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Gestrandet in der Ostsee Festliegender Buckelwal zeigt wieder Bewegung

  • Der vor der Ostseeküste liegende Buckelwal hat sich am Abend nach Angaben des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bewegt.
  • Es sei allerdings noch nicht klar, in welche Richtung das Tier schwimme, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.
  • Der Umweltorganisation Greenpeace zufolge schwamm das Tier zunächst Richtung Hafen.
  • Der Wal befindet sich seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wird von Schaulustigen abgeschirmt.

Noch ist der Rettungseinsatz nicht beendet, auch wenn es Anlass zur Hoffnung gibt, nachdem sich der Wal in Bewegung gesetzt hat. Das Tier habe zuvor bereits auf die Annäherung eines Bootes reagiert und insgesamt agiler gewirkt als noch am Morgen, teilte das Ministerium mit.

Wal-Drama an der Ostsee

Noch am Vormittag war die Lage deutlich kritischer eingeschätzt worden. Der Wal sei sehr geschwächt, die Atemfrequenz habe sich verlangsamt und die Haut habe bereits Sekundärinfektionen aufgewiesen, hatte das Deutsche Meeresmuseum mitgeteilt.

Beamte der Wasserschutzpolizei und Meeresbiologen waren deshalb bereits am Morgen früh mit einem Schlauchboot zu dem Tier gefahren, um den Zustand genauer zu überprüfen.

Hoffen auf höheren Wasserstand

Zudem hatten sich Vertreter des Deutschen Meeresmuseums, der Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd sowie Umweltminister Till Backhaus (SPD) im Laufe des Tages dem Tier von einem Boot aus genähert und es begutachtet.

Helfer wollten den Wal dazu bewegen, aus eigener Kraft wegzuschwimmen. Hintergrund ist der steigende Wasserstand, der die Chancen für das Tier verbessern soll. Bereits zuvor war damit gerechnet worden, dass sich die Situation mit zunehmendem Wasserstand etwas entspannt.

In einem Netz verfangen

Seit Anfang März war der Wal den Angaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck. Das Tier hatte sich demnach in einem Netz verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit.

Am vergangenen Montagmorgen war der Meeressäuger dann auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand bei Lübeck entdeckt worden. Eine umfangreiche Rettungsaktion startete, und in der Nacht zu Freitag befreite sich der Buckelwal dann selbst durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne. Am Samstag war der Wal dann allerdings wieder gestrandet – und zwar in der Wismarbucht. 

Zum Sterben an die Küste?

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Auf die Frage, ob Buckelwale möglicherweise zum Sterben an die Küsten kommen, sagte Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover am Sonntag, dafür gebe es keine wissenschaftlichen Hinweise. «Ansonsten würden wir weltweit deutlich mehr Buckelwal-Strandungen sehen, wenn alle alten, kranken, geschwächten Buckelwale in die Flachwassergebiete kämen.»

Der Ernährungszustand des Wals ist gut, wie Gross sagte. Buckelwale könnten wochenlang ohne Nahrung auskommen.

Seitdem hält das Drama um den Buckelwal an. In der Nacht zum Sonntag konnte sich der Meeressäuger bei steigendem Wasserstand zunächst selbst von einer Sandbank vor der kleinen Insel Walfisch in der Wismarbucht freischwimmen. Doch wenig später lag er erneut fest – ganz in der Nähe, an einer etwa zwei Meter tiefen Stelle. Augenscheinlich regungslos lag er am Sonntag dort, nur ab und zu stiess er eine Wasserfontäne in die Luft.

SRF 4 News, 28.03.2026, 14:30 Uhr ; 

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