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Gross-Demo in Berlin Zehntausende Menschen setzen ein Zeichen gegen Rassismus

Legende: Video Zehntausende demonstrieren gegen Rassismus abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 13.10.2018.
  • Zu einer Demonstration gegen Rassismus sind in Berlin am Nachmittag laut den Veranstaltern 242'000 Menschen gekommen.
  • Die Polizei sprach von «einigen Zehntausend» Demonstranten. Klar ist: Erwartet wurden lediglich 40'000 Personen.
  • Auch in anderen Städten Europas wurde zu Kundgebungen aufgerufen, «um ein Zeichen gegen Nationalismus und den drohenden Zerfall Europas zu setzen.»

Als die Demonstrationsspitze auf ihrem Weg bereits das Brandenburger Tor erreicht hatte, standen die letzten Teilnehmer noch auf dem gut zwei Kilometer entfernten Alexanderplatz. Ziel war die Siegessäule im Tiergarten, wo die Abschlusskundgebung mit Auftritten verschiedener Musiker stattfinden sollte.

«Wir sind wahnsinnig zufrieden mit der Resonanz», sagte Felix Müller von der Initiative «Unteilbar». Dies bestätige, dass viele Menschen ein Zeichen gegen rechts und für Solidarität hätten setzen wollen.

Unter dem Motto «Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung» hatte das Bündnis «Unteilbar» zu dem Protest aufgerufen. Er richtet sich gegen rechte Hetze, Diskriminierung, das Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer und Kürzungen im Sozialsystem.

Kundgebungen in ganz Europa

Die Aktion geht auf die Initiative 13-10 des in München lebenden Schweizer Schriftstellers Jonas Lüscher und des österreichischen Philosophen Michael Zichy zurück, um gegen Nationalismus und den drohenden Zerfall Europas ein Zeichen zu setzen. Fünf Millionen Europäerinnen sollten an diesem Samstag in allen Hauptstädten und anderen Metropolen Europas ihre Stimme erheben. Aufgerufen wurde auch zu Kundgebungen in Zürich und Basel.

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    In einer blühenden Kultur sind Rassismus und Rechtsextremismus Randerscheinungen. Wer ist dafür verantwortlich, dass es der Gesellschaft insgesamt möglichst gut geht? Sollten nicht die Parteien, welche an der Macht sind, ihre Politik hinterfragen? Gegen Rassismus zu protestieren ist Symptombekämpfung, wenn etwas schief läuft in der gesellschaftlichen Entwicklung.
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  • Kommentar von lukas hulliger (Jwe)
    Ich will nicht sagen die Demos seien schlecht, aber meine Meinung ist es sollte besser auf wirklich wichtige Themen gezeigt werden. Den Krieg der reichen Elite gegen die Menschheit, fast jeder Missstand lässt sich auf diesen Krieg der nur von den Eliten ausgeht zurückführen. Rechts Links Problematik Mann Frau usw. Nur hier um von dem eigentlichen Grund der Probleme abzulenken.
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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Gerade die zu dieser populistischen Demo aufgerufen haben betreiben eine der übelsten Ausgrenzung von Andersdenkenden und besorgten Bürgern.
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