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Gestrandet in der Ostsee Buckelwal liegt noch immer vor Wismar im Wasser

  • Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal konnte sich über Nacht nicht befreien.
  • Das Tier liege immer noch in der Bucht von Wismar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar.
  • In der Nacht zu Sonntag hatte sich der Wal erneut befreien können, steckte wenig später allerdings wieder fest.

«Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern», sagte der Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Montagmorgen. Das Tier habe sich nicht von der Stelle bewegt. Gleichzeitig gebe es nun weniger Wasser als am Sonntag. Das mache die Lage ein wenig schwieriger.

Wie es nun weitergeht, konnte der Sprecher nicht sagen. Das müssten die Expertinnen und Experten entscheiden, wenn sie sich ein Bild von der Lage gemacht haben.

Wal-Drama an der Ostsee

Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, war von Beginn an unklar, ob der Wal nicht erneut stranden würde, sagte Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, am Sonntag. Am Freitagabend war der Wal nach seiner ersten Strandung auf einer Sandbank bei Timmendorfer Strand erstmals freigekommen.

Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen (23. März) auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag selbst von der Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit.

Nach der überraschenden Rettung war der Wal am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe.

Bereits am Samstagnachmittag strandete das Tier dann erneut – dieses Mal in der Wismarbucht südlich der Insel Walfisch. Da die Haut des Meeressäugers zu sehr erkrankt ist, um an ihr einen Sender zu befestigen, war der Wal zwischenzeitlich verschwunden.

Buckelwale in der Ostsee nicht heimisch

Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Grosswale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen.

Zum Sterben an die Küste?

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Auf die Frage, ob Buckelwale möglicherweise zum Sterben an die Küsten kommen, sagte Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover am Sonntag, dafür gebe es keine wissenschaftlichen Hinweise. «Ansonsten würden wir weltweit deutlich mehr Buckelwal-Strandungen sehen, wenn alle alten, kranken, geschwächten Buckelwale in die Flachwassergebiete kämen.»

Der Ernährungszustand des Wals ist gut, wie Gross sagte. Buckelwale könnten wochenlang ohne Nahrung auskommen.

Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.

SRF 4 News, 28.03.2026, 14:30 Uhr ; 

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