- Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal konnte sich über Nacht nicht befreien.
- Das Tier liege immer noch in der Bucht von Wismar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar.
- In der Nacht zu Sonntag hatte sich der Wal erneut befreien können, steckte wenig später allerdings wieder fest.
«Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern», sagte der Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Montagmorgen. Das Tier habe sich nicht von der Stelle bewegt. Gleichzeitig gebe es nun weniger Wasser als am Sonntag. Das mache die Lage ein wenig schwieriger.
Wie es nun weitergeht, konnte der Sprecher nicht sagen. Das müssten die Expertinnen und Experten entscheiden, wenn sie sich ein Bild von der Lage gemacht haben.
Wal-Drama an der Ostsee
-
Bild 1 von 10. Der Buckelwal vor Wismar wird schwächer. Eigentlich könnte er sich aus seiner aktuellen Lage selbst befreien, sagen die Behörden am Sonntag. Sie hoffen jetzt, dass Ruhe ihm hilft. (29.03.2026). Bildquelle: Keystone/Daniel Müller/DPA Greenpeace Germany.
-
Bild 2 von 10. Der Buckelwal konnte sich mit steigendem Wasserstand von der Sandbank retten. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Philip Dulian.
-
Bild 3 von 10. Das erschöpfte Tier schwimmt in der Lübecker Bucht, nah an den Küsten der Ostsee. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
-
Bild 4 von 10. Der Wal schwimmt nun wieder in der Ostsee und wird von Küstenwachschiffen und Polizeibooten begleitet. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
-
Bild 5 von 10. Wal in Sicht! Am Donnerstagmorgen schwimmt das Tier in der Lübecker Bucht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
-
Bild 6 von 10. Am Montag war der Buckelwal in der Lübecker Bucht aufgefunden worden. Nun scheint der Meeressäuger sich befreit zu haben. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
-
Bild 7 von 10. Gemäss dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann befindet sich der Meeressäuger in keinem guten Zustand. Die Haut sehe schlecht aus und er habe lange nichts mehr gegessen, sagte er der «Bild»-Zeitung. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
-
Bild 8 von 10. Mit einem Bagger hoben Retter am Donnerstag eine Rinne für den Wal aus. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
-
Bild 9 von 10. Voller Einsatz für den gestrandeten Buckelwal – auch in der Nacht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Ulrich Perrey.
-
Bild 10 von 10. Das Medieninteresse am gestrandeten Tier war gross. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, war von Beginn an unklar, ob der Wal nicht erneut stranden würde, sagte Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, am Sonntag. Am Freitagabend war der Wal nach seiner ersten Strandung auf einer Sandbank bei Timmendorfer Strand erstmals freigekommen.
Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen (23. März) auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag selbst von der Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit.
Nach der überraschenden Rettung war der Wal am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe.
Bereits am Samstagnachmittag strandete das Tier dann erneut – dieses Mal in der Wismarbucht südlich der Insel Walfisch. Da die Haut des Meeressäugers zu sehr erkrankt ist, um an ihr einen Sender zu befestigen, war der Wal zwischenzeitlich verschwunden.
Buckelwale in der Ostsee nicht heimisch
Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Grosswale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen.
Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.