA und China gilt als eine der grössten Gefahren für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping wird mit Spannung erwartet. Vor seiner Ankunft in Buenos Aires hat der US-Präsident mit weiteren Strafzöllen gedroht, sollte es zu keiner Einigung kommen.

Auf Twitter schreibt Trump, es sei noch ein langer Weg zurückzulegen. Der Konflikt habe aber aus seiner Sicht auch positive Seiten: «Milliarden von Dollar strömen wegen der Zölle gegen China in die Staatskasse der USA.» Firmen, die unter den Zöllen leiden, riet Trump, ihre Fabriken in die USA zu verlegen.

Die Eskalation zwischen der Ukraine und Russland

Die Ereignisse vor der Krim haben dem G20-Gipfel unerwartet ein weiteres Traktandum geliefert. US-Präsident Trump hat das Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin abgesagt. Wenn die Situation zwischen der Ukraine und Russland bereinigt sei, könne ein solches Gipfeltreffen stattfinden. Die russische Küstenwache hatte am Sonntag mehrere Patrouillenboote der ukrainischen Marine an der Weiterfahrt gehindert und die Matrosen festgenommen. Die Ukraine verhängte daraufhin in Teilen des Landes Kriegsrecht.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko setzt in Buenos Aires auf die Hilfe der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. Gegenüber der «Bild»-Zeitung sagte er, sie sei eine grosse Freundin der Ukraine und habe durch ihre Verhandlungen bereits 2015 sein Land gerettet.

Legende: Video G20: Die Ankunft des Saudischen Kronprinzen bin Salman und von Frankreichs Präsident Macron. abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 29.11.2018.

Der Umgang mit dem saudischen Kronprinzen

Jeder Schritt, jeder Handschlag, jedes Gespräch des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman wird genau beobachtet. Zum Tod des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul gibt es weiterhin Erklärungsbedarf.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat in Argentinien Klage gegen den saudischen Thronfolger eingereicht. Regierungsvertreter des Gastgeberlandes stellten allerdings klar, dass ihm in Buenos Aires kein Haftbefehl drohe. Der Kronprinz geniesse diplomatische Immunität.

Angst vor Gewalt und negativen Schlagzeilen

Globalisierungskritiker, Gewerkschaften und soziale Bewegungen haben zu Protesten gegen den G20-Gipfel aufgerufen. Ihre Kritik richtet sich aber auch gegen die argentinische Regierung und den Internationalen Währungsfonds. Dieser fordert von Argentinien harte Sparmassnahmen im Gegenzug für milliardenschwere Kredite.

Am ersten Gipfeltag werden zehntausende Demonstranten erwartet. Die Regierung hat den Tag vorsorglich zum Feiertag erklärt. Über 25'000 Polizisten und Soldaten sind im Einsatz. Der Luftraum über Buenos Aires ist grossflächig gesperrt, der Flughafen in der Nähe des Gipfelzentrums wurde geschlossen.

Die Sorge vor dramatischen Bildern wie beim letzten G20-Gipfel in Hamburg ist gross. Der argentinische Präsident Mauricio Macri möchte das unbedingt verhindern.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Der 13. Gipfel könnte das Ende der G20 sein. Und tatsächlich droht dem G20-Treffen schwerer Schiffbruch. Das hat viel mitTrump zu tun, der nie einen Hehl daraus gemacht hat, dass für ihn "America First" gilt und nicht die oft mühsame internationale Zusammenarbeit. Streitigkeiten über Prinzipien des internationalen Handels, über Zölle und die weltweite Verantwortung für den Klimaschutz. So streiten die Europäer mit GB über den Brexit und mit den Italienern über ihre Haushaltspolitik. G20 Out!
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    «Milliarden von Dollar strömen wegen der Zölle gegen China in die Staatskasse der USA.» Lässt sich das irgendwo bestätigen, oder ist das wieder eine Lüge vom "greatest ever"?
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    1. Antwort von A. Gasser  (Alga)
      Die Zolleinnahmen können momentan nur geschätzt werden. Sie betragen je nach Schätzungsgrundlage zwischen 17.5 und 23 Milliarden US-Dollar.
      Sie betreffen Waren im Wert von 250 Milliarden pro Jahr. Da die Zölle aber erst ab ca mitte Jahr gestaffelt erhoben wurden, sind nicht die vollen 250 Milliarden betroffen.
      Diese Zölle bezahlen aber schlussendlich nicht die Chinesen, sondern die Verbraucher (Amerikaner).
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Was zur Zeit auf dieser Welt abgeht ist eine Schande! Viele Menschen leben in Armut, haben nicht genug zu Essen, können viele Rechnungen nicht bezahlen! Aber Kriegstreiber wie Putin, Trump, Macron, Merkel, Salman und Erdogan werden die roten Teppiche ausgelegt und haben Monatsgehälter in Millionenhöhe! Ich verstehe nicht wie solche Despoten überhaupt Anhänger haben können. Solche Despoten die sich vom Geld der Steuer zahlenden Bevölkerung bereichern, gehören in den Knast!
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    1. Antwort von A. Keller  (eyko)
      Und alle diese Staats- und Regierungschefs reisen in ihren Luxus-Flieger an, logieren in Luxushotel und lassen es sich gut gehen. Doch es ist nicht nur Trump, der die G20-Gruppe stetig schwächt. Auch in anderen Mitgliedsstaaten ist eine national ausgerichtete Politik im Vormarsch, was die Konsensfindung auf internationaler Ebene immer schwieriger macht. Klimaschutz, Kriege und Soziale Gerechtigkeit sind nur Makulatur. Die Gräben werden immer tiefer, der Konsens immer schwieriger.
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