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Erste Schäden durch Sturmböen und Evakuationen wegen Hurrikan «Delta»
Aus News-Clip vom 09.10.2020.
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Hurrikan «Delta» Sturmflut-Warnung: Wirbelsturm gewinnt vor US-Küste an Stärke

  • Der Wirbelsturm «Delta» wird wohl heute im Bundesstaat Louisiana auf Land treffen.
  • Das US-Hurrikan-Zentrum warnt Menschen an Abschnitten der US-Golfküste vor lebensbedrohlichen Sturmfluten.
  • Man habe bereits Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometer pro Stunde und starke Böen gemessen.
  • Viele Menschen in der betroffenen Region haben sich in Sicherheit gebracht oder ihre Häuser verbarrikadiert.

«Delta» habe bei seinem Kurs auf die USA an Stärke gewonnen und sei nun ein Hurrikan der Kategorie drei, teilt das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mit. Die Meteorologen erwarten, dass der Sturm am Freitagnachmittag oder -abend (Ortszeit) im Südwesten des Bundesstaates Louisiana aufs Festland trifft.

Laut dem Hurrikan-Zentrum liegt Delta derzeit 205 Kilometer südsüdwestlich von Cameron, Louisiana. Die Gouverneure mehrerer Bundesstaaten erklärten den Ausnahmezustand, unter anderem in Louisiana und Mississippi.

Die Nationalgarde in Louisiana erklärte, 2500 Soldaten stünden für den Einsatz in Küstennähe bereit, ebenso wie acht Hubschrauber, Dutzende Boote und mehr als 100 für Hochwasser geeignete Fahrzeuge. Über Land soll sich Hurrikan «Delta» laut NHC rasch abschwächen und dann in nordöstlicher Richtung weiter nach Mississippi und Alabama ziehen.

Sturmschäden noch immer sichtbar

Es ist bereits das sechste Mal in dieser Saison, dass Louisiana von tropischen Stürmen getroffen wird. Erst im August verwüstete der Hurrikan «Laura» einen Grossteil des südwestlichen Teils des Bundesstaates und forderte mehr als 30 Todesopfer. Noch immer sind die Sturmschäden in der Region deutlich zu sehen, viele beschädigte Hausdächer sind notdürftig mit Planen abgedeckt und Strommasten des Highway 27 noch immer umgeknickt.

So erstaunt es nicht, dass sich die Menschen in der Region um Louisiana derzeit selbst helfen. Einige Häuser sind mit Brettern verbarrikadiert worden und die Bürgersteige praktisch leergefegt. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner haben sich in Sicherheit gebracht, weshalb es auf den Strassen teils zu langen Staus kam.

Keine Verletzten in Yucatán gemeldet

Der Hurrikan «Delta» war am Dienstag über dem karibischen Meer als Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier an den Cayman-Inseln vorbeigezogen, schwächte sich dann aber kurz vor Mexiko ab und zog über die Halbinsel Yucatán hinweg. Dort wurden keine Todesfälle oder Verletzte gemeldet.

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Der Hurrikan «Delta» gewinnt an Stärke
Aus Meteo Zusatzmaterial vom 08.10.2020.
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In der diesjährigen Wirbelsturm-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, bereits aufgebraucht sind.

Die Meteorologen haben deshalb auf das griechische Alphabet zurückgegriffen, was zuletzt 2005 passierte. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist laut Experten eine Folge des Klimawandels.

SRF 4 News, 09.10.2020, 06:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Marti Müller  (Co2=Leben)
    Wieder wird ein Wetterphänomen genutzt um politische Stimmung zu machen...
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Wo wurde politische Stimmung gemacht? Durch die Experten, Hilfskräfte oder direkt Betroffenen, z.B. in Louisiana, die diese Saison zum sechsten Mal betroffen ist? "cozweileben" oder Wetterpänomen besagt alles, inbezug auf das Verständnis der Zusammenhänge dieser Hurrikane.
      "Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist laut Experten eine Folge des Klimawandels." Uebrigens, auch die Häufigkeit.....
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Diese Stürme sind (noch) Peanuts, gegen die gesellschaftlichen Probleme, die die USA aktuell besonders haben!
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Sehr guter Artikel, der den Klimawandel als virulent zeigt. Auf Klimaleugner dürfen wir nicht mehr hören, auch nicht auf Rechtskonservative, die sich sperren, Griffiges für Umwelt- und Klimaschutz zu tun. Denen ist das conservare der eigenen Batzeli wichtiger, als selber und durch die Allgemeinheit etwas für unsere Lebensgrundlage aufzuwenden/aufwenden zu lassen. Dann sind zu viele Privatleute halt noch recht rückständig im Sinn von Sorgetragen zur Natur. Oder wollen schlichtweg nicht.
    1. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Was würden sie "griffiges" gegen den "Klimawandel " unternehmen?