Zum Inhalt springen

Header

Video
Frankreich: Hamon gewinnt Vorwahl bei Sozialisten
Aus Tagesschau vom 23.01.2017.
abspielen
Inhalt

Vorwahlen der Sozialisten Hamon gewinnt in Frankreich – Valls greift frontal an

Das Wichtigste in Kürze

  • Aussenseiter Benoît Hamon holt in der ersten Runde der Vorwahlen der Sozialisten in Frankreich die meisten Stimmen.
  • Herausforderer Manuel Valls wird es bei der Stichwahl in einer Woche nicht leicht haben: Der linke Parteiflügel unterstützt Hamon.
  • Dennoch greift Valls frontal an und redet von unrealistischen Versprechen.
  • Die beiden Lager der Sozialisten scheinen unversöhnlich zu sein.
Video
Einschätzung von SRF-Korrespondent Michael Gerber
Aus Tagesschau vom 23.01.2017.
abspielen

Der Aussenseiter Benoît Hamon geht als Sieger des ersten Wahlgangs der Vorwahlen der Sozialisten in Frankreich hervor – mit 36 Prozent aller Stimmen. In der Stichwahl in einer Woche wird der ehemalige Premier Manuel Valls sein Herausforderer sein, allerdings: mit wenig Siegeschancen. Der linke Parteiflügel der Sozialisten unterstützt nämlich geschlossen Hamon, allen voran der Drittplatzierte, der früherer Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg.

Montebourg gefällt sich in seiner Rolle als neuer Königmacher. Nach Jahren auf dem Irrweg prophezeit Montebourg seiner Partei einen Linksrutsch voraus: «Knapp 60 Prozent der Wähler wünschen sich eine Rückkehr auf den richtigen Weg der Linken», sagt er.

«Schluss mit alten Rezepten»

Benoît Hamon darf den richtigen Weg zeichnen. Er hatte mit seinem Vorschlag, ein Grundeinkommen für alle Franzosen einzuführen, die Debatte unter den Sozialisten geprägt. Dessen Finanzierung gleicht einer Utopie. Egal – die Idee brachte eine klare Mehrheit der linken Wähler wieder zum Träumen. «Schluss mit unseren alten Rezepten, mit jener Politik, die nicht mehr funktioniert» sagt Benoît Hamon und strahlt nach seinem Sieg.

Der ehemalige Premierminister Manuel Valls findet sich in der ungewohnten Rolle des Herausforderers wieder. Und: Er greift in gewohnter Manier frontal an. «Wir haben nun die Wahl zwischen unrealistischen Versprechen und einer Linken, die bereit ist, Regierungsverantwortung zu übernehmen», sagt er.

Die Stichwahl in einer Woche könnte es nicht besser zeigen: Wie unversöhnlich die beiden Lager der regierenden Sozialisten sind.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Die alten Sozialisten sind überlebt und gespalten. Rund 150 PS-Abgeordnete und Segolene Royal haben sich hinter den jugendlichen Ex-Rothschild-Banker E. Macron gestellt. Das französische Endspiel wird zwischen E. Macron und F. Fillon gespielt werden und wenn man vom US-Überraschungs-Sieg von D. Trump ausgeht und vom Brexit, den auch niemand vorhergesehen hat, dann muss man davon ausgehen, dass E. Macron die Wahl gewinnt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
      2) Da der allerdings kein Programm hat, ausser wirtschaftliche Wunder zu vollbringen und selbst seine Mitarbeiter im Hauptquartier nicht präzise sagen können was sie an ihm toll finden, kann einem in Anbetracht des Wahljahres nur Bange werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen