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Geplante Offensive auf Idlib Keine Einigung zwischen den regionalen Mächten

Legende: Video Syrien-Gipfel bringt keine Annäherung abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.09.2018.
  • Der «Blitzgipfel» zwischen den syrischen Stellvertreter-Mächten Russland, Iran und Türkei endet ohne Ergebnis.
  • Den drei kurz gegenseitig ausgetauschten Erklärungen sind keine konkreten Massnahmen zu entnehmen, wie der bevorstehenden Offensive der syrischen Armee begegnet werden soll.
  • International wird wegen der vielen Zivilisten in der Region Idlib eine humanitäre Katastrophe befürchtet.

In der vage gehaltenen Erklärung der drei Präsidenten Wladimir Putin, Hassan Rohani und Recep Tayyip Erdogan hiess es, man sei weiterhin entschlossen, Zivilisten zu schützen und die humanitäre Situation zu verbessern. Man wolle gemeinsam die Operationen gegen Terroristen fortsetzen, die mit Al-Kaida oder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbunden seien.

Eine Katastrophe bahnt sich an

Die drei Präsidenten haben kurz vor ihrer Erklärung ihre jeweiligen Stellungnahmen ausgetauscht.

Sie schienen sich dabei nicht einander anzunähern. Erdogan beharrte auf der Festschreibung einer Waffenruhe, Russland und der Iran auf einer Fortsetzung der Kämpfe gegen Terroristen. Erdogan hatte angekündigt, dass es in den kommenden Tagen weitere Treffen von Abgesandten der drei Gipfelteilnehmer geben werde.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondent Pascal Weber abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.09.2018.

Die syrische Regierung will das letzte grosse Gebiet in der Hand der Rebellen zurückerobern. Die Provinz Idlib grenzt an die Türkei an. Sie befürchtet im Falle der geplanten syrischen Offensive viele Flüchtlinge in Richtung Türkei. Die Fluchtbewegungen hätten schon angefangen, warnte Erdogan.

Karte der Region
Legende: Die Provinz Idlib grenzt an die Türkei. SRF

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    @Herr Schläpfer. Es gibt keine guten Diktatoren. Träumen Sie weiter. Assad macht da kein Ausnahme. Nach der Kontrolle über Idlib wird er genau so Verfahren wie Erdogan, Kim Jong Un, Saddam, Gadhaffi, Mao usw. : Jeder, der sich ihm entgegenstellt wird liquidiert. Klar, Al Nusra haben gewusst auf was sie sich einlassen, aber ohne die Russen und Iraner hätte Assad nie gewonnen. Zum Glück hat die "Mörderbande" im Jahr 1315 am Morgarten gesiegt und schlussendlich ist die heutige Schweiz entstanden!!
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      Herr Bendicht Wieviele würden noch Leben mit Saddam und Gadhaffi ? Wieviel hatten es damals besser als Heute? Ausserdem gibt es Völker die nicht mit der Demokratie zu Rande kommen, weil alle Glauben sie wären jetzt die Mächtigen.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Da ist eines der grössten Trauerspiele im Gang. Und das Allerschlimmste: Die UNO macht da voll mit. Ihr aktueller Plan sieht vor den Rebellen den Rückzug zu ermöglichen. Nur: Es ist deren Heimat, wohin sollen sie gehen? Sollen sie alle nach Idlib geflüchteten Oppositionnellen verraten und einfach abhauen? Da käme dann die Rache von Assad. Alle würden liquidiert oder ins Gefängnis gesteckt. Ich schäme mich fremd für die UNO.
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      Wenn diese Mörderbanden nicht liquidiert werden kommt Syrien nie zur Ruhe.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Wer hat den Gewalttätern in Syrien den nun die Waffen geliefert, um den rechtmässig gewählten Präsidenten aus dem Amt zu putschen ? Sind es nicht jene, die jetzt seltsamerweise nach "Humanität" rufen ? Was ist das für eine "Gerechtigkeit" des "Westens", die Gewalt gegen die einen fördert und gegen die anderen beklagt ?
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    1. Antwort von Bruno Bär (ursinho007)
      Bei "rechtmässig gewählt" würde ich doch ein sehr, sehr grosses Fragezeichen setzen!
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    2. Antwort von Peter Imber (Wasserfall)
      Ganz sicher nicht rechtmässig gewählt! Mit Gewalt weite Teile seiner Gegner mundtot gemacht und dann Dutzende seiner politischen Gegner in den Folterkellern verschwinden lassen. Sehe nicht, was da rechtmässig sein sollte.
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