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«Sardinen-Bewegung»: «Bella ciao, ciao, ciao»
Aus Tagesschau vom 14.12.2019.
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Grossdemo gegen Salvini Gebürtiger Kenianer holt Sardinen nach Rom

Tausende Menschen sind am Samstag in Rom gegen Rechtspopulismus auf die Strasse gegangen. Die Kundgebung in der italienischen Hauptstadt ist der bisherige Höhepunkt der sogenannten «Sardinen»-Bewegung, die erst vor einem Monat in Italien entstanden war – auch dank Stephen Ogongo.

Ogongo
Legende: Gegen die Politik und die Kultur des Hasses: Journalist Stephen Ogongo. zvg

Er war es nämlich, der die Sardinen in Rom organisierte und die Idee hatte, eine grosse Piazza zu füllen. Vor zwei Wochen richtete er an einem Abend eine Facebook-Seite, Link öffnet in einem neuen Fenster ein, um die Gruppe der Römer Sardinen zu gründen. Als er aufwachte, hatten sich bereits 10'000 Personen eingeschrieben – mittlerweile sind es über 140'000.

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«Bella ciao» – Sardinen demonstrieren in Rom
Aus News-Clip vom 14.12.2019.
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Der gebürtige Kenianer wollte diese Bewegung nach Rom holen, weil er etwas gegen die Politik und die Kultur des Hasses tun wollte. Die Bewegung entstanden Mitte November in Bologna, als Lega-Chef Matteo Salvini in der Stadt auftrat und sich spontan eine Gegendemonstration bildete. Eng und zahlreich wie Sardinen im Schwarm wollten sie beisammen stehen.

Lega mit Abstand stärkste Partei

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Lega mit Abstand stärkste Partei

Matteo Salvinis Lega ist in Umfragen mit gut 30 Prozent die mit Abstand stärkste Partei in Italien. Nach dem Sieg der Rechten bei der Regionalwahl in Umbrien Ende Oktober hofft der frühere Innenminister auch auf einen Erfolg in der Region Emilia-Romagna Ende Januar, einer traditionellen Hochburg der Linken.

Für Samstag hatte Salvini kurzfristig einen «No Tax Day» gegen Steuererhöhungen mit Kundgebungen in mehr als 20 Städten angesetzt. Er selbst trat in Mailand auf und forderte dort baldige Neuwahlen in Italien.

Andrea Garreffa war damals als Organisator dabei. Der 30-Jährige sagt, dass sie Linke aber auch Leute aus dem gemässigt rechten Spektrum ansprechen wollen. Sie würden einzig und explizit Leute ausschliessen, die fremdenfeindliche, rassistische, homophobe oder faschistische Meinungen vertreten, so Garreffa.

Mehr Fragen als Antworten

Einen Chef wollen die Sardinen nicht – niemand soll von einer Bühne aus einen Monolog halten. Die Leute sollen gemeinsam singen und miteinander reden, um so die Einsamkeit zu überwinden.

Damit sei man zumindest vorderhand zufrieden, sagt Garreffa. Man wolle keine Partei mit einem festen Programm sein. Denn die Sardinen hätten vorerst mehr Fragen als Antworten. So wollen sie etwa wissen, was man gegen den Klimawandel oder die soziale Verelendung in Süditalien tun kann.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Johannes  (johannes.simon)
    Eine typische linke Facebookhypebewegung. Das kommt und geht wieder. Sie haben mit Salvini, der klare, direkte und deutliche Aussagen macht eine neuen Reibefläche gefunden an der sie sich abarbeiten, reiben und gut fühlen können.
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    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Simon Johannes: ....Salvini, der klare und deutliche Aussagen macht - sehr nach rechts. Wie nur kann so etwas als richtig empfunden werden im Wissen um verhängnisvolle Entwicklungen in der vergangener Geschichte? Ganz rechts wie ganz links führen langfristig zu totalitären Nationen.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      @johannes: Kann sein, kann nicht sein .... Zumindesten kommen Menschen analog zusammen und ins Gespräch, wenn sie sich vom Handy lösen. In dieser Hinsicht ist es schon eindrücklich zu sehen, wie unterschiedlich in Frankreich die Bewegung der GiletsJaunes und die von Gewerkschaften organisierten dieser Tage sind. Sehr unterschiedlich. UND auch beachtlich zu sehen, dass die Gewerkschaften auch richtig was drauf haben. Italien, sollte sich auch dieser Tradition erinnern.
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Papst Frencesco hat am 28. Juni 2017 den CISL Delegierten einen beachtliche Rede gehalten .... Mit der Ecclesia in Rom habe ich nichts am Hut. Aber deren Oberhaupt Francesco ist da eine Ausnahmeperson ....
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  • Kommentar von Arthur Pünter  (puenti)
    Tragen der Journalist Stephen Ogongo und die Sardinen-Bewegten auch die sozialen Kosten, welche eine unkontrollierte Migration aus Afrika auslösen würden? Rechtspopulismus und Hass - gegen wen eigentlich? - machen sich bei linken Dauerempörten immer gut.
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  • Kommentar von Udo Gerschler  (UG)
    Sardinen sind ein gutes Futter für größere Fische um größer und fetter zu werden egal aus welcher Partei diese kommen.
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