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Historischer Entscheid Mexiko legalisiert Abtreibungen

  • Mexikos Oberster Gerichtshof hat ein absolutes Abtreibungsverbot für verfassungswidrig erklärt.
  • Die Entscheidung bezog sich auf das Abtreibungsverbot in einem nördlichen Bundesstaat, mit dem sich das Gericht befasste.
  • Sie schaffte jedoch einen landesweit geltenden Präzedenzfall.
  • Mexiko wird damit zum bevölkerungsreichsten Land mit katholischer Mehrheit, in dem die Abtreibung entkriminalisiert wird.
Video
Strenges Abtreibungsgesetz in Texas bleibt vorerst
Aus Tagesschau vom 02.09.2021.
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Während in den USA seit ein paar Tagen heftig über ein restriktives Abtreibungsverbot in Texas debattiert wird, geht das südliche Nachbarland Mexiko in die entgegengesetzte Richtung. In einem einstimmigen Entscheid erklärten die obersten Richterinnen und Richter Mexikos die Abtreibungsverbote im nördlichen Teilstaat Coahuila für verfassungswidrig. Dort wurden Abtreibungen bisher mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft.

Mit seinem Entscheid hat das Oberste Gericht Mexikos einen Präzedenzfall geschaffen, an dem sich fortan sämtliche Richter und Richterinnen im Land orientieren müssen. Damit kann in allen 31 Teilstaaten künftig straffrei abgetrieben werden. Bisher war dies in drei Staaten und dem Hauptstadtbezirk möglich. In den letzten Monaten haben mexikanische Frauenverbände vehement für Straffreiheit im ganzen Land gekämpft.

Audio
Was sagt die neue Studie über Zahl der Abtreibungen weltweit?
03:59 min, aus Kultur-Aktualität vom 27.07.2020.
abspielen. Laufzeit 03:59 Minuten.

Mexiko ist das bisher bevölkerungsreichste Land im mehrheitlich katholischen Lateinamerika, das Abtreibungen legalisiert. Bisher haben diesen Schritt erst vier andere Länder des südlichen Amerika getan – darunter Argentinien und Kuba. In zentralamerikanischen Ländern wie Nicaragua und El Salvador hingegen wird der vorzeitige Schwangerschaftsabbruch noch immer drakonisch hart bestraft.

SRF 4 News, 08.09.2021, 00:00 Uhr

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Müller  (Jackobli)
    Muss das Teaserbild auf der Startseite von @SRF so sein?
    Finde ich nicht gerade «neutral»!
    1. Antwort von Korina Graf  (Kory)
      @Müller Das gleiche habe ich mir auch gedacht.
      Als wenn sich „Frau“ diese Entscheidung einfach machen würde, wird es auch noch als unmenschlich deklariert.
  • Kommentar von Anna Kissling  (Cristalmix)
    @ Herr Benedikt Walchli: Ihre Aussage:" Aber in den USA wird seit einiger Zeit parallel dazu auch viel "Aufklärung" betrieben, um uns ins Bewusstsein zu rufen, was bei einer Abtreibung wirklich passiert."
    Das wird z.B. in Europa fast unterbunden. Sobald jemand die Folgen thematisieren will gilt sie/er gleich als rückständig und frauenfeindlich. Dabei frage ich mich wer hier die wirklich Rückständigen sind, diejenigen die vor allem die psychischen Folgen ausblenden. Oder die Aufklärer/innen.
    1. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      Zuerst einmal sollte es die Sache der Frau sein, ob/wann/wie sie abtreibt.
      Nicht aber von Privatpersonen die sich auf religiöse Gründe berufen.

      Wie auch immer sich die Frau dann auch entscheidet, es hat ihr niemand da was vorzuwerfen.
  • Kommentar von Regina Wuhrmann  (Regina Wuhrmann)
    Endlich das sollte überal erlabt sein es ist immer noch der Körper der Frau
    1. Antwort von Roger Gasser  (allesrotscher)
      Nein, es ist ein Kind!!