- Die Rettungsversuche für den gestrandeten Buckelwal werden eingestellt.
- Das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden, sagte Till Backhaus, Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.
- Es sei eine Sperrzone eingerichtet worden.
«Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben. Das ist eine einzigartige Tragödie. Die hat er sich aber so ausgesucht», sagte Backhaus.
Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, betonte, man gehe davon aus, dass das Tier sterbe. Die Aussichten, dass der Wal frei komme, seien sehr gering. Dieser sei deutlich geschwächter, seine Atemfrequenz sei am Vormittag sehr unregelmässig und teilweise im Abstand von mehr als vier Minuten gewesen. Die Brustflossen seien nah am Körper angelegt.
«Die Reaktion auf uns, auf unsere Präsenz, war quasi null», sagte Baschek. Zudem seien die Bedingungen in der Bucht schlecht. Der Wasserstand werde weiter sinken, um rund zehn bis 15 Zentimeter. Das Tier liege jetzt deutlich freier.
Wal-Drama an der Ostsee
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Bild 1 von 13. Am Dienstagnachmittag befindet sich der Buckelwal im flachen Wasser vor der Insel Poel. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Stefan Sauer.
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Bild 2 von 13. Der Buckelwal von Wismar wird am Montagnachmittag noch einmal zum Wegschwimmen animiert. Bildquelle: APA / Greenpeace Germany / Daniel Müller.
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Bild 3 von 13. Dem erneut gestrandeten Wal geht es nach wie vor nicht gut. Einer Meeresschutz-Expertin von Greenpeace zufolge liegt das Tier unverändert in der Bucht. (Bild vom 29.3.2026). Bildquelle: Keystone/Daniel Müller/DPA Greenpeace Germany.
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Bild 4 von 13. Ein Schlauchboot der Polizei fährt in die Nähe des Wals. Bildquelle: Keystone/ PHILIP DULIAN.
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Bild 5 von 13. Der Buckelwal konnte sich mit steigendem Wasserstand von der Sandbank retten. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Philip Dulian.
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Bild 6 von 13. Das erschöpfte Tier schwimmt in der Lübecker Bucht, nah an den Küsten der Ostsee. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
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Bild 7 von 13. Der Wal schwimmt nun wieder in der Ostsee und wird von Küstenwachschiffen und Polizeibooten begleitet. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
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Bild 8 von 13. Wal in Sicht! Am Donnerstagmorgen schwimmt das Tier in der Lübecker Bucht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
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Bild 9 von 13. Am Montag war der Buckelwal in der Lübecker Bucht aufgefunden worden. Nun scheint der Meeressäuger sich befreit zu haben. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 10 von 13. Gemäss dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann befindet sich der Meeressäuger in keinem guten Zustand. Die Haut sehe schlecht aus und er habe lange nichts mehr gegessen, sagte er der «Bild»-Zeitung. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 11 von 13. Mit einem Bagger hoben Retter am Donnerstag eine Rinne für den Wal aus. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 12 von 13. Voller Einsatz für den gestrandeten Buckelwal – auch in der Nacht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Ulrich Perrey.
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Bild 13 von 13. Das Medieninteresse am gestrandeten Tier war gross. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
«Wir müssten ihn so massiv animieren, was aussichtslos wäre, weil er die Kraft nicht mehr hat. Und die Erfolgschancen sind so gering, dass wir das als reine Tierquälerei empfinden würden», sagte Baschek. «Der Ansatz der maximalen Ruhe und der Respekt vor der Natur gebieten es auch, ihn irgendwann dann mal gehen zu lassen.» Realistisch gesehen habe der Wal am Morgen seine letzte Chance gehabt. «Die konnte er nicht nutzen.»
Wal seit Anfang März in Küstennähe in der Ostsee
Der Buckelwal liegt noch immer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns in flachem Wasser. Bereits seit Anfang März war der Wal Behördenangaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen der Stadt Wismar. Das Tier liegt derzeit in der Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht.
Der Buckelwal lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wurde vor Schaulustigen abgeschirmt. Der Buckelwal war zunächst in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) gestrandet.
In der Nacht zum Freitag gelang es dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde es dann vor Wismar in flachem Wasser gesichtet.
Nach Angaben des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern war der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs.