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Gestürzter Langzeitherrscher Omar al-Baschir soll vor Gericht

  • Der gestürzte sudanesische Präsident Omar al-Baschir soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft schon bald wegen Korruption vor Gericht gestellt werden.
  • Zunächst müsse jedoch eine Widerspruchs-Frist von einer Woche ablaufen, sagte der Chefankläger in Khartum.
  • Zudem seien Strafverfahren wegen Korruption gegen 41 weitere frühere Regierungs- und Behördenmitarbeiter eröffnet worden.
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Aus dem Archiv: Tote bei Militäreinsatz im Sudan
Aus Tagesschau vom 03.06.2019.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird Omar al-Baschir Korruption während seiner 30 Jahre dauernden autokratischen Herrschaft vorgeworfen. Er soll zudem wegen des Verdachts der Geldwäscherei und Finanzierung von Terrorismus verhört werden.

Nach monatelangen Protesten war al-Baschir im April vom Militär gestürzt worden. Bereits im Mai wurde er im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod von Demonstranten angeklagt.

Sudan Ex-Präsident Omar al-Baschir
Legende: Omar al-Baschir war im Sudan 30 Jahre lang an der Macht. Reuters/Archiv

Militärrat regiert seit dem Sturz

Seit al-Baschirs Sturz regiert ein Militärrat das Land in einer Übergangszeit bis zur Wahl. Anfang Juni stürmten Sicherheitskräfte ein seit Dezember bestehendes Protestlager der Opposition in Khartum, die verlangt, dass eine zivile Regierung den Sudan in die Demokratie führt.

Nach Angaben der Militärregierung kamen beim Sturm auf das Lager rund 60 Menschen ums Leben, die Opposition sprach von über 100 Todesopfern.

Sudan auf der Afrika-Karte
Legende: Sudan liegt im Nordosten Afrikas. SRF

SRF 4 News, 19:00 Uhr; sda/reu/arnf; muv

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Josephk Ernstk  (Joseph ernst)
    Der oberste des Mllitärrates müsste gleichzeitig mit Al-Bashir vor Gericht. Er war Al-Bashirs ausführendes Organ und nachdem er wohlweislich die Seiten gewechselt hat, geht er jetzt mit gleicher brutaler Gewalt gegen Aufständische vor. Auch dezüglich Korruption steht er Al-Bashir nichts nach. Er soll angeblich 350 Millionen besitzen.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Da müssten aber 90% aller ehemaligen Landesführer wegen Korruption angeklagt werden. Es ginge eigentlich nur um die Art und die Groesse der Korruption.
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