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Grosse russische Enzyklopädie Putin fordert russische Alternative zu Wikipedia

  • Der russische Präsident Wladimir Putin will das Online-Lexikon Wikipedia durch eine einheimische Variante ersetzen – durch eine grosse russische Enzyklopädie.
  • Putin erklärte, die Regierung wolle für das Online-Werk bis ins Jahr 2024 rund 24 Millionen Euro bereitstellen.
  • Vor wenigen Tagen war in Russland ein neues Internetgesetz in Kraft getreten.
  • Kritiker sehen das Gesetz als Versuch, das russische Internet von weltweiten Daten- und Informationsströmen abzukoppeln und den Inhalt jederzeit kontrollieren zu können.
Video
Aus dem Archiv: Ist Putins neues Internetgesetz Zensur?
Aus Tagesschau vom 20.02.2019.
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Es sei besser, Wikipedia durch eine neue, grosse russische Enzyklopädie zu ersetzen, sagte Putin nach Angaben der Agentur Ria Nowosti. «Das werden dann verlässliche Informationen sein – präsentiert in einer guten, modernen Form.»

Einschätzung von SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky

Die Pläne Putins sind mit Vorsicht zu geniessen. Gerade am 1. November hat sich mit der Einführung des Gesetzes zum «souveränen Internet» gezeigt, dass Russland technisch nicht über die nötige Infrastruktur verfügt, um die ambitionierten Pläne umzusetzen. Das Internet in Russland ist – anders als in China – historisch eng verflochten mit dem Ausland.

Tests im Ural zum souveränen Netz haben katastrophale Ergebnisse gebracht – und das Gesetz ist bis jetzt und auf weitere Zeit toter Buchstabe.

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72 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Wie wäre es mit zwei Enzyklopädien, auf die weltweit zugegriffen werden kann.
    MfG
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    1. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Amthauer: Für mich Tiptop - Dann habe ich Wahlfreiheit zwischen "Russipedia" und "Wikipedia". Und die Russinnen und Russen die Wahlfreiheit zwischen "Russipedia" und "Staatsfernsehen".
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Es gibt weit mehr als nur 2 Seiten mit solchen Informationen. Wikis kann inzwischen jeder erstellen. Entscheidend ist die Transparenz und Qualität der Artikel. Wer hat sie erstellt? Was wurde wann von wem geändert? Quellenangaben etc..
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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Wenn ich auf kroatische Wikipedia etwas über 2. Weltkrieg lese wird mir schlecht. Dort sind KZ Lager Erholungs Zentren gewesen und Ustascha Banden haben mutig versucht Europa von Komunisten zu beschützen. Da EU nichts unternimmt gegen solche Geschichtefälschung begrüsse ich russische Vorschlag. Wieso sollte nur uns erlaubt sein Geschichte zu schreiben? Jeder soll eine polnische, deutsche, russische oder US Quelle auf Wikipedia lesen und wird erstaunt wie Geschichte anders aussieht.
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    1. Antwort von Andreas Meier  (Epikur)
      Ich kann Ihren Kommentar nicht vollständig nachvollziehen. Zuerst nennen Sie ein hochaktuelles und höchst problematisches Beispiel von Desinformation und nationalistischer Geschichtsschreibung. Im gleichen Atemzug begrüssen Sie aber scheinbar lokale, nationale und gefärbte Geschichts- und Informationsauslegung. Klar befürworte ich freien Zugriff auf Information und dadurch auch Informationen zur Geschichte, aber oberstes Gebot hat die Korrektheit der Information, völlig unabhängig wem es nützt.
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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Dann kann er bestimmen was reingeschrieben wird.ä, unglaublich was der Diktator Puntin so anstellt. Anschliessend kommt auf Wikipedia eine Zensur.....
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