Ausschiffung fast vollendet: Die Ausschiffung und anschliessende Heimreise der Passagiere und Besatzungsmitglieder des von Infektionen mit dem Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes «Hondius» auf Teneriffa steht vor dem Abschluss. Voraussichtlich im Laufe des Nachmittags sollten acht Menschen nach Australien und Angehörige mehrerer Nationen in die Niederlande geflogen werden, teilten die spanischen Behörden mit. Um Bürger welcher Länder es sich handelte, war zunächst nicht genau bekannt. Eine Restbesatzung von rund 30 Seeleuten solle für die Weiterfahrt nach Rotterdam an Bord bleiben. Am Vortag waren insgesamt 94 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus 19 Nationen von der Ferieninsel im Atlantik in Richtung ihrer Heimatländer geflogen worden. Die spanische Regierung wertete die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen abgelaufene Evakuierung der Menschen als grossen Erfolg. Allerdings sei einer der beteiligten Polizisten durch einen Herzinfarkt gestorben.
Bestätigte Hantavirus-Fälle: Einer der fünf evakuierten französischen Passagiere wurde positiv auf das Hantavirus getestet, wie die französischen Behörden heute Morgen bekannt gaben. Zuvor informierten bereits die US-Behörden, dass einer der 17 evakuierten amerikanischen Passagiere positiv getestet wurde, jedoch keine Symptome zeige. Bis Sonntag zählte die WHO sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei Personen sind gestorben. Bei den Verstorbenen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien nach weiterhin geltenden Informationen ohne Krankheitssymptome, sagte Ministerin García.
Epidemiologische Untersuchung: Kurz nach der Ankunft am Hafen hatten sich Ärzte an Bord der «Hondius» begeben. Erst nach der Feststellung, dass keine akuten Krankheitssymptome vorliegen, wurde die schrittweise Evakuierung eingeleitet.
Schweizer Crewmitglied in Quarantäne: Ein Schweizer Crewmitglied ist bei der Evakuierung in Quarantäne gebracht worden. Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zufolge sind derzeit keine weiteren Schweizer bekannt, die sich an Bord des Schiffs befanden. Die Quarantäne dürfte sechs Wochen dauern, teilte das BAG am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Betroffene sei trotz der Situation guter Dinge und zeige keine Symptome. Gemäss der Agentur Reuters befindet sich das Schweizer Crewmitglied in der Niederlande in Quarantäne.
Schiff soll in den Niederlanden desinfiziert werden: Wenn die Ausschiffung abgeschlossen ist, soll die Hondius mit einer Restbesatzung ihre Fahrt in die Niederlande fortsetzen. Die Leiche einer an Bord während der Kreuzfahrt gestorbenen Person werde nicht auf Teneriffa an Land gebracht, erklärte García. Die Desinfektion des Schiffes erfolge erst dort.
Hondius liegt in einem Hafen im Süden Teneriffas vor Anker
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Bild 1 von 10. Das von einem Ausbruch des Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff ist am Sonntag in der Früh in den Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa eingefahren. Zunächst hatte es geheissen, das Schiff werde aus Sicherheitsgründen vor dem Hafen vor Anker gehen. Bildquelle: Reuters/Hannah McKay.
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Bild 2 von 10. Von Granadilla aus sollen die Menschen an Bord unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einem nahegelegenen Flughafen gebracht und sofort in ihre Heimatländer geflogen werden. Bildquelle: AP Photo/Manu Fernandez.
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Bild 3 von 10. Die Rückführung der Passagiere soll unter aussergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen ablaufen. Bildquelle: Reuters/Hannah McKay.
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Bild 4 von 10. Medizinisches Personal sollte die Menschen an Bord zunächst auf akute Krankheitssymptome untersuchen, wie die spanischen Behörden mitteilten. Bildquelle: Reuters/Hannah McKay.
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Bild 5 von 10. Das medizinische Personal werde auf dem Schiff die epidemiologische Untersuchung durchführen, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid mit. Bildquelle: Reuters/Hannah McKay.
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Bild 6 von 10. Auf dem Schiff befanden sich zuletzt insgesamt 140 bis 150 Menschen aus 23 Ländern. Bildquelle: Keystone/AP Photo.
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Bild 7 von 10. Hondius-Passagiere steigen am Flughafen auf Teneriffa in ein französisches Regierungsflugzeug. Bildquelle: AP Photo/Arturo Rodriguez.
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Bild 8 von 10. Zusammen mit einem Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO sollte eine erste Gruppe nach Madrid geflogen werden und dort in einem Militärkrankenhaus in Quarantäne gehen. Bildquelle: Reuters/Borja Suarez.
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Bild 9 von 10. Ein spanischer Passagier wird von spanischen Regierungsbeamten mit Desinfektionsmittel besprüht. Bildquelle: AP Photo.
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Bild 10 von 10. Ein Passagier des Schiffes befolgt Instruktionen nach dem Aussteigen. Bildquelle: Keystone/Arturo Rodriguez.
Übertragung auch von Mensch zu Mensch möglich: Hantaviren werden üblicherweise durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen. Bei dem aktuellen Ausbruch geht es um den sogenannten Andes-Typ, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch bereits in der Vergangenheit in Einzelfällen dokumentiert wurde.