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Brandherde in Europa 10'000 in Frankreich evakuiert +++ Zwei Tote in Griechenland

Die EU plant für diesen Sommer ihren bisher grössten Einsatz gegen Waldbrände. Ein Überblick über die aktuellen Brände.

Angesichts der zunehmenden Waldbrandgefahr in ganz Europa werden fast 800 Feuerwehrleute aus 14 Ländern an besonders gefährdeten Gegenden stationiert. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an.

Waldbrandgefahr nimmt wegen Klimawandel zu

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Brände in Europa haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Hektar verbrannt, so viel wie nie zuvor. Das geht aus einem Bericht über den Zustand des Klimas in Europa 2025 von der Weltwetterorganisation WMO und dem EU-Klimawandeldienst Copernicus hervor. Allgemein haben unter anderem in Südeuropa die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die verbrannten Flächen wegen des Klimawandels zugenommen.

Diese Gebiete sind betroffen:

Frankreich

Wegen eines Naturbrandes in Südfrankreich sind 10'000 Menschen evakuiert worden. Betroffen sind 26 Ortschaften in einem Gebirgsmassiv westlich von Perpignan, wo 4600 Hektar Fläche verbrannt worden sind, wie die Präfektur mitteilte.

Auswirkungen auf die Tour de France

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Der ausufernde Brand führte auch zu einer Anpassung der dritten Etappe der Tour de France, die am Montag durch die betroffene Region führt und nun ohne Zuschauer und Werbekarawane unterwegs sein wird. Alle Sicherheitskräfte müssten sich auf die Bekämpfung des Brandes konzentrieren, erklärte die Präfektur. Wer sich nicht an die Einschränkungen halte, müsse mit einem Bussgeld rechnen.

Der Brand wurde durch Wind, grosse Hitze und vor allem durch eine aussergewöhnlich hohe Lufttrockenheit angefacht. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Die Präfektur des Departements Pyrénées-Orientales rief die Menschen in der betroffenen Region dazu auf, die Strassen vollständig für die Feuerwehrkräfte freizuhalten und nicht in die Häuser zurückzukehren. Für Firmen, deren Beschäftigte nicht zur Arbeit kommen können, soll eine Kurzarbeitsregelung getroffen werden.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, teilte am Montag mit, dass die EU vier Löschflugzeuge aus Zypern und Schweden nach Frankreich entsenden werde, um die Feuerwehrleute rund um die Stadt Perpignan zu unterstützen.

Griechenland

Am Wochenende brach in der Nähe von Thessaloniki, der zweitgrössten Stadt des Landes, ein Flächenbrand aus. Bei einem weiteren Waldbrand rund 20 Kilometer nordöstlich von Thessaloniki kamen am Mittwoch ein Mann und sein 12-jähriger Sohn ums Leben. Weitere Brände wüteten auf der Halbinsel Chalkidiki, einem beliebten Urlaubsziel, sowie in der Stadt Kilkis im Norden. Am Sonntagnachmittag brach in der Region Mandra, westlich der griechischen Hauptstadt Athen, ein weiterer grosser Waldbrand aus. Nach Angaben der Feuerwehr wurden 210 Feuerwehrleute, Freiwillige, Spezialteams und 29 Flugzeugen, darunter Löschflugzeuge und Helikopter, eingesetzt, um den Brand zu bekämpfen.

Spanien

Im Nordosten Spaniens, in der Nähe der Stadt La Bisbal d’Empordà im Hinterland der Tourismusregion Costa Brava, hat ein Feuer bereits 2300 Hektar Busch- und Waldland niedergebrannt. Das entspricht in etwa der Fläche von 3100 Fussballfeldern. Laut Medienberichten sind mehrere Häuser ausgebrannt. Verletzt wurde bisher niemand.

Winkelschleifer als mutmasslicher Auslöser

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Die Polizei teilte mit, einen Mann festgenommen zu haben, der verdächtigt werde, den Brand ausgelöst zu haben. Er habe an einer Strasse mit einem Winkelschleifer gearbeitet. Diese Maschinen werden zum Schneiden von Metall oder Stein benutzt und schlagen dabei extrem heisse Funken, die trockene Vegetation leicht in Brand setzen können. Ihre Benutzung sei deshalb während der derzeitigen trockenen Hitze in der Region verboten gewesen.

Wegen starken Rauchs haben die Behörden am Freitag rund 45'000 Bewohnende mehrerer Ortschaften östlich von Girona aufgerufen, ihre Häuser vorübergehend nicht zu verlassen. Diese Aufforderung wurde später wieder aufgehoben.

Sorge bereitet den Behörden jedoch, dass sich der Brand aufgrund der starken Windprognosen in der bewaldeten Bergregion Massís de les Gavarres weiter ausbreiten könnte. Dort verwüstete das Feuer 2200 Hektar Land, 97 Prozent davon im Naturschutzgebiet Les Gavarres.

Portugal

In der Region Vouzela in Zentralportugal versuchten mehr als 1200 Feuerwehrleute, unterstützt von fast 400 Fahrzeugen und 15 Flugzeugen, einen Brand zu löschen. Das teilte die portugiesische Zivilschutzbehörde mit. Bis Sonntag hatte sich der Waldbrand über eine Fläche von 12'000 Hektar – also 120 Quadratkilometer – ausgebreitet, wie aus Informationen des Waldbrand-Portals der Europäischen Union «Copernicus» hervorgeht.

Schweiz

In vielen Kantonen herrscht erhebliche bis grosse Waldbrandgefahr. In einigen Regionen des Wallis gilt gar die höchste Gefahrenstufe.

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SRF4 News, 5.7.2026, 11 Uhr ; 

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