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Gipfeltreffen in Washington US-Regierung garantiert Japans Verteidigung

  • Zum ersten Mal seit seiner Amtsübernahme hat US-Präsident Joe Biden einen ausländischen Regierungschef empfangen.
  • Der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga reiste für ein Treffen nach Washington.
  • An der gemeinsamen Medienkonferenz erklärte Biden, mit Japan unter anderem den Herausforderungen im Zusammenhang mit China begegnen zu wollen.
  • Gesprächsthemen seien etwa die Situation in Taiwan gewesen und das Vorgehen Chinas gegen die muslimische Minderheit der Uiguren.
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Aus dem Archiv: US-Aussenminister Blinken besucht Japan
Aus Tagesschau vom 16.03.2021.
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Nach dem Treffen am Freitag im Weissen Haus hiess es in einer gemeinsamen Erklärung, die USA stünden ohne zu zögern zu ihrer Verpflichtung, Japan zu verteidigen, «unter Anwendung der kompletten Bandbreite an Fähigkeiten», das gelte auch für «atomare» Fähigkeiten.

Besorgnis über Chinas Machtstreben

Die US-Regierung verurteilte mit Blick auf Chinas Vorgehen «jegliche einseitigen Handlungen, die darauf abzielen, Japans Verwaltung der Senkaku-Inseln zu untergraben». Die unbewohnten Inseln sind in China und Taiwan als Diaoyu beziehungsweise Diaoyutai bekannt. In den Gewässern rund um die Inselgruppe waren zuletzt vermehrt chinesische Schiffe aufgekreuzt. Angesichts vermuteter Gas- und Ölvorkommen haben die Felseninseln grosse strategische Bedeutung.

Die USA sind mit ihrem Atomwaffenarsenal Japans Schutzmacht, in dem Inselstaat sind auch Tausende US-Soldaten stationiert. In der gemeinsamen Erklärung betonten Japan und die USA auch die Bedeutung eines offenen und freien Indo-Pazifik-Raums gemäss internationalem Recht, insbesondere des Ostchinesischen und Südchinesischen Meers. Die beiden Staaten hoben zudem «die Bedeutung von Frieden und Sicherheit» in der Strasse von Taiwan hervor. Die kommunistische Volksrepublik China betrachtet Taiwan als Teil ihres Territoriums.

Als Ostchinesisches Meer werden grob gesagt die Gewässer zwischen China, dem Süden Südkoreas, Japan und dem Norden Taiwans bezeichnet. Das Südchinesische Meer wiederum liegt etwa zwischen dem Süden Chinas, Taiwan, den Philippinen, Vietnam und Malaysia.

Erste Visite eines ausländischen Staatschefs

Für Biden war Sugas Visite der erste Besuch eines ausländischen Staats- oder Regierungschefs im Weissen Haus: Wegen der Corona-Pandemie hatte der US-Präsident seit seinem Amtsantritt am 20. Januar niemanden dieses Ranges persönlich in Washington empfangen.

SRF 4 News, 17.04.2021, 9:00 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Krebs Alfred  (A.Santiago)
    Warum setzen sich plötzlich so viele Kommentarschreiber für China ein? Es erstaunt mich wirklich sehr, was da teilweise für Unsinn geschrieben wird. Bitte denkt doch daran, dass China, Russland und auch nicht die USA Unschuldslämmer oder Friedensengel sind. China ist aber aus meiner Sicht die gefährlichste Nation der drei von mir erwähnten Staaten.
  • Kommentar von Daniel Meier  (Danimeier)
    Es waren doch die Japaner und die Amerikaner welche China bereits besetzt haben. Länder die China bisher Angegriffen hat: ___!
  • Kommentar von Thomas Trefzer  (ttre)
    Schön wenn die USA zu ihren "Kolonien" halten ;-).
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Japan ist keine US-Kolonie sondern ein befreundeter Staat.
    2. Antwort von Norbert Zeiner  (ZeN)
      Planta: in dieser "Kolonie" sind US-Militärbasen mit rund 40'000 US-Militärpersonen natürlich unter Hoheit der USA. Diese Freundschaft ist also nicht ganz feiwillig entstanden...
    3. Antwort von Issei Suzuki  (issei)
      @ZeN US Garnisonen sind auch in vielen EU Ländern, insbesonders in Grossbritannien, Deutschland und Italien.