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Integration in Deutschland Hälfte der Geflüchteten hat nach fünf Jahren einen Job

  • Knapp die Hälfte der seit 2013 nach Deutschland Geflüchteten geht fünf Jahre nach der Ankunft einer geregelten Arbeit nach.
  • Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in Nürnberg.
  • Dabei gibt es grosse Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Demnach gehen 68 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten einer Vollzeit- oder Teilzeitstelle nach, 17 Prozent einer bezahlten Ausbildung, drei Prozent einem bezahlten Praktikum und zwölf Prozent sind «geringfügig» beschäftigt.

Ein starkes Gefälle gibt es zwischen Männern und Frauen. Fünf Jahre nach dem Zuzug sind laut Studie 57 Prozent der Männer erwerbstätig, aber nur 29 Prozent der Frauen. Dabei spiele die Familienkonstellation und die Betreuungssituation von Kindern eine grosse Rolle. «Insbesondere Frauen mit Kleinkindern sind nur zu sehr geringen Anteilen erwerbstätig», erklärt das IAB.

Verbesserung zu Vorjahren

Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt gelingt insgesamt schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre. Bei den seit den frühen 1990er-Jahren bis 2013 zugezogenen Geflüchteten, die unter anderem in der Folge der Kriege in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens nach Deutschland kamen, waren nach fünf Jahren 44 Prozent erwerbstätig.

Damals waren laut IAB zwar die Voraussetzungen hinsichtlich Sprache, Bildung und Ausbildung günstiger als bei den in jüngerer Zeit zugezogenen Migranten. «Dafür ist gegenwärtig die Arbeitslosigkeit wesentlich niedriger und das Beschäftigungswachstum deutlich höher als in den 1990er-Jahren.» Zudem werde seit 2015 deutlich mehr in Sprach- und andere Integrationsprogramme investiert.

Die Zahl der Geflüchteten in Deutschland ist zwischen 2013 und 2018 um 1.2 Millionen Menschen gestiegen – am meisten Menschen kamen im Jahr 2015 ins Land.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Josephk Ernstk  (Joseph ernst)
    Es wäre interessant zu wissen, wieviele Flüchtlinge heute noch vom Sozialstaat abhängig sind. Dem Grossteil der Geflüchteten fehlt es an Sprach-, Schul- und Berufsbilding. In Europa fehlen nach wie vor in allen Bereichen ausgebildete Arbeitskräfte !
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  • Kommentar von Emil Brand  ((Inkognito))
    Kehrseite: Aha, billige Arbeitskräfte zu Lasten des Steuerzahlers, aber brav zu Gunsten der Multis. Es ist so trüb, dieses "Wir" (wir), schaffen das.
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  • Kommentar von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
    Die Studie ist eigentlich eine Befragung von 8000 Geflüchteten. Flüchtlingsbefragungen beim Ankunft hatten auch positive Ergebnisse über Arbeitserfahrung oder Ausbildung gehabt.
    Wahrscheinlich sind wenige Flüchtlinge befragt worden, die mit dem Ansturm im Herbst 2015 gekommen sind, weil weniger als 5 Jahre her.
    Eine seriöse Studie sollte auch aufzeigen, wie viele davon sozialversicherungspflichtige Arbeit nachgehen, Vollzeit arbeiten oder auf staatliche Ergänzungsleistungen angewiesen sind.
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    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Überschreitet das Einkommen aus unselbständiger Arbeit den Betrag von 450 Euro, beginnt die Sozialversicherungspflicht des Einkommens. Vom Einkommen sind dann Beiträge für die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung abzuführen. Das reicht natürlich nicht zum Leben, deshalb wird zusätzlich Hartz 4 bezahlt.
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    2. Antwort von Julian Rossdeutsch  (JuRo)
      Geflüchtete dürfen nach dem Dublin Abkommen nicht ohne weiteres einer Arbeit nachkommen.
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