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Hohe Waldbrandgefahr Das sind die Brandherde in Europas Wäldern

Die EU plant für diesen Sommer ihren bisher grössten Einsatz gegen Waldbrände.

Waldbrandgefahr nimmt wegen Klimawandel zu

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Brände in Europa haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Hektar verbrannt, so viel wie nie zuvor. Das geht aus einem Bericht über den Zustand des Klimas in Europa 2025 von der Weltwetterorganisation WMO und dem EU-Klimawandeldienst Copernicus hervor. Allgemein haben unter anderem in Südeuropa die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die verbrannten Flächen wegen des Klimawandels zugenommen.

Angesichts der zunehmenden Waldbrandgefahr in ganz Europa werden fast 800 Feuerwehrleute aus 14 Ländern an besonders gefährdeten Gegenden in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal stationiert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte. Ein Überblick der aktuellen Brandherde Europas.

Griechenland

Am Samstagabend brach in der Nähe der Vororte von Thessaloniki, der zweitgrössten Stadt Griechenlands, ein sich rasch ausbreitender Flächenbrand aus, wie die griechische Feuerwehr mitteilte. Die Bewohnenden von drei kleinen Vororten nördlich der Stadt wurden zur Evakuierung aufgefordert. Bisher wurden mehrere Geschäfte beschädigt. Bei einem weiteren Waldbrand rund 20 Kilometer nordöstlich von Thessaloniki kamen am Mittwoch ein Mann und sein 12-jähriger Sohn ums Leben. Weitere Brände wüteten am Samstag in der Umgebung von Thessaloniki, unter anderem auf der Halbinsel Chalkidiki, einem beliebten Urlaubsziel, sowie in der Stadt Kilkis im Norden.

Spanien

Besonders angespannt ist die Lage im Nordosten Spaniens in der Nähe der Stadt Bisbal d'Empodrá im Hinterland der Touristenregion Costa Brava. Dort hat ein Feuer bereits mindestens 2300 Hektar Busch- und Waldland niedergebrannt. Das entspricht in etwa der Fläche von 3100 Fussballfeldern. Laut Medienberichten sind mehrere Häuser niedergebrannt worden. Verletzt wurde bisher niemand.

Winkelschleifer als mutmasslicher Auslöser

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Die Polizei teilte mit, einen Mann festgenommen zu haben, der verdächtigt werde, den Brand ausgelöst zu haben. Er habe an einer Strasse mit einem Winkelschleifer gearbeitet. Diese Maschinen werden zum Schneiden von Metall oder Stein benutzt und schlagen dabei extrem heisse Funken, die trockene Vegetation leicht in Brand setzen können. Ihre Benutzung sei deshalb während der derzeitigen trockenen Hitze in der Region verboten gewesen.

Wegen starken Rauchs haben die Behörden am Freitag rund 45'000 Bewohnerinnen und Bewohner mehrerer Ortschaften östlich von Girona aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Diese Aufforderung wurde am Sonntag wieder aufgehoben, wie die Behörden auf X mitteilten. Der Waldbrand sei «vorläufig stabilisiert».

Sorge bereitet den Behörden jedoch, dass sich der Brand aufgrund der starken Windprognosen in der bewaldeten Bergregion Massís de les Gavarres weiter ausbreiten könnte. Sie ist rund 35'000 Hektar gross.

Frankreich

Ein sich rasch ausbreitender Waldbrand bedroht die dritte Etappe der Tour de France. Betroffen ist das Departement Pyrénées-Orientales in Südfrankreich.

Wird Radrennen angepasst oder abgesagt?

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In Les Angles im Departement Pyrénées-Orientales kommt es am Montag zur ersten Bergankunft der Rundfahrt kommt. Ob das Teilstück des wichtigsten Radrennens der Welt abgesagt, verkürzt oder anderweitig angepasst wird, soll bis Sonntagabend entschieden werden, teilte Pierre Regnault de la Mothe, der Präfekt der Region, mit.

Tour-Direktor Christian Prudhomme bestätigte angesichts der Gefahren bereits, dass Etappen möglicherweise angepasst werden könnten. Auch die vierte Etappe am Dienstag, die zwischen Carcassonne und Foix durch Okzitanien führt, wo wegen Hitze und Dürre ebenfalls hohe Waldbrandgefahr herrscht, ist bedroht.

Laut der Tour-Organisatoren wurde in der 123 Jahre langen Geschichte der Rundfahrt noch nie eine Etappe wegen Waldbränden abgesagt.

Der Waldbrand hat mittlerweile eine Fläche von etwa 1500 Hektar erfasst, die Flammen lodern knapp 70 Kilometer vom Zielort entfernt und breiten sich immer weiter aus. 700 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Portugal

In der Region Vouzela in Zentralportugal versuchten mehr als 1200 Feuerwehrleute, unterstützt von fast 400 Fahrzeugen und 15 Flugzeugen, einen am Donnerstag ausgebrochenen Brand zu löschen. Das teilte die portugiesische Zivilschutzbehörde. Bis Sonntag hatte sich der Waldbrand über eine Fläche von 12'000 Hektar – also 120 Quadratkilometer – ausgebreitet, wie aus Informationen des Waldbrand-Portals der Europäischen Union «Copernicus» hervorgeht.

Schweiz

Der Waldbrand im Val Resa bei Locarno vor wenigen Tagen ist unter Kontrolle gebracht worden. Gemäss der Feuerwehr Locarno war am späten Dienstagvormittag nur noch Rauch vorhanden. Ausgebrochen war der Brand am Montagabend. Betroffen sei eine Fläche von rund 20 Hektaren, erklärte der Mitarbeiter der Feuerwehr Locarno auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

In vielen Kantonen herrscht erhebliche bis grosse Waldbrandgefahr. In einigen Regionen des Wallis gilt gar die höchste Gefahrenstufe.

SRF4 News, 5.7.2026, 11 Uhr ; 

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