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Im Norden Syriens Türkei und USA einigen sich auf eine «Friedenszone»

  • Die Türkei und die USA wollen im Norden Syriens eine so genannte Sicherheitszone einrichten.
  • Darauf haben sich die beiden Länder nach drei Tagen Verhandlung geeinigt, wie es in einer Mitteilung heisst.
  • In diese «Friedenszone» sollen syrische Flüchtlinge zurückkehren können.

Die Pufferzone soll die türkische Grenze von Stellungen der Kurdenmiliz YPG trennen. Somit dürfte vorerst eine vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan jüngst mehrfach angedrohte weitere Militäroffensive in Nordsyrien abgewendet sein.

Man habe sich ausserdem auf schnelle erste Massnahmen zur Befriedigung der «türkischen Sicherheitsbedenken» geeinigt, hiess es weiter. Wie genau die aussehen sollen, blieb unklar.

YPG als Feind und Partner

Die Türkei wünscht sich entlang der türkisch-syrischen Grenze ein Gebiet unter ihrer alleinigen Kontrolle, aus dem sich kurdische Truppen zurückziehen sollen. Die Gegend wird bisher von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert.

Keine Details über die Grösse der «Friedenszone»

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  • Nach türkischen Wünschen sollte die Zone um die 30 Kilometer tief sein und sich ab dem Euphrat gen Osten die gesamte Grenzlinie entlangziehen.
  • US-Medienberichten zufolge hatten die USA eine schmalere Zone vorgeschlagen.
  • Details über die Grösse der zukünftigen Zone oder ihre Kontrolle gab es am Mittwoch nicht.
  • Auch zur von der Türkei geforderten Entwaffnung der YPG gab es keine Ergebnisse.

Ankara sieht in der YPG einen Ableger der kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation. Für die USA ist die YPG dagegen ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz IS. Sie wollen einen Angriff auf die Verbündeten verhindern.

Schon zweimal ist die Türkei auf syrisches Gebiet vorgerückt, beide Male westlich des Euphrat. 2016 hatte sie mit der Offensive «Schutzschild Euphrat» beim syrischen Ort Dscharabulus den IS von der Grenze vertrieben, aber auch die YPG bekämpft. Anfang 2018 hatten von der türkischen Armee unterstützte Rebellen in einer Offensive gegen die YPG die kurdisch geprägte Grenzregion Afrin eingenommen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Das dabei Internationale Recht gebrochen wird interessiert viele hier in Forum nicht? Wenn Morgen Italiener und USA beschlissen Tessin zu nehmen werden wir es fair finden? Einen kurdischen Staat wird es nicht geben ohne Einverständnis Irak, Iran, Syrien und Türkei. Kurden haben kein Zugang zu Meer und oben erwähnte Länder könnten Luftraum speren.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Endlich eine gute Nachricht. Auch wenn Erdogan materiell profitieren kann (gönnen wir ihm das), darf er die geplante Kurdenvernichtung nicht durchführen. Mein Wunsch: Gebt den 33. Mio Kurden endlich einen eigenen Staat, sie hätten es verdient!!
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    1. Antwort von m. mitulla  (m.mitulla)
      @(b.haeberli. "(gönnen wir ihm das)"... Ich finde es total daneben, dass 2 kriegsführende Länder (USA und die Türkei) Territorium des bekriegten Landes unter sich aufteilen wollen, obwohl sie ihren Krieg verloren haben. NB ist das verboten - laut Uno-Charta.
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    2. Antwort von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
      @Mitulla: Lieber Herr Mitulla, die Kurdengebiete sind alle auf 4 Diktaturen verteilt, welche die kurdischen wie die eigenen Menschen seit Jahr10ten aufs schlimmste Drangsalieren. Trump traue ich zu, falls er eine 2.te Amtsperiode schafft, den Kurden den Traum eines eigenen Staates zu realisieren. Jedenfalls drücke diesen die Daumen.
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    3. Antwort von m. mitulla  (m.mitulla)
      @b.haeberli. Ich denke, Trump hat nicht die Kompetenz, Ländereien aus Syrien, dem Irak, Iran oder der Türkei den Kurden zu übertragen. Dieses Recht haben einzig die betroffenen Länder selber - auch wenn man es den Kurden gönnen würde. Um so etwas realisieren zu können, würde es Diplomatie brauchen - und die ist rar geworden in unserer "westlichen Wertegemeinschaft".
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Die "Sicherheitszone" ist ein von Erdogan lange ersehnte Tatsache. Er schlägt dabei "3 Fliegen mit einer Klappe": 1. Er ringt Syrien ein Teil Land mit Ölvorkommen ab. 2. Er kann sich die syrischen Flüchtlinge vom Hals halten und 3. Er kann den Kurden einen Schaden zufügen, indem er sie von ihrem Land vertreibt - Und das alles unter der wohlwollenden Schirmherrschaft der Weltmacht USA.
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